Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Von verstorbenem Vater eingereichte Klage


24.02.2006 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Mein Vater ist letzten August verstorben. Nun habe ich von einem Anwalt eine Rechnung bekommen und so erfahren, dass eine Klage gegen einen Arzt,die mein Vater eingereicht hatte, noch am laufen ist. Hierbei handelte es ich um eine OP an der Hand, die bei ihm nicht korrekt durchgeführt worden war.Nach dieser OP konnte er seine Hand nicht mehr schließen. Mein Vater war Italienier und in Italien wohnhaft, die OP fand auch in Italien statt.

Da ich meinen Vater nur ein- bis zwei mal im Jahr sah,(ich wohne hier in D und bin Doppelstaatler) weiss ich eigentlich nicht mehr. Fakt ist, dass die Angelegenheit auf höhere Instanzen weiterlief und nun ein Termin im April ist. (Die ganze Sache läuft seit 1999 und der Anwalt weiss seit August, dass mein Vater verstorben ist!) Er fragt mich nun an, ob ich als Erbin diesen Prozess weiterführen möchte. Auch weist er mich darauf hin, dass falls ich dies nicht wünsche, die Gegenpartei dies trotzdem verlangen kann.

Meine Frage ist: Stimmt es, dass die angeklagte Partei darauf bestehen kann, dass die Angelegenheit gegen die Erben weitergefüht werden kann und dass im April eine Verhandlung stattfinden kann auch wenn der Kläger (mein Vater) verstorben istund sein Anwalt dies sofort wusste?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Ich gehe davon aus, dass der Prozess in Italien stattfindet und daher auch italienisches Recht Anwendung findet. Leider kann ich nur unter Zugrundlegung deutschen Rechts Auskunft geben:

Das deutsche Recht sieht für den Fall des Todes der Partei eine Fortsetzung des Rechtsstreits durch den Rechtsnachfolger vor (s.u.). Nur, solange der Erbe die Erbschaft nicht angenommen hat, ist er von der Fortsetzung des Rechtsstreits befreit (Abs. 5). Abs. 2 bis 4 geben dem Gegner die Möglichkeit, Verzügerungen durch den Erben zu vermeiden. Ich gehe davon aus, dass diese Grundsätze auch auf im italienischen Recht Anwendung finden.

Sollte Ihr Vater den Anwalt ordnungsgemäß bevollmächtigt haben, befürchte ich, dass Sie sich mit dem Fall nunmehr auseinander werden setzen müssen.

239
Unterbrechung durch Tod der Partei
(1) Im Falle des Todes einer Partei tritt eine Unterbrechung des Verfahrens bis zu dessen Aufnahme durch die Rechtsnachfolger ein.
(2) Wird die Aufnahme verzögert, so sind auf Antrag des Gegners die Rechtsnachfolger zur Aufnahme und zugleich zur Verhandlung der Hauptsache zu laden.
(3) Die Ladung ist mit dem den Antrag enthaltenden Schriftsatz den Rechtsnachfolgern selbst zuzustellen. Die Ladungsfrist wird von dem Vorsitzenden bestimmt.
(4) Erscheinen die Rechtsnachfolger in dem Termin nicht, so ist auf Antrag die behauptete Rechtsnachfolge als zugestanden anzunehmen und zur Hauptsache zu verhandeln.
(5) Der Erbe ist vor der Annahme der Erbschaft zur Fortsetzung des Rechtsstreits nicht verpflichtet.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER