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Vorausvermächtnis verfügt?

| 26.08.2011 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


17:02

Die Ehegatten in zweiter Ehe ohne Kinder verfügen:

"da wir keine gemeinsamen Kinder haben, sondern jeder Ehepartner zwei Kinder aus früherer Ehe hat, soll durch dieses Testament weiter erreicht werden, dass das jeweilige Familienvermögen in der jeweiligen Familie verbleibt."

Es werden dann nocht weitere kleine persönliche gegenstände als Vermächtnis und ein größeres Geldvermächtnis an einen Enkel verfügt.

Am Ende des Tetsamentes werden 5 Schlusserben (jeweils die beiden leiblichen Kinder und ein Enkel eingesetzt).

Handelt es sich bei dem jeweiligen Familienvermögen jeweils um ein Vorausvermächtnis an die jeweiligen beiden leiblichen Kinder der Eheleute aus erster Ehe, so dass lediglich der nach Abzug der Vorausvermächtnisse (Familienvermögen) noch verbleibende Nachlass, also dass sonstige Vermögen zu jeweils 1/5 aufzuteilen wäre?


Es wird behauptet, Vermächtnisse bedürfen keines besonderen Wortlautes, lediglich der wirkliche Wille der Erblasser sei entscheidend.

Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung.

26.08.2011 | 15:46

Antwort

von


(1213)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst gehe ich davon aus, daß es sich hier nur um einen Auszug aus der letztwilligen Verfügung und nicht um deren vollständigen Text handelt. Handelte es sich um den vollständigen Text, müßte man von einer nicht gerade gelungenen Formulierung einer letztwilligen Verfügung sprechen.


2.

Die Formulierung, durch dieses Testament solle erreicht werden, daß das jeweilige Familienvermögen in der jeweiligen Familie verbleibe, will man wohl sagen, daß Erben Ehemanns Mitglieder dessen Familie werden sollen. Umgekehrt soll der Nachlaß der Ehefrau deren Familie zufallen.

Das heißt aber zunächst, daß im Todesfall eines Ehegatten der andere Ehegatte von der Erbschaft ausgeschlossen ist. Der andere Ehegatte wird folglich jeweils "enterbt".

Im Sachverhalt heißt es dann weiter, daß fünf Schlußerben bestimmt worden seien. Das läßt vermuten, daß das Testament nicht im vollen Wortlaut wiedergegeben worden ist. Kennt man das vollständige Testament nicht, kann man Fragmente des Testaments nicht rechtssicher beurteilen, da deren Reichweite vom gesamten Inhalt der letztwilligen Verfügung abhängt. Wegen dieser Unklarheiten aufgrund der unzulänglichen Sachverhaltsschilderung ist der Rechtsanwalt darauf angewiesen, Vermutungen anzustellen.

Der Inhalt des zitierten Ausschnitts des Testaments läßt die Vermutung naheliegend erscheinen, daß es sich gegenseitiges wechselbezügliches Ehegattentestament handelt, in dem sich beide Eheleute zu Alleinerben einsetzten. Im Fall des letztversterbenden Ehegatten sollen dann die fünf Schlußerben "zum Zuge" kommen.


3.

Problematisch wird dann aber die Frage, zu wessen Vermögen der Nachlaß gehört.

Ein Vermächtnis umfaßt einzelne Gegenstände aus dem Nachlaß. Wenn das gesamte Vermögen angesprochen ist, so wie hier, liegt kein Vermächtnis, sondern eine Erbeinsetzung vor. Folglich kann auch nicht von einem Vorausvermächtnis gesprochen werden.

Im Grunde wollen Sie erreichen, daß die Kinder des Ehemanns dessen Vermögen erben und die Kinder der Ehefrau sollen deren Nachlaß erhalten. Der Enkel wäre dann einer der beiden Familien zuzuordnen. Was geschehen soll, wenn ein Ehegatte vorverstirbt, ergibt sich aus dem Sachverhalt nicht. Man kann also nicht so rechnen, wie Sie es beschreiben.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt




Rückfrage vom Fragesteller 26.08.2011 | 15:59

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Es ist ein Berliner Testament. Ehegatten setzten sich Gegenseitig als Alleinerben ein. Die vermögende Ehefrau ist Letztversterbende.

Ihr Haus,als einzelner Gegenstand ist Ihr wesentliches Familienvermögen, wenngleich nicht das einzige.

Sie schreiben: "Man kann also nicht so rechnen, wie Sie es beschreiben."

Ich bitte freundlich um Beantwortung meiner Frage, "ob ein Vorausvermächtnis gemeint ist", welches insbesondere das Hausgrundstück enthält.

Was gemeint ist, verstehen alle Personen und Zeugen bis auf eine Person so wie Sie und ich.

Herzlichen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.08.2011 | 17:02

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Wie ich in meiner Antwort bereits gesagt habe, ist hier nicht von einem Vermächtnis auszugehen, sondern von einer Erbeinsetzung. Das ergibt sich bereits daraus, daß das Hausgrundstück das wesentliche Vermögen der Erblasserin ist.

Die Erben stehen jetzt vor dem Problem, daß man festlegen muß, wem welches Vermögen der verstorbenen Eheleute zuzuordnen ist.

Nach dem Testament soll es wohl so sein, daß Schlußerben nach dem Letztversterbenden die fünf genannten Personen sind. Mit einem Vermächtnis hat das nichts zu tun.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.08.2011 | 10:42

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wenn zu wenig Informationen geliefert werden, dann hätte man dies auch konkret mitteilen können, ehe auf eine Frage mit zu wenig Informationen geantwortet wird. Da ja im Testament von einem Vermächtnis die Rede war (womit auch der Grundbesitz hemeint war, aber nicht explizit geäußert), hätte danach gefragt werden können, wie das formuliert war und um mehr Information dazu gebeten werden können.

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Es ist Sache des Fragestellers, eine Frage präzise zu formulieren. Schildert der Fragesteller den Sachverhalt nur unvollständig, kann das die rechtliche Beurteilung entscheidend beeinflussen. Die Plattform "frag-einen-anwalt.de" bietet nicht die Möglichkeit, weitere Informationen beim Fragesteller einzuholen. Der Rechtsanwalt kann, wenn ihm die Frage vom Betreiber dieser Internet-Seite (Fa. QNC GmbH)zugeteilt worden ist, keine Fragen stellen, sondern nur die Frage auf der Grundlage der Fragestellung beantworten und ggf. auf Unklarheiten hinweisen. Beides ist hier geschehen. Nachdem der Fragesteller im Rahmen seiner Nachfragemöglichkeit Informationen "nachgeschoben" hatte, ist die Antwort nochmals konkretisiert worden. Der Fragesteller hat alle Informationen erhalten, die er gewünscht hat. Offen geblieben ist nichts. Sonderwünsche, die der Fragesteller in der "Bewertung" äußert, kann der Anwalt nicht erfüllen. Das ermöglicht das System nicht. Damit ist die Bewertung ungerechtfertigt.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.08.2011
2,8/5,0

wenn zu wenig Informationen geliefert werden, dann hätte man dies auch konkret mitteilen können, ehe auf eine Frage mit zu wenig Informationen geantwortet wird. Da ja im Testament von einem Vermächtnis die Rede war (womit auch der Grundbesitz hemeint war, aber nicht explizit geäußert), hätte danach gefragt werden können, wie das formuliert war und um mehr Information dazu gebeten werden können.


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