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Vorfälligkeitsentschädigung bei Baudarlehen

03.04.2019 13:44 |
Preis: 53,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Vorzeitge Kündigung einer Immobilienfinanzierung

Hallo,
wir haben ein Darlehen mit 10-jähriger Festschreibung, dürfen aber nach 7 Jahren Zinsen ändern (Commerzbank in unserem Fall).
Wir haben einen Zinsatz von 2013 der bei 2,29% lag/liegt.

Wir möchten nun gerne den ganzen Kredit ablösen.
Alternative Zinsätze sind aktuell bei 1,20% zu bekommen. Nun kommt die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung ins Spiel. Ich las nun, dass die Banken eine Kündigung nicht akzeptieren müssen. Somit können die Banken eine vorzeitige Kreditrückzahlung ablehnen und somit auch eine Vorfälligkeitsentschädigung ablehnen.

Meine Frage ist nun, wie oft kommt das in der Realität vor, dass eine Bank eine frühere Kreditrückzahlung ablehnt? Letztlich bekommt die Bank als Vorfälligkeitsentschädigung ja die entgangenen Zinsen auf einen Schlag vorab. Ich las, das man auf die Kulanz der Bank angewiesen sei. Es muss doch eine Firmenrichtlinie für soetwas geben. Wie strikt wird soetwas in der Realität gehandhabt?

Mir geht es darum, wie wahrscheinlich ist es, dass, wenn ich zur Commerzbank gehe und diese frage, dass die Bank eine Kündigung ablehnt, und sich dann die Frage nach der Vorfälligkeitsenstchädigung eh erübrigt (auch wenn man bereit ist diese zu zahlen). Wann könnte man nach der Kreditkündigung fragen? Jederzeit oder ginge das eh erst nach 7 Jahren (oder eben auch schon früher)? Oder ist eine vollständige Kreditabzahlung im Voraus derart selten, das im Einzelfall entschieden werden muss?

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die ordentliche Kündigung einer Immobilienfinanzierung mit gebundenen Sollzins ist in § 489 BGB geregelt. Danach kann eine Kündigung zum Ende der Sollzinsbindung erfolgen.

2. Eine außerordentliche Kündigung des Darlehensvertrages nach § 490 BGB , wie von Ihnen angedacht, erfordert ein berechtigtes Interesse für die Kündigung.

Ein solches berechtigtes Interesse liegt in der Regel ann vor, wenn Sie die Sicherheit in Form einer Grundschuld anderweitig verwerten möchten, z.B. durch einen Verkauf des Grundbesitzes. Dann ist eine außerordentliche Kündigung des Darlehens möglich.

Ein weiteres berechtigte Interesse wäre dann anzunehmen, wenn bei einem anderen Darlehensgeber ein dringend benötigtes höheres Darlehen gewährt wird. Kein berechtigtes Interesse liegt vor, wenn der Darlehensbertrag aufgrund eines unerwarteten Geldzuflusses vorzeitig abgelöst werden könnte.

3. Das berechtigte Intresse muss nachgewiesen werden, was in der Regel durch eine Übersendung eines Kaufvertragsentwurfes erfolgt, welcher von einem Notar erstellt wurde.

4. Insoweit könnte ein berechtigtes Interesse dann vorliegen, wenn Sie einen erhöhten Kreditbedarf haben und die Sicherheit in Form der Grundschuld benötigen, um diesen Kreditbedarf zu decken.

Soweit SIe daher bei der anderen Bank ein höheres Kreditangebot vorlegen, besteht aus meiner Sicht ein solches berechtigtes Interesse. Die Erfahrungswerte sind hierbei durchwachsen. Einige Banken bestehen auf eine Vertragserfüllung, anderes Bank sind durchaus bestrebt im Rahmen der Geltendmachung einer Vorfälligkeitsentschädigung den Kunden aus dem Darlehen zu entlassen, wozu auch Ihr Bankinstitut gehört.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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