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Vorerbe-Nacherbeübrige


31.01.2006 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin verheiratet und habe 2Kinder. Im Rahmen eines gegenseitigen
Testamentes möchte ich u.a. verankern, dass meine Kinder mein
Einfamilienhaus als Nacherben erhalten und meine Frau Vorerbe
bei meinem Ableben wird. Sie soll aber das restliche Vermögen
allein erben. Wie sollte ich diesen Sachverhalt formulieren?

Weiterhin möchte ich den Pflichtteilsanspruch meiner Tochter aus
1.Ehe minimieren, da sie keinen Kontakt mit mir aufnimmt.
Kann ich durch Vorausvermächtnisse an meine beiden Kinder
den Geldanspruch senken, da ja die Vermächtnisse meinen Nachlass
an die Ehefrau verringern.

Für entsprechende Formulierungsvorschläge bedanke ich mich im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
31.01.2006 | 17:16

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich möchte sie sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Informationen wie folgt summarisch beantworten.

1. Einleitung

Vorab muss und möchte ich darauf hinweisen, dass diese Beratung keinesfalls eine vollständige erbrechtliche Beratung ersetzen kann. Insoweit wären mehrere Entwürfe notwendig, die eingehend besprochen werden müssten. Von daher kann ich Ihnen, angesichts ihrer gestalterischen Ideen, nur empfehlen, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens mit einer kompletten Abfassung des betreffenden Testaments zu beauftragen. Dies kann und soll dieses Forum naturgemäß nicht ersetzen (vergleiche dazu auch die Betreiberrichtlinien im Fragefenster).

2. Frage Gestaltung

Bezüglich Ihrer Frage möchte ich weiterhin anmerken, dass eine Nacherbschaft immer eine Vorerbschaft (am gesamten Nachlass, also Vermögen und Immobilie, voraussetzt. Von daher würde ich meinen, dass Ihren Interessen eine komplette Vorerbschaft am ehesten gerecht würde, mit gewissen Zusätzen:

„Wir, die Eheleute…, setzen uns hiermit gegenseitig zu alleinigen Erben ein. Der Längstlebende von uns beiden soll über das eigene Vermögen sowie über den Nachlass frei verfügen können.

Zu Erben des Längstlebenden von uns beiden bestimmen wir…..

Der Vorerbe ist von allen gesetzlichen Beschränkungen und Verpflichtungen, soweit gem. § 2136 BGB zulässig, befreit.“


Ergänzend käme dazu in Betracht, ein Vorausvermächtnis für das Haus anzuordnen. Es käme auch in Betracht, lediglich ein Vollerbe für die Frau einzurichten und zugleich ein Vermächtnis wegen des Hauses anzuordnen. Dies wäre aber Tatfrage und etwaig mit einem Rechtsanwalt/Notar Ihres Vertrauens zu klären. Erbschaftssteuerrechtlich wäre insoweit auch an eine vorweggenommene Erbfolge zu denken. Sie sehen also, es gibt einige Gestaltungsmöglichkeiten!


2. Tochter

Vorausvermächtnisse werden bei der Berechnung des Pflichtteilanspruches nicht abgezogen; Hilfreich sind insoweit nur Schenkungen vorab (auch im Rahmen von Übergabeverträgen üblich), die auch den Steuerfreibetrag sinnvoll umsetzen können. Allerdings sind dabei innerhalb von 10 Jahren ab Übertragung noch Pflichtteilsergänzungsansprüche möglich, die obendrein (bei Einräumung von Nießbrauch z. B.) nicht immer auch effektiv zu laufen beginnen.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere (sehr zu empfehlende!) Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail! Ansonsten wenden Sie sich bitte an Ihren Anwalt Ihres Vertrauens vor Ort!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2006 | 20:00

Vielen Dank, nachfolgend noch einige offene Fragen:
1. Kann der ansonsten befreite Vorerb dahingehend im Testament eingeschränkt werden, dass er das Haus nicht veräußern kann?

2. Warum können meine Frau und ich uns nicht als
nicht befreite Vorerben einsetzen?

3. Wann wäre das Vorausvermächtnis über das Haus einzulösen;
nach dem Tod des Letztlebenden?
Ist sichergestellt, dass meine Frau das Haus ohne Beschränkungen
bis zu ihrem Ableben nutzen kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2006 | 23:28

1. Sie können auch eine nicht befreite Vorerbschaft einrichten. Wenn sie allerdings eine Veräußerungsbeschränkung einrichten, wird keinerlei Verfügung darüber möglich sein.

2. Ein Vorausvermächtnis wäre mit dem Todesfall einzulösen, eine sonstige Schenkung davor abzuwickeln. Im Zweifel wäre ein Wohnrecht dienlich, dass Ihre Frau das Haus bis zum Ableben dann nutzen kann.

Ich kann Ihnen insgesamt nur raten, einen Anwalt mit der konkreten Testamentsabfassung einzuschalten.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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