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Vorerbe, Nacherbe


23.09.2007 14:13 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Sehr geehrte Rechtsanwälte,

ich benötige Ihre Hilfe in folgender Sache.


Mein Vater hat zu Lebzeiten einen notarielles Testament gemacht. Darin ist meine Mutter Vorerbin und ich als Sohn als Nacherbe genannt. 1997 verstarb mein Vater. Im notariellem Testament steht NICHTS über unbefreite oder befreite Vorerbschaft. Es wurden keine weitere Auflagen erwähnt.

Vor ca. 12 Monaten habe ich durch Zufall den Schein über die „Angaben zum Wert des Nachlasses“ gefunden. Darin wurde unter anderem ein Barvermögen genannt, Anteil des Erblassers 50%. Nachdem ich bei ihr das Thema auf das Bargeld aus dem Nachlass meines Vaters gebracht hatte, gab meine Mutter mir zur Antwort, das habe sie ALLES (also auch ihr Bargeld) ausgegeben!!! Sozusagen, was weg ist, ist weg!!!!!!!!!

Nun kommt mein eigentliches Problem.
Nachdem das Bargeld jetzt schon ausgegeben ist und ich schlecht meine Mutter verklagen kann, ist meine aktueller Stand, dass sie ein Grundstück meinen Kinder überschreiben möchte. Im Grundbuch steht sie als Eigentümerin aber es gibt kein Eintrag über eine Vorerbschaft.

Nun meine Fragen:

1) Besteht die Möglichkeit, dass sie das heimlich ohne mein Wissen durchziehen kann? Zumal das Grundbuchamt ja von einer Vorerbschaft nichts weiß.

2) Was kann ich unternehmen, bzw. wie kann ich das verhindern, selber einen Eintrag ins Grundbuch veranlassen?


Das Testament, der Grundbucheintrag und die Wertangeben des Nachlasses von 1997 sind in meinem Besitz.

Vielen Dank

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Der Vorerbe ist nach §§ 2112, 2113 BGB (sh. Anhang) beschränkt. Die Verfügungen über Grundstücke sind im Falle des Eintritt des Nacherbefalls unwirksam, wenn Sie diesen benachteiligen. Ein Ausschluss dieser Beschränkung erfolgte nach Ihren Darstellungen nicht. Eine Übertragung kann ohne Ihrer Zustimmung nicht mehr erfolgen.

Ihre Mutter kann unter den derzeitigen Bedingungen eine Umschreibung vornehmen, da im Grundbuch keine Eintragung vorhanden ist. Sie sollten eine die Vor- /Nacherbschaft beim Grundbuch anzeigen und eintragen lassen. und unter Vorlage des Testamentes Gegebenenfalls können Sie der Umschreibung durch ein gerichtliches Verfahren entgegentreten.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung
Simone Sperling
Rechtsanwältin
Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de

Anhang

§ 2112 Verfügungsrecht des Vorerben
Der Vorerbe kann über die zur Erbschaft gehörenden Gegenstände verfügen, soweit sich nicht aus den Vorschriften der §§ 2113 bis 2115 ein anderes ergibt.




§ 2113 Verfügungen über Grundstücke, Schiffe und Schiffsbauwerke; Schenkungen
(1) Die Verfügung des Vorerben über ein zur Erbschaft gehörendes Grundstück oder Recht an einem Grundstück oder über ein zur Erbschaft gehörendes eingetragenes Schiff oder Schiffsbauwerk ist im Falle des Eintritts der Nacherbfolge insoweit unwirksam, als sie das Recht des Nacherben vereiteln oder beeinträchtigen würde.
(2) 1Das Gleiche gilt von der Verfügung über einen Erbschaftsgegenstand, die unentgeltlich oder zum Zwecke der Erfüllung eines von dem Vorerben erteilten Schenkungsversprechens erfolgt. 2Ausgenommen sind Schenkungen, durch die einer sittlichen Pflicht oder einer auf den Anstand zu nehmenden Rücksicht entsprochen wird.
(3) Die Vorschriften zugunsten derjenigen, welche Rechte von einem Nichtberechtigten herleiten, finden entsprechende Anwendung.



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