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Vorausvermächtnis nach Tod eines Elternteils ändern

19.09.2008 23:07 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Hallo,

meine Eltern haben ein gemeinschaftliches Berliner Testament gemacht. Darin sind für mich und meine Schwester eindeutige Vermächtnisse formuliert, das Testament ist mit Sicherheit mit einem Fachmann gemacht worden.

2000 ist meine Mutter gestorben.Mein Vater war damals Alleinerbe.
Dieses Jahr im Januar ist dann mein Vater gestorben.

Ich war das schwarze Schaf der Familie für ihn und wir haben immer nur gestritten, meine Mutter hielt zu mir.

Dieser Umstand hat ihn veranlasst, ein Zusatz-Nachtragstestament zu machen in dem einfach drin steht:

Alles was da ist in einen Topf, die Tochter Barbara (ich) bekommt aber eine Beschränkung auf ihren Anteil: 10 Jahre dürfen die Wohnungen nicht verkauft oder beliehen werden, der Rest ist 10 Jahre fest anzulegen.
Also: Ja kein Bargeld!!!!
Die Vorausvermächtnisse (Bausparer, Lebensversicherungen etc), wurden vorab von ihm allesamt aufgelöst und umgeschichtet,
z.B. die mir im Vermächtnis zugeschriebene Lebensversicherung liegt nach Zusatztestament in Form von Aktien vor und soll nun mit meiner Schwester 1:1 geteilt werden. Der Bausparer steckt inzwischen in einer der Wohnungen etcpp.
Es geht um sehr viel Geld haben oder nicht haben für mich.

Meine Frage:

Ist die Änderung dahingehend wirksam, dass sowohl erhebliche Werte des Vorausvermächtnisses für mich verlohren gehen (schließlich war das wohl nicht der Wille meiner Mutter)und zudem noch vor meinem Zugriff über Vermögensverwalter beschränkt ist?

Über eine rasche Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden,
viel Geld hab ich allerdings nicht....vielleicht noch nicht.

Mit freundlichen Grüßen

B.D.

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes zusammenfassend wie folgt:

Vorab muss ich aber betonen, dass eine Beurteilung Ihrer Erbansprüche nur möglich ist, wenn man sowohl das ursprüngliche wie auch das neue Testament im Wortlaut kennt.

Dennoch kann ich Ihnen allgemein folgendes sagen: Ein gemeinschaftliches Testament zwischen Ehegatten kann nicht mehr geändert werden, wenn einer der Ehegatten bereits verstorben ist (§ 2271 BGB). Es spricht also einiges dafür, dass das gesamte "Zusatztestament" des Vaters völlig unwirksam ist und daher nach wie vor die ursprüngliche Regelung gilt.

Theoretisch ist es aber möglich, dass bereits im gemeinschaftlichen Testament Ihrer Eltern dem überlebenden Ehegatten die Möglichkeit eingeräumt worden ist, das Testament ungeachtet des oben zitierten § 2271 BGB zu ändern.

Daher muss das Testament geprüft werden. Ich empfehle Ihnen dringend, mit dieser Angelegenheit einen im Erbrecht tätigen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Gerne stehe ich Ihnen für eine Nachfrage oder eine weitergehende Interessensvertretung in dieser Sache zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 19.09.2008 | 23:41

Vielen Dank
es ist im ursprünglichen Testament nichts ausdrücklich erwähnt, dass das Testament nach Ableben eines Elternteils geändert werden kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2008 | 14:04

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn dem überlebenden Ehegatten nicht ausdrücklich das Recht zugestanden wurde, das Testament zu ändern, dann darf er dies auch gem. § 2271 BGB nicht tun.

Ein neues Testament, ebenso wie neue Testamentszusätze, sind dann unwirksam.

Von daher sieht die Sache für Sie sehr gut aus. Trotzdem kann ich nur dringend empfehlen, die Testamente von einem Anwalt prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

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