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Vom Einzelunternehmen §4/3 EStG zur GmbH

| 22.10.2009 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Ich werde zum 1.1.2010 buchführungspflichtig und muß somit den Übergangsgewinn feststellen. Diesen Übergangsgewinn kann ich auf 3 Jahre verteilen. Da ein relativ hoher Warenbestand vorhanden ist, gehe ich von einem hohen Übergangsgewinn aus. Nun ist die Überlegung, zum 1.1.2010 eine GmbH zu gründen. Wie ist die Vorgehensweise? Muß ich zuerst einen Übergang von 4/3 zur Bilanz machen und dann quasi gleichzeitig in einem 2. Schritt die Gründung der GmbH;


Sehr geehrter Fragesteller, ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

Ich weise Sie darauf hin, dass hier nur allgemeine Hinweise erteilt werden können, da mangels genauer Kenntnis Ihrer betrieblichen und steuerlichen Situation keine umfassende Beratung erfolgen kann. Diese Hinweise beziehen sich unmittelbar auf Ihre Fragen.

Ihre Frage zielt darauf ab, wie eine Umwandlung in eine GmbH vorgenommen werden kann durch Einbringung Ihres Einzelunternehmens.

Grundsätzlich ist dies rechtlich möglich.

Die rechtlichen Grundlagen finden sich hierfür im Umwandlungsgesetz. Auf Einzelunternehmen, die nicht als Kaufmann im Handelsregister eingetragen sind, ist das Umwandlungsgesetz jedoch nicht anwendbar.

Sie müssen daher erst die Eintragung als Kaufmann in das Handelsregister vornehmen. Formal erfolgt dann die Umwandlung in der Weise, dass das Einzelunternehmen (der dann eingetragene kaufmännische Betrieb) ausgegliedert wird.

Steuerlich wird dann aber durch die Änderung der Gewinnermittlungsart auch der Übergangsgewinn ermittelt, so dass dieser Wechsel hier keine Lösung für Ihre Ausgangsfrage darstellt.

Eine Umwandlung setzt voraus, das das Einzelunternehmen als Kaufmann im Handelsregister eingetragen ist (§ 152 UmwG iVm § 1 oder 2 HGB). Dabei wird ebenfalls zwingend ein Wechsel von der Gewinnermittlung zur Bilanzierung erfolgen mit der Folge eines Übergangsgewinns.

Sie sollten hier daher vielmehr prüfen lassen, ob die Gründung einer GmbH und Co KG hier sinnvoll ist und ob dabei die Einbringugn Ihres Einzelunternehmen steuerneutral in die KG möglich ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, auch wenn die Antwort wegen der GmbH - Gründung nicht befriedigend sein kann. Ich stehe für eine Nachfrage oder auch eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin





Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2009 | 09:45

Es soll eigentlich eine Bargründung erfolgen. Unklar ist mir dazu die praktische Vorgehensweise. Muß ich in diesem Fall zunächst per 31.12.2009 von 4/3 auf Bilanz (wegen Eintritt der Buchführungspflicht) wechseln, den Übergangsgewinn feststellen diesen auf 3 Jahre verteilen und im Anschluß dann die Vermögenswerte des Einzelunternehmens. an die neu gegründete (zum 1.1.2010) GmbH veräußern?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2009 | 12:56


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage enthält nun einen ganz anderen Aspekt, den einer Veräußerung.

Damit schließen Sie jedoch die Verteilung des Übergangsgewinns aus.

Bei der Betriebsaufgabe durch Veräußerung ist immer zum Betriebsvermögensvergleich, also Bilanzierung überzugehen.

Dabei entfällt die Möglichkeit der Verteilung des Übergangsgewinns auf drei Jahre (ständige Rechtsprechung und Einkommensteuerrichtlinie R 4.6 Satz 5 EStR 2008).

Es ist bei Ihren knappen Angaben keine weitere hinreichende Beratung auch im Rahmen dieser Nachfrage möglich, es geht doch wirtschaftlich und finanziell sicher um einen größeren Betrag, so dass eine Beratung unter Sichtung der Unterlagen dringend empfohlen wird.


Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin


Hier die Verwaltungsvorschrift der Finanzverwaltung:

Wechsel zum Betriebsvermögensvergleich

ESTR
R 4.6
(1) 1Neben den Fällen des Übergangs von der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG zur Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 oder § 5 EStG ist eine →Gewinnberichtigung auch erforderlich, wenn nach einer Einnahmenüberschussrechnung im folgenden Jahr der Gewinn nach den Grundsätzen des § 4 Abs. 1 EStG geschätzt oder nach § 13 a Abs. 3 bis 5 EStG ermittelt wird. 2Wenn der Gewinn eines Stpfl., der bisher durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelt wurde, durch Schätzung nach den Grundsätzen des § 4 Abs. 1 EStG festgestellt wird, ist die Gewinnberichtigung grundsätzlich in dem Jahr der Schätzung vorzunehmen. 3Die Gewinnberichtigung kommt deshalb beim Übergang zum Betriebsvermögensvergleich nicht in Betracht, wenn der Gewinn bereits in den Vorjahren griffweise oder nach dem Soll- oder Ist-Umsatz anhand von Richtsätzen geschätzt worden ist. 4Bei dem Übergang zur Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich kann zur Vermeidung von Härten auf Antrag des Stpfl. der Übergangsgewinn (Saldo aus Zu- und Abrechnungen) gleichmäßig entweder auf das Jahr des Übergangs und das folgende Jahr oder auf das Jahr des Übergangs und die beiden folgenden Jahre verteilt werden.


5Wird der Betrieb vor Ablauf des Verteilungszeitraums veräußert oder aufgegeben, erhöhen die noch nicht berücksichtigten Beträge denlaufenden Gewinn des letzten Wirtschaftsjahres.

6Die zum Anlagevermögen gehörenden nicht abnutzbaren Wirtschaftsgüter und die in § 4 Abs. 3 Satz 4 EStG genannten Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens sind in der Eröffnungsbilanz mit dem Wert nach § 4 Abs. 3 Satz 5 EStG anzusetzen.1

Bewertung des Fragestellers 24.10.2009 | 07:40

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