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Vorfälligkeitsentschädigung für eines noch nicht ausgezahltes Darlehn

| 28.06.2017 14:31 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Ermittlung der Vorfälligkeitsentschädigung bei einem Forward Darlehen bei der gleichen Bank der Ursprungsfinanzierung.

Mein Mann und ich haben ein Hypothekendarlehn (für einen Hauskauf) mit einer fünfjährigen Laufzeit, die zum 1. September 2019 ausläuft.
Vor einem Jahr (30.Juni 2016) haben wir bei der selben Bank die Anschlußfinanzierung für weitere 10 Jahre festgelegt. Dies ist lt. Vertrag ein neues Darlehn.
Aus familiären Gründen möchten wir zum Dezember 2017 unser Haus verkaufen.
Bis zu welchem Tag darf die Bank die Vorfälligkeitsentschädigung berechnen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Hinsichtlich des Darlehens mit einer Laufzeit von fünf Jahren ergibt sich das Kündigungsrecht im Falle einer Veräußerung aus § 490 Abs. 2 BGB. Die Darlehensgeberin kann den sich ergebenen Zinsschaden (Vorfälligkeitsentschädigung) für die Dauer der Ablösung bis zur Fälligkeit der Rückzahlung geltend machen. Hier sind etwaige Sondertilgungsmöglichkeiten bei dem Darlehensvertrag in der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung zu berücksichtigen. Im weiteren hat die Bank ersparte Verwaltungs- und Risikokosten anzurechnen.

Die Vorfälligkeitsentschädigung ermittelt dabei aus der Restlaufzeit, hier voraussichtlich ein Jahr und neun Monate dem Vertragszins und dem aktuelllen Wiederanlagezins.

Die von der Bank errechnete Vorfälligkeitsentschädigung sollte in jedem Fall überprüft werden.

2. Hinsichtlich des Forward Darlehens bei der gleichen Bank kommt § 489 Abs. 1 Nr. 2, 2. Halbssatz zur Anwendung. Maßgebend für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung ist die Kündigungsmöglichkeit nach 10 Jahren nach Abschluss des Darlehensvertrages. Insoweit kommt es hier nicht auf die Auszahlung, sondern auf den Abschluss des Darlehensvertrages an.

Das Landgericht Bochum hat in einer Entscheidung (Az. I-1 O 68/15) entschieden, dass die gesetzliche 10 Jahresfrist nicht ab Empfang des Darlehensbetrages, sondern mit Abschluss des Darlehensvertrages beginnt zu laufen.

In Ihrem Fall könnte der Darlehensvertrag danach zum 30.06.2016 gekündigt werden. Dies bedeutet, dass die Vorfälligkeitsentschädigung auch nur für den Zeitraum ab Auszahlungstermin bis zum 30.06.2026 berechnet werden kann.

D.h. der Zeitraum der Vorfälligkeitsentschädigung bestimmt sich vom 01.09.2019 bis 30.06.2026.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 28.06.2017 | 16:49

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