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Vorauszahlung ärztliche Leistung ohne Absprache


11.06.2018 18:00 |
Preis: 40,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mit meiner Zahnärztin habe ich gemeinsam einen Kostenplan über
zahnärztliche Leistungen vor Monaten unterschrieben. Über eine Vorauszahlung
wurde nichts erwähnt und schriftlich vereinbart. Jetzt als die bevorstehende
Behandlung in einer Woche anstand, fordert die Zahnärztin plötzlich vor Beginn der
Behandlung eine Vorauszahlung über 800 € bei Gesamtkosten von über 1.800 €.

Ich bin Privatpatient und mein Krankenversicherer zahlt bisher anstandslos.
Allerdings ca. 4 Wochen nach Rechnungstellung. Rechnungstellung bekomme
ich aber erst ca. 3 Wochen nach Behandlung. .

Ist das Rechtens und kann sie das fordern ?
11.06.2018 | 19:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist umstritten, ob (Zahn)Ärzte von privat Versicherten einen Vorschuss für die Behandlung (§ 630a BGB) fordern dürfen.

Einige Berufsgenossenschaften und Gerichte verneinen dies.
Da aber keine gesetzliches Verbot geregelt ist, ist wohl davon auszugehen, dass ein Vorschuss zulässig ist.

Selbstverständlch können Sie eine Vorschussrechnung fordern und diese bei Ihrem Versicherer einreichen.

Nehmen Sie Kontakt mit der Landesärztkammer auf, was die davon häöt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt



Ergänzung vom Anwalt 14.06.2018 | 13:27

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Forderung eines Vorschusses ohne Vereinbarung ist unrechtmäßig,
da bei Dienstverträgen, wie auch der Arzt- bzw. Behandlungsvertrag einer ist,
der Dientsverpflichtete zur Vorleistung verpflichtet ist, § 614 S. 1 BGB.

Informieren Sie die Landesärztekammer.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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