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Vom Klempner im Stich gelassen worden

16. September 2022 07:57 |
Preis: 55,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Im Kern der Sache geht es um Werkvertragsrecht und die Rechte des Bestellers gegenüber dem Unternehmer bei mangelhafter Ausführung des Werkes (Sachmangel).

Guten Tag,

wir wollten unser Bad grundlegend sanieren. Die damit beauftragte Klempnerin (eine Bekannte von Verwandten) wollte helfen, kam sehr unzuverlässig und erledigte Aufgaben nicht zufriedenstellend (beschädigte Wände etc.). Zuletzt kam die gute Frau gar nicht mehr, ließ uns auf halb fertiger Baustelle hängen, ohne Bescheid zu geben. Wir mussten also einen anderen Klempner beauftragen, der auch einige Arbeiten der Dame korrigieren musste, was uns zusätzlich Geld kostete.
Der im Anschluss beauftragte Fliesenleger hatte wegen diesem massiven Verzug keine Zeit mehr, sodass uns nichts anderes übrig blieb als einen viel teureren Fliesenleger zu nehmen.
Letztendlich flatterte uns von der Dame eine horrende Rechnung ins Haus. Aufgeführt waren Positionen die nicht stimmten. z.B. gab sie an bestimmte Teile verbaut zu haben und stellte uns diese in Rechnung. Dabei waren diese Teile aus unserem Besitz. Zudem hatten wir wegen massiver Mängel Mehrarbeit und mussten z.B. 2 riesige Löcher in der Wand, die die Dame hinterließ, wieder verschließen lassen. Insgesamt reklamierten wir die Rechnung, bisher kamen nur Mahnungen und auf unsere Reklamation und etliche Versuche der Kontaktaufnahme wurde nicht eingegangen. Wir sind nicht bereit für Arbeiten zu zahlen, die nicht ausgeführt wurden und möchten auch eine Entschädigung für die Korrigierarbeiten die im Zuge der falschen Arbeiten der Dame entstanden sind.
Sind wir hier im Recht?
Zudem ist uns aufgefallen, dass die Dame mit einem Hausmeisterservice selbstständig ist. Laut meinen Recherchen darf ein Hausmeisterservice keine Klempnerarbeiten ohne Meister anbieten?! Könnten wir dann evtl alle Arbeiten anfechten bzw die Bezahlung dieser? Denn das Meiste musste dann auch von einem Meisterbetrieb im Anschluss korrigiert werden…

16. September 2022 | 08:37

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

So wie Sie den Sachverhalt hier schildern, ergibt sich das folgende:

Beim Werkvertrag gem. §631 BGB gibt es vertragstypische Pflichten. Erstens: Durch den Werkvertrag wird der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werkes, der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet (§631 Abs.1 BGB). Zweitens: Gegenstand des Werkvertrags kann sowohl die Herstellung oder Veränderung einer Sache als auch ein anderer durch Arbeit oder Dienstleistung herbeizuführender Erfolg sein. (§631 Abs.2 BGB).

Dies bedeutet nichts anderes, als dass Sie nur zu einer -kompletten- Zahlung verpflichtet sind, soweit das Werk frei von Mängeln ist. Denn, der Unternehmer hat dem Besteller das Werk frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen. Nach ihren Angaben bestehen mehrere Mängel.
Ihre Rechte ergeben sich sodann aus §634 BGB.

Sie können nach § 635 Nacherfüllung verlangen, das bedeutet, dass Mängel korrigiert werden und arbeiten zu Ende ausgeführt werden müssen. Dies sollten sie zunächst schriftlich tun (Recht zur zweiten Andienung).

Dann erst können sie nach § 637 den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen.

Sie können alternativ nach den §§ 636, 323 und 326 Abs. 5 von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 638 die Vergütung mindern - also weniger bezahlen.

Im Rahmen der §§ 636, 280, 281, 283 und 311a Schadensersatz oder nach § 284 Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen - hierzu gehört auch der Ersatz des Schadens, der ihnen entstanden sind, weil ihre ursprüngliche Vertragspartnerin nicht geleistet hat.

Bzgl. der Meisterpflicht kommt es auf den exakten Text an, wie die Leistung angeboten und dann im Einzelfall ausgeführt wird. Dieser steht mir leider nicht zur Verfügung. Hausmeisterservice dürfen grundsätzlich nur Aufsichtsarbeiten, Pflegearbeitern, sowie einfache Instandsetzungsarbeiten, die eben nicht wesentliche, also vor allem zulassungspflichtige handwerkliche Tätigkeiten darstellen, ausführen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Dr. Nico Schmied, M.Jur.

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