Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vor der vertraglichen Kündigungsfrist das Unternehmen verlassen können


| 28.11.2006 19:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit knapp 2 Jahren in einem Unternehmen beschäftigt und Geschäftsbereichsleiter mit Prokura.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmnens hat sich stark verschlechtert, so dass absehbar ist, dass innerhalb von 4 Wochen die Liquidität aufgezehrt ist. Bereits vor Monaten haben die Geschäftsbereichsleiter auf diese Problematik hingewiesen und ein Sanierungskonzept gefordert (und teilweise auch schon detailliert vorgeschlagen). Dies ist vom Top-Management ignoriert worden.

Mittlerweile ist eine Kapitalerhöhung zwar geplant und genehmigt aber belegbar höchst unwahrscheinlich.
Gleichzeitig ist ein Merger mit einem Partner ebenfalls in der Planung, der aber ohne zusätzliches Kapital der Altinvestoren (die wollen diesen Merger nicht) erst im nächsten Jahr vollzogen werden kann und unter den Bedingungen des Partners ebenfalls belegbar höchst unwahrscheinlich.

Ein Ende der Gesellschaft zum Jahresende scheint damit so gut wie sicher.

Im Rahmen der jüngst (aber zu spät und aus meiner Sicht falsch) eingeleiteten Sanierungsmassnahmen, sind die meisten meiner Mitarbeiter in meinem Bereich gegen meinen Willen gekündigt worden bzw. haben Änderungskündigungen mit Gehaltsverzicht bekommen (und zurecht nicht akzptiert). Ausserdem hat sich der Aufgabenbereich meines Bereich teilweise geändert. Hier wurde ich als Bereichsleiter in beiden Fällen nicht gefragt, ob das Sinn macht oder ob ich diese Veränderungen akzeptiere bzw. in den Fragen der Gehaltskürzungen war ich strikt dagegen.

Um schnellstmöglich eine neue Beschäftigung zu bekommen, habe ich bereits selbst gekündigt. Ein Aufhebungsvertrag ist ebenfalls verhandelt, allerdings mit 2 Monaten Kündigungsfrist.
Da das Unternehmen aus meiner Sicht nur noch eine Lebensdauer von 1 Monat hat, berechtigte und fällige Prämien an mich seit einem Jahr nicht gezahlt hat (noch keine Mahnung geschickt von mir), würde ich das Unternehmen gerne innerhalb von 1 Monat verlassen (Mein Vertrag gibt 3 Monate vor), da ich kurzfristig einen neuen Job anfangen könnte.
Ich könnte jetzt eine fristlose Küdigung provozieren (ob ich die dann wirklich bekomme, ist die spannende Frage), wobei mir egal ist, ob ich ein Zeugnis, eine Abfindung oder irgendwas bekomme.

Welche Möglichkeiten habe ich, tatsächlich hier schnell rauszukommen? Ich habe am 22.11. selber gekündigt und würde gerne zum 31.12. raus. Mein Aufhebungsvertragsangebot ist zum 31.01. des nächsten Jahres.

Freue mich auf Ihre Antwort.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Darstellung würde ich persönlich empfehlen, das Arbeitsverhältnis aufgrund der seit einem Jahr ausstehenden Prämien fristlos zu kündigen.

Um sicher zu gehen, dass keine Zweifel an dem zu fordernden "wichtige Grund" aufkommen, könnten Sie Mitte Dezember eine letzte Frist (1 Woche) zur Nachzahlung setzen. Nach Ihrer Schilderung ist höchtswahrscheinlich, dass diese Frist fruchtlos verstreicht. Danach können Sie getrost die fristlose Kündigung erklären.

Von der Provozierung einer fristlosen Kündigung durch den Arbeitgeber kann ich nur abraten, da Sie sich in diesem Fall u.U. schadensersatzpflichtig machen.

Mit freundlichem Gruß

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2006 | 21:48

Sehr geehrter Herr Wundke,

vielen Dank für die schnellen und guten Nachrichten.

Sie sagten, ich solle fristlos kündigen. Ich habe "leider" bereits gekündigt mit dem Wortlaut "zum nächst möglichen Termin", um erst einmal unverbindlich zu bleiben (also ohne Angabe von Fristen und von Gründen) und um vielleicht eine einvernehmliche Einigung hinzubekommen.

Gleichzeitig habe ich der Firma als "Verhandlungsmasse" in drei Gesprächen bislang angeboten, auf jegliche Ansprüche zu verzichten, wenn wir einen Aufhebungsvertrag zum 31.12. hinbekommen. Auf dieses Angebot sind die nicht eingegangen.

Sollte ich jetzt noch einmal eine fristlose Kündigung hinterherschieben, mit dem Hinweis auf die nicht gezahlte Prämie bei gleichzeitiger Anmahnung der selbigen?

Beste Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2006 | 22:52

Genau das sollten Sie tun, um dass gewünschte Ziel doch noch zu erreichen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Zahlungsausstand bisher nicht zur Begründung einer anderen Kündigung geworden ist bzw. Gegenstand einer vergleichsweisen Regelung.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr gut und extrem schnell! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER