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Von Betrüger defekte Ware erhalten....Geld weg !

21.11.2006 20:23 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Betrug mit Gebrauchtware auf E-Bay-Plattform

Habe vor über 4 Wochen bei E-Bay eine Ware per Sofortkauf gekauft. Es handelte sich um Gebrauchtware von gewerblichen Verkäufer mit 14 tägigem Rückgaberecht sowie einer angegeben Gewährleistung von 1 Jahr. Es wurde jedoch eine defekte Ware angeliefert. Dafür sind Zeugen vorhanden.

Darauf hin versucht den Verkäufer zu benachrichtigen. Weder per Telefon, Fax und E-Mail erreichbar (bzw. hat sich nicht gemeldet). Auf E-Bay Seite Rückgaberecht angegeben, deshalb Ware zwei Tage nach Erhalt zurückgesendet.

Rücksendung per Einschreiben wurde erst nach mehrmaligen und knapp 3 Wochen dauernden Zustellversuchen vom Verkäufer angenommen. In Rücksendung Brief mit Fristsetzung innerhalb von 7 Tagen den Kaufpreis sowie meine Rücksendkosten auf angegebenes Konto zu erstatten. Frist verstrichen, keine weitere Reaktion von Ihm.

In der Zwischenzeit sind bei E-Bay weitere Personen auf ähnliche Weise wie ich geschädigt worden (entweder gar keine Ware erhalten bzw. Ware schadhaft). Habe die Adressen der anderen Geschädigten herausbekommen und mit denen gesprochen.

Letzte Woche wegen Betrug Anzeige erstattet (inklusive Adressangabe von weiteren Geschädigten). Weitere Geschädigte haben auch Anzeige erstattet.

Der Betrüger hat mir in der Zwischenzeit eine negative Bewertung gegeben (mit dem Text „Achtung, schickt eigene defekte Ware zurück“), wie bei anderen Geschädigten auch. Dies sehe ich als Verletzung bzw. Diffamierung meiner Persönlichkeit an, zudem ich bei über 7 Jahre E-Bay keine einzige negative Bewertung bekommen habe.

Polizist sagte, dass ich meinen Schaden (rund 100 Euro) selbst einklagen müsste, denn Staatsanwalt erhebt „nur“ Anklage wegen Betrug. Forderungen wären zivilrechtliche Angelegenheiten.

Mahnbescheid über das Amtsgericht habe ich bereits in meinem Focus und auch ein Besuch bei der dortigen Rechtsberatung bzw. amtsgerichtlicher Hilfe. Trotzdem sind mir ein paar Dinge in dieser Sache nicht klar und ich hoffe auf leicht verständlichen Rat :

1.) Muss ich einen Anwalt einschalten um diesen Verkäufer anzuzeigen, was kostet das dann bei dem Schaden von rund 100 Euro und muss dann der Verkäufer meinen Anwalt bezahlen, wenn mir Recht gegeben wird ?

2.) Bei wem zeige ich diesen Verkäufer an und kann ich diesen auch gleichzeitig wegen Diffamierung meiner Persönlichkeit (nachweisliche Falschbewertung, die möchte ich aus E-Bay entfernen lassen) anzeigen ?

3.) Wenn ich ein Mahnbescheid über das Amtsgericht veranlasse, benötige ich dann im Falle eines Widerspruches bzw. bei einer dann stattfindenden Gerichtsverhandlung einen Anwalt oder kann ich die Beweisführung dann selbst führen ?

Danke.

Ein „übers Ohr Gehauener“ und Ratsuchender.

21.11.2006 | 20:54

Antwort

von


(206)
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Ich darf zunächst begrifflicg klarstellen, dass Sie niemanden anklagen können- das ist ein Monopoal des Staates. SAie können jemand anzeigen, wenn Sie die strafrechtliche Verfolgung wünschen oder verklagen, wenn sie zivilrechtlich vorgehen wollen.

Ihrer Schilderung entnehme ich, dass Sie die Gegenseite verklagen wollen.

1. Sie müssen keinen Anwalt nehmen, um die Gegenseite zu verklagen. Das ist bei einem Streitwert von 100,00 € nicht vorgeschrieben. Tun Sie es dennoch liegen die Kosten für eine außergerichtliche Vertretung (allein 45,24 €) plus Klageverfahren bei etwa 120,00 €. Sie müssen jedoch auch Gerichtsgebühren in Höhe von 75,00 € vorstrecken. Die Gegenseite muss Ihre Anwalts- und Gerichtskosten gemäß der Quote Ihres Obsiegens zahlen- wird Ihrer Klage vollumfänglich stattgegeben also alles.

2. Aus Ihrer Schilderung ergibt sich nicht abschließend, ob das zuständige Gericht des Verkäufers oder das Ihres Wohnortes entscheiden muss. Wenn Sie eine Klage beim Amtsgericht Ihres Wohnortes einreichen, wird dies aber im Falle anderweitger Zuständigkeit eines Hinweis geben und dann auf Ihren Antrag kostenlos dorthin verweisen. Um den Streiwert nicht unnötig zu erhöhen und ein Kostenrisiko einzugehen, würde ich hinsichtlich des weiteren angedachten Vorgehens zum Entfernen der Bewertung zunächst eine positive gerichtliche Entscheidung hinsichtlich der 100,00 € abwarten.

3. Nein, auch in diesem Fall besteht für Sie kein Anwaltszwang.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

3.


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