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Vorfahrt auf abknickender Vorfahrtstraße mißachtet


11.02.2005 17:13 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht




Hallo!
Wollte heute in rechter Fahrtrichtung, (also ohne den Weg des Gegenverkehrs zu kreuzen) auf eine nach links abknickende Vorfahrtstraße auffahren. Die Auffahrt befindet sich im Scheitelpunkt der Kurve. Die vor der Kurve einspurige Vorfahrtstraße wird am Kurvenausgang Zweispurig, eine Spur zum gerade aus fahren, und eine für Rechtsabbieger (ca 30 m nach der Auffahrt kommt eine Ampel). Es ist also möglich, auf die Rechtsabbiegerspur der Vorfahrtstraße auch dann aufzufahren, wenn ein Kfz auf der Vorfahrstraße herankommt, vorausgesetzt es benutzt dann die Spur zum Geradeausfahren weiter.
Als ich heute auf die Vorfahrstraße auffahren wollte, kam ein Pkw, der sich ziemlich weit links hielt, ich rechnete also damit das er auf die linke Spur, die wo später an der Ampel für Geradeausfahrer ist wolle. Da ich vorhatte an dieser Ampel nach rechts abzubiegen, fuhr ich in die Vorfahrstraße in die rechte Spur ein. In diesem Moment kollidierte ich mit meinen hinteren linken Kotflügel mit den vorderen rechten Kotflügel des Pkws.
Eigentlich ist der Fall klar, ich habe ihn die Vorfahrt genommen und bin voll an den Unfall schuld.

1. Kann man den Fahrer des Pkw eventuell eine Teilschuld geben? Der Unfall war gegen Mittag bei schlechter Witterung (den ganzen Tag Regenwetter), er war ohne Licht unterwegs und setzte keinen Blinker.
2. Beharrte der Unfallgegner eventuell auf sein Vorfahrtrecht?
Er hätte ja den Unfall möglicherweiße vermeiden können.
3. In der Zeit in der der Wagen in der Werkstatt ist (Gutachten knapp 1500€), bestehe er als Renter auf einen Leihwagen, um seine behinderte Tochter versorgen zu können. Ist dieser Anspruch gerechtfertigt? Immerhin ist er ja zur Schadensminderung verpflichtet und könnte den Termin zur Reparatur an einen Tag legen wo die Tochter nirgends hin muß. Er wohnt zudem in einer Stadt mit kanpp 45.000 Einwohner die gute Busverbindungen und einen Bahnhof hat.
4. Gibt es sonst noch eine Möglichkeit meine Schuld zu mindern?
5. Für alle Fälle: Lohnt sich jetzt noch der Abschluß einer Rechtsschutzversicherung?
Was kostet es mich ungefähr wenn ich einen Anwalt einschalte und die Sache vor Gericht geht?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Teilschuld bekommt der Gegner in aller Regel "sicherheitshalber" schon dann, wenn sich die Schuldfrage nicht mit absoluter Sicherheit klären lässt. Dann werden üblicherweise 20% für die sog. Betriebsgefahr angerechnet.

In Ihrem Fall kann es noch aus zwei Gründen zu einer Teilschuld kommen: Dadurch, dass er in der Spur links fuhr, verstieß er gegen das Rechtsfahrgebot und KANN damit zu einer unklaren Situation beigetragen haben. Zweitens kann sich das ausgeschaltete Licht auswirken, wenn nach den Witterungsverhältnissen das Licht einzuschalten war. Alles steht unter einem "Kann". Denn diese Verhaltensweisen müssen sich ausgewirkz haben.

Das Vorfahrtsrecht ist natürlich ein maßgebliches Element. Ist der Unfall von der Polizei aufgenommen worden? Wenn ja, droht Ihnen möglicherweise noch ein Bußgeldverfahren wegen Missachtung der Vorfahrt.

Auch unter dem Aspekt der Schadensminderung hat der Gegner einen Anspruch auf Entschädigung des Nutzungsausfalls. Ach wenn er sich keinen Mietwagen nimmt. Es reicht aus, dass er seinen Wagen nicht nutzen kann.

Weitere Möglichkeiten sehe ich nicht.

Eine Rechtsschutzversicherung bringt ihnen nichts mehr. Nach dem Abschluss einer RSV haben Sie nämlich eine Wartezeit von drei Monaten. Die Versicherung lehnt daher (eigentlich doch klar, oder?) die Deckung für bereits eingetretene Schadensfälle ab. Schließen Sie jetzt eine RSV ab, hat das also denselben Erfolg, wie wenn Sie heute einen Lottoschein mit den richtigen Zahlen für letzten Samstag abgeben...

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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