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Vom Tod des Onkels zu spät erfahren erfahren und plötzlich tauchen Gläubiger auf.

26.10.2017 22:29 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Hallo
Vor kurzem schrieb mich eine Krankenkassen an und wollte Geld für meinen verstorbenen Onkel.
Nun schreckte Ich massig Leute auf damit ich an Informationen komme, und kam so an die Aktennummer und das Datum.
Natürlich schrieb ich gleich eine Abschlagung die aber laut frist nicht mehr gültig war.
Das Amtzsgericht war auch so nett mir gleich den Vermieter des Onkels mitzuteilen...um die Wohnung aufzulösen.

Das ableben des Onkels war am 22.06.2017, also deutlich über der Frist.
Ein brief kam nie bei mir an und die Verwandten sah Ich zuletzt vor 9 jahren und den Onkel in 20 Jahren vielleicht 3 mal.
Also kurz und knapp Kontakt besteht da nicht wirklich, eigentlich garnicht.

Kann ich das Erbe was Ich ja unfreiwillig angenommen habe irgendwie noch loswerden?

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Sehr geehrter Fragensteller,

zum einen muss eine Ausschlagung binnen 6 Wochen nach § 1944 BGB erfolgen ab dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt:

"(1) Die Ausschlagung kann nur binnen sechs Wochen erfolgen.
(2) Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erbe von dem Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt. Ist der Erbe durch Verfügung von Todes wegen berufen, beginnt die Frist nicht vor Bekanntgabe der Verfügung von Todes wegen durch das Nachlassgericht. Auf den Lauf der Frist finden die für die Verjährung geltenden Vorschriften der §§ 206, 210 entsprechende Anwendung.
(3) Die Frist beträgt sechs Monate, wenn der Erblasser seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt hat oder wenn sich der Erbe bei dem Beginn der Frist im Ausland aufhält."

Zum anderen muss grds. die Form nach § 1945 BGB beachtet werden. Auch hätte man beim Notar erscheinen können oder dem Nachlassgericht an ihrem Wohnort.

Derzeit schein aber nur noch die Dürftigkeitseinrede gegenüber den Gläubigern sinnvoll. Auf keinen Fall darf man die Erbmasse voreilig mit dem eigenen Vermögen vermischen. Dies kann zur unbegrenzten Haftung führen.

Vor allem erwähnt sei hierbei auch das Aufgebotsverfahren nach §§ 1970, 1973 BGB.

UU ist in ihrem Fall auch ein sogenanntes "Nachlassinsolvenzverfahren" nach § 1975 BGB sinnvoll.

Das wichtigste ist es, auf keinen Fall Gegenstände oder Vermögenswerte aus dem überschuldeten Nachlass an sich zu nehmen, um nicht mit dem eigenen Vermögen zu haften!

MfG
D. Saeger
- RA -


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