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Von Voll auf Teilzeit.

17.07.2008 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeite seit 01.3.2001 im öffenlichen Dienst als Vollzeitbeschäftigter, 39Std/Woche.

Seit dem 01.08.2008 werde ich alleinerziehender Vater eines 7 Jährigen Kindes da es zum Wohle des >Kindes dient.

Hier kann ich keine Vollzeitbeschäftigung mehr nachgehen , weil in meiner Branche , hier im Schwimmbad (Arbeitszeiten Früh 06 bis 14Uhr und Spät 14Uhr bis 22:30Uhr ).Zudem kommt noch Wochende dazu.

Wie ist Rechtslage wenn ich meinem Arbeitgeber dieses mitteile , natürlich Nachweisse(Anwaltsschreiben etc. ) sind vorhanden, da ich Teilzeit beschäftigt sein möchte um das Kind auch versoregn zu können.

Mit freundlichen Grüssen,

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Die Teilzeitarbeit wird von der Bundesregierung gefördert. Dementsprechend gibt es Regelungen, nach denen der Arbeitgeber verpflichtet ist, der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen.
Voraussetzung ist zunächst, daß Sie dem Arbeitgeber Ihren Wunsch nach Teilzeitarbeit anzeigen. Dies sollten Sie am besten schriftlich machen und zusätzlich aufführen, zu welchen Zeiten Sie Ihre Arbeitszeit verteilt haben möchten. Der Arbeitgeber hat sich daraufhin mit Ihnen zusammenzusetzen und mit Ihnen diese Verteilung zu erörtern.
Frühestmöglicher Zeitpunkt für den Beginn der Teilzeittätigkeit ist 3 Monate nach der Beantragung.

Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit dann zuzustimmen und ihre Verteilung
entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers festzulegen, wenn nicht betriebliche oder dienstliche Gründe dem entgegenstehen.
Ein betrieblicher oder dienstlicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit in der Dienststelle wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes können dabei noch weitere Gründe stehen, die gegen eine Verringerung der Arbeitszeit sprechen. Berücksichtigt wird dabei zu Ihren Gunsten, daß Sie ein minderjähriges Kind betreuen.

Die Entscheidung über die Verringerung der Arbeitszeit hat der Arbeitgeber spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Verringerung schriftlich mitzuteilen.

Auf Ihr Verlangen ist die Teilzeit bis zu fünf Jahre zu befristen. Nach Ablauf der Frist entsteht dann automatisch wieder ein Vollzeitarbeitsverhältnis

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Rückfrage vom Fragesteller 18.07.2008 | 10:59

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Florian Müller,

ich bedanke mich vorab für ausführliche und schnelle Beantwortung.

Meine Frage:

iCH müsste 3 Monate vorher schriftlich dem Arbeitgeber mitteilen.
Jedoch sehe ich hier ein Problem, wenn die Kindesmutter mir am 17.7.2008 mitteilte , dass ich ab Beginn der Schule bei mir leben soll und sie nicht mehr in der Lage ist das Kind zu versorgen.

Also muss auf das Entgegenkomen von meinem Arbeitgeber hoffen, da es sich sehr kurzfristige Entscheidung sich handelt. > Hier 3 Wochen.

Mit freundlichen Grüssen,

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.07.2008 | 12:02

Sehr geehrter Fragesteller,

das Gesetz gibt dem Arbeitgeber einen Zeitraum von 3 Monaten, damit dieser seinen Dienstplan bzw. Betriebsablauf an den Teilzeitwunsch anpassen kann. Der Arbeitgeber soll zwar auf Antrag eine geringere Beschäftigungsdauer vereinbaren, dennoch muß ihm eine gewisse Planungszeit zugestanden werden. Ob in Ihrem Fall Ihr Arbeitgeber die vollen 3 Monate ausnutzen will und muß, ist von hier aus nicht zu beurteilen; ein verständiger Arbeitgeber sollte mit sich reden lassen und Ihnen entgegenkommen, wenn Sie ihm die Gründe für den Teilzeitwunsch darlegen. Einen rechtlichen Anspruch auf frühere Teilzeitbeschäftigung haben Sie aber leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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