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Von Vollzeit auf Teilzeit nach d. Erz.Jahr


| 06.12.2005 15:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Guten tag,

mein Problem : Ich bin momentan noch im 3. Erziehungsjahr, am 6.2.06 beginnt wieder mein Arbeitsverhältniss. ich selber bin alleinerziehende Mutter. Möchte jetzt gern auf teilzeit gehen, habe vorher Vollzeit gearbeitet von 8.00-17.00 und auch Überstunden. jetzt verweigert mit mein Arbeitgeber den teilzeitjob ( Sped. mit mehr als 15 Angestellten ), er bietet mir Vollzeit an von 4.00-13.00 oder in der Spätabfertigung die meist bis 22.00 geht. Das geht nicht, da ja mein Sohn in den Kindergarten gehen wird, der hat aber wiederum nur von 7.00-16.30 geöffnet. Den Antrag auf Teilzeit habe ich der Firma schriftlich mitgeteilt und daraufhin heute das Schreiben bekommen das es abgelehnt wird. Außerdem steht in dem schreiben, wenn ich das Angebot annehme von 4.00 uhr arbeite müßten Sie die kollegin entlassen die das schon seit jahren macht !
Durch das ganze kann ich dem Kindergarten nichts schrifliches geben , da ich nicht weiß wielange ich arbeiten werde und was ich verdienen werde wenn ich auf 6 Std. gehen sollte. das heißt ich kann somit auch noch keine Unterstützung beim Jugendamt bekommen ( bez. des Kindergartens ) da die ja wiederum mein Einkommen wissen müssen. Können sie mir helfen ?

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Sehr geehrte Fragestellerin,


gerne will ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Da ich davon ausgehe, dass Sie vor Ihrer Erziehungszeit schon länger als sechs Monate bei Ihrem Arbeitgeber gearbeitet haben, ist das Teilzeitbefristungsgesetz auf Sie anwendbar. Dieses sieht in § 8 einen Anspruch auf Teilzeitarbeit vor.
Der Antrag muss dabei aber mindestens drei Monate vor Beginn der ´Teilzeitarbeit vorliegen. Widerspricht der Arbeitgeber dann nicht, so gilt die neue Arbeitszeit als genehmigt.

In Ihrem Fall ist es nun aber so, dass Ihr Arbeitgeber bereits widersprochen hat. Es kommt nun darauf an, ob diese Verweigerung der Teilzeitarbeit rechtmäßig war. Das ist nur dann der Fall, wenn sie auf sog. „betrieblichen Gründen“ beruht. Nach Ihren Ausführungen geht er aber überhaupt nicht auf Ihren Wunsch nach Teilzeitarbeit ein, sondern verweist Sie nur pauschal auf anderweitige Möglichkeiten der Vollzeitarbeit. Er macht also keine betrieblichen Gründe geltend. Das ist unzulässig. Danach haben Sie einen Anspruch auf Teilzeitarbeit.

Jedoch kann ich nicht sagen, ob dieser Anspruch von Anfang an, also bereits ab dem 6. 2. 2006, gilt, da der Antrag auf Teilzeitarbeit, wie erwähnt, spätestens drei Monate vorher beim Arbeitgeber vorliegen muss. Sie haben insoweit nicht erwähnt, wann Sie den Antrag gestellt haben. Sollten Sie ihn aber vor dem 5. 11. 2006 gestellt haben, so liegt der Anspruch vor.

Sie sollten nun versuchen, sich noch einmal möglichst zeitnah mit dem Arbeitgeber im Rahmen eines persönlichen Gespräches zu einigen. Dabei sollte Sie ihm auch möglichst genau die von Ihnen gewünschten Arbeitszeiten mitteilen (etwa: von 8:00 bis 12:00 h). Zu dieser Einigungsmöglichkeit ist der Arbeitgeber auch gesetzlich verpflichtet, § 8 Abs. 3 Teilzeit/BefristungsG: Der Arbeitgeber hat mit dem Arbeitnehmer die gewünschte Verringerung der Arbeitszeit mit dem Ziel zu erörtern, zu einer Vereinbarung zu gelangen. Er hat mit dem Arbeitnehmer Einvernehmen über die von ihm festzulegende Verteilung der Arbeitszeit zu erzielen.

Dabei sollten Sie Ihre persönlichen Beweggründe (Kindererziehung, Öffnungszeiten des Kindergartens, Unmöglichkeit der angebotenen Arbeitszeiten) schildern. Lässt er sich immer noch nicht darauf ein, so sollten Sie Ihren Arbeitgeber darauf hinweisen, dass Sie einen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung haben, der nur abgelehnt werden kann, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen. Sagen Sie ihm dann auch ruhig, dass solche Gründe nicht vorliegen. Lassen Sie auch durchblicken, dass Sie bereit sind, bei weiterhin bestehender Uneinsichtigkeit gerichtlich gegen ihn vorzugehen.

Wenn er dann immer noch nicht einlenkt, wird Ihnen, wenn Sie auf der Teilzeitstelle bestehen, leider nichts anderes übrig bleiben, als dann tatsächlich gerichtlich gegen Ihren Arbeitgeber vorzugehen. Aber vielleicht ist das ja auch überflüssig, da Ihr Arbeitgeber einlenkt.

Ich wünsche Ihnen viel Glück bei dem bevorstehenden Gespräch und hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen gedient zu haben. Bei Nachfragen stehe ich Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Ich verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt

www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2005 | 18:04

Ups...ich habe diese nachfragefunktion übersehen und ihnen eine mail gesendet mit dem mandanten Formular...blöd:-) !
Eine nachfrage, ich habe das schreiben auf teilzeit am 29.11 geschickt in der Firma am 2.12 eingegangen. War aber bereits mehrmals in der firma das letzte mal Ende Oktober und habe dort auch mein problem beschrieben, kindergarten usw. , man ging darauf weiter nicht ein sonder bleib dabei , entweder garnichts oder die stelle in der frühschicht..... lohnt es sich denn jetzt nochmal dort vorzusprechen ? ich glaube nicht denn ich kenne ja nun diese leute, bin mit erz. 5 jahre in der Firma. ich bin nicht rechtschutzversichert... kann mir somit eigendlich keinen Anwalt leisten !
Vielen dan für ihre Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2005 | 09:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne will ich Ihre Nachfrage unter Berücksichtigung auch der nun von Ihnen vorgebrachten Umstände beantworten.

Die Tatsache, dass Sie mehrmals bei Ihrem Arbeitgeber waren und ihn auf Ihren Wunsche hingewiesen haben, gilt zwar schon als Geltendmachung des Teilzeitanspruchs.
Jedoch werden Sie leider Beweisschwierigkeiten haben, wenn der Arbeitgeber abstreitet, dass Sie Ihren Wunsch schon vor Ihrem Schreiben geäußert haben.
Deshalb ist der deutlich sicherere Termin für den Beginn der Teilzeitarbeit der 3.3. 2006, diesen kann Ihr Arbeitgeber nicht bestreiten. Leider kann ich Ihnen insoweit keine bessere Auskunft geben.

Wenn Sie schon mehrfach mit Ihrem Arbeitgeber gesprochen haben, und dieser Ihre Wünsche jedesmal abgelehnt hat, wäre es nun sinnvoll, mit einem anwaltlichen Schreiben zu reagieren. In diesem sollten die oben genannten Argumente enthalten sein, wobei es im Ton (da Sie ja noch weiterhin in dieser Firma arbeiten möchten) durchaus eher zurückhaltend sein kann. Auch ein Gespräch eines Anwaltes mit Ihrem Arbeitgeber über dieses Thema wäre in Erwägung zu ziehen.
Wenn Sie nun also schon mehrfach Ihren Wunsch nach Teilzeitarbeit geäußert haben, ohne dass eine positive Reaktion Ihres Arbeitgebers folgte, halte ich das Vorgehen über ein weiteres persönliches Gespräch nicht für sinnvoll.

Ich hoffe, Ihnen bei Ihrer Nachfrage gedient zu haben

und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt

www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

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