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Vorfälligkeitsentschädigung Hausverkauf mit Sondertilgungsrecht

14.03.2013 17:56 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Guten Tag,

auf Grund einer Trennung muss unser Haus verkauft werden.

Kontostand 12.2011: 166.600,- €
Kreditlaufzeit 2009 - 2017
Effektivzins: 5,69

Wir haben jährlich ein Sondertilgungsrecht von 17.000 € vereinbart.
Mit dem Vermerk: "Nicht ausgenutzte Sondertilg.-Rechte können nicht auf Folgejahre übertragen werden"

Die Bank möchte 18.100,- € als Vorfälligkeit.

a) Ist das so in Ordnung? Kann bei einer vorzeitigen Ablösung nicht die Sondertilgung eingerechnet werden? Falls ja - für die kpl. Laufzeit?

b) Habe außerdem gelesen, dass in den Widerrufsbelehrungen der Banken oft Fehler enthalten sind. Worauf muss man da achten?

c) Weiterhin steht in den Geschäftsbedingungen:....Kunde oder Bank können jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen bzw. ...wenn ein wichtiger Grund vorliegt aufgrund dessen die Fortsetzung der Geschäftsbeziehung nicht zugemutet werden kann...

Wenn ein Haus verkauft wird, besteht doch ein "wichtiger Grund".

Beste Grüße aus der Heide
R.G.


Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen in der durch Ihren geringen Einsatz gebotenen Kürze wie folgt:

Die Bank möchte 18.100,- € als Vorfälligkeit.

a) Ist das so in Ordnung? Kann bei einer vorzeitigen Ablösung nicht die Sondertilgung eingerechnet werden? Falls ja - für die kpl. Laufzeit?

Sondertilgungsrechte sind bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung zu berücksichtigen. Entsprechend haben beispielsweise das Landgerichten Darmstadt mit Urteil vom 23.08.2006 (Az. 25 S 43/06) und das Landgericht Heidelberg mit Urteil vom 13.02.2006 (Az. 1 O 219/05)entschieden.

Ob der von der Bank geforderte Betrag richtig und unter Berücksichtigung der Sondertilgungsrechte berechnet wurde, kann man aufgrund Ihrer Angaben nicht beantworten. Die Bank muss Ihnen aber die Kalkulation offen legen.

b) Habe außerdem gelesen, dass in den Widerrufsbelehrungen der Banken oft Fehler enthalten sind. Worauf muss man da achten?

Wie der Kollege in der Nachfrage bereits sagte: Sie müssen auf die Formulierung achten! In Anlage 6 zu Art. 247 § 6 Absatz 2 und § 12 Absatz 1 EGBGB finden Sie eine vom Gesetzgeber vorgegebene Mustererklärung.

c) Weiterhin steht in den Geschäftsbedingungen:....Kunde oder Bank können jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen bzw. ...wenn ein wichtiger Grund vorliegt aufgrund dessen die Fortsetzung der Geschäftsbeziehung nicht zugemutet werden kann...

Wenn ein Haus verkauft wird, besteht doch ein "wichtiger Grund".

Nein, der Verkauf der finanzierten Immobilie stellt keinen wichtigen Grund zur fristlosen Kündigung dar.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Wessel, Rechtsanwalt

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