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Voraussetzung Renteneinstieg mit 60 Jahren


| 04.04.2005 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Welche rechtlichen Bedingungen sind an einen Renteneinstieg mit 60 Jahren für eine berufstätige Frau Jahrgang 1956 gestellt (Rentenabschläge, Schwerbehinderung, Arbeitslosigkeit, Berufunfähigkeit)

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

1)
Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen kann man erhalten, wenn man das 60. Lebensjahr vollendet hat,
bei Rentenbeginn anerkannter Schwerbehinderter ist und
die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hat.

Versicherte, die vor dem 1.1.1951 geboren sind, können diese Altersrenten auch bekommen, wenn sie anstelle der Schwerbehinderung berufs- oder erwerbsunfähig sind.

Diese Voraussetzung ist in Ihrem Fall jedoch nicht gegeben.

Die Anhebung der Altersgrenze betrifft Versicherte, die ab Januar 1941 geboren sind. Für diese Versicherten wurden die Altersgrenzen stufenweise auf das 63. Lebensjahr angehoben.

Man kann aber, wie bisher, ab dem 60. Lebensjahr Rente beanspruchen, muss dann aber Abschläge in Kauf nehmen: 0,3 Prozent für jeden Monat, den man eher in Rente geht, maximal also 10,8 Prozent.

Wenn man vor dem 63. Lebensjahr in Rente gehen möchte, mindert sich die Rente nicht nur um die Abschläge, sondern zusätzlich auch um die fehlenden Rentenbeträge, die bis zum normalen Rentenbeginn mit 63 Jahren noch erwirtschaftet worden wären.


2)

Die Rente wegen Erwerbsminderung wird in Abhängigkeit von der ärztlich festgestellten Leistungsfähigkeit als Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung gezahlt.
Teilweise erwerbsgemindert ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit zwischen drei bis unter sechs Stunden täglich im Rahmen einer 5-Tage-Woche erwerbstätig sein kann.
Voll erwerbsgemindert ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann.

Bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres hat man einen Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung, wenn folgende Punkte zutreffen:

Man ist voll oder teilweise erwerbsgemindert.

Man hat vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt, auf die Pflichtbeiträge, freiwillige Beiträge, Ersatzzeiten und Monate aus dem Versorgungsausgleich und Zeiten aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung angerechnet werden.

Man hat in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt.

Der Fünf-Jahreszeitraum wird unter bestimmten Voraussetzungen verlängert.

Oder man hat bereits vor dem 1.1.84 die allgemeine Wartezeit erfüllt und hat ab Januar 1984 bis zum Eintritt der Erwerbsminderung ein lückenloses Rentenkonto.

3)

Anspruch auf Rente wegen Arbeitslosigkeit oder Altersteilzeit haben Versicherte, die vor dem 1. Januar 1952 geboren sind,
mindestens 60 Jahre alt sind und entweder bei Beginn der Rente arbeitslos waren und nach Vollendung des 58. Lebensjahres und sechs Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos waren oder deren Arbeitszeit aufgrund von Altersteilzeitarbeit für mindestens 24 Kalendermonate vermindert wurde 15 Jahre Beiträge haben und
in den letzten zehn Jahren vor Beginn der Rente mindestens acht Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben.

Diese Voraussetzungen liegen in Ihrem Fall nicht vor, wegen des Jahrgangs 1956.

Ab dem Jahrgang 1946 wird die Altersgrenze für einen vorzeitigen Ruhestand schrittweise auf das 63. Lebensjahr angehoben. Damit können alle ab Dezember 1948 geborenen Versicherten diese Rente frühestens mit 63 Jahren beziehen, gegen Abschläge bis zu 7,2 Prozent. Ab Geburtsjahrgang 1952 besteht kein Anspruch mehr auf Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit.

In Ihrem Fall besteht daher keine solcher Anspruch auf Rente wegen Arbeitslosigkeit oder Altersteilzeit.

Im Ergebnis käme daher eine Rente wegen Schwerbehinderung ab 60 mit Abschlägen oder ab 63 ohne Abschläge in Frage.

Erwerbsunfähigkeitsrente käme alterunabhängig in Frage, soweit entsprechende Erwerbsminderung tatsächlich vorliegt.

Rente wegen Arbeitslosigkeit oder Altesrteizeit ist ausgeschlossen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2005 | 11:49

Danke für die prägnante und schnelle Antwort.
Kurze nachfrage: Ist die Rente mit 60 wegen Schwerbehinderung mit Abschlägen von max. 10,8% gekoppelt an einen Mindestprozentsatz der Schwerbehinderung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2005 | 16:20

Bei der vorgezogenen Rente wegen Schwerbehinderung muss der Grad der Behinderung mindestens 50 % betragen.

Bewertung des Fragestellers |


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