Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vom Arbeitgeber verordnete Quarantäne – unbezahlte Freistellung (2)

| 09.04.2020 05:20 |
Preis: 48,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


https://www.frag-einen-anwalt.de/Vom-Arbeitgeber-verordnete-Quarantaene-unbezahlte-Freistellung--f340745.html


Sehr geehrte Rechtsanwälte, sehr geehrte Rechtsanwältin,

ich habe zwar mit diesem Fall nichts zu tun, würde jedoch gerne von einem weiteren Anwalt eine weitere Meinung hören, da mich dieser Fall sehr interessiert.

In meinem laienhaften Verständnis fasse ich zusammen:

- Arbeitnehmer verreist trotz weltweiter Pandemie.
- Arbeitnehmer setzt sich wissentlich den Gefahren aus.
- Arbeitnehmer kommt zurück und erhält die Anweisung, sich 14 Tage zu schützen
und wird für diesen Zeit unbezahlt freigestellt.

Jetzt bietet der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft an und soll daher Bezüge erhalten?

In Deutschland werden Firmen grundsätzlich benachteiligt, diese Person sollte, nachdem
Sie wissentlich solche Gefahren eingegangen ist, eher glücklich schätzen, noch einen Job zu
haben.


Dann würde ich jetzt gerne eine Antwort auf folgende Frage haben, hier werde ich diese Geschichte jetzt weitererzählen und bin gespannt, wie die Gesetzeslage ist:


Da der Arbeitgeber aufgrund der Antwort der Rechtsanwältin feststellt, dass er die Bezüge weiterzuzahlen hat, lässt er nunmehr die Arbeitnehmerin zur Arbeit erscheinen.

Andere Arbeitnehmer des selben Arbeitgebers sehen Ihre Kollegin und denken sich:
"Die ist doch gerade erst wiedergekommen, 14 Tage in Quarantäne sind doch noch nicht um!"

Diese Arbeitnehmer teilen nun dem Arbeitgeber mit, dass es eine Zumutung ist, dass diese
Person zur Arbeit erscheint; die gesamte Abteilung, bestehend aus 20 Personen verlässt umgehend
die Arbeit, da diese keinen Kontakt mit der Person, welche gerade erst aus dem Ausland zurückgekehrt ist, haben wollen, es besteht ein Infektionsrisiko, dieses können und wollen die Arbeitnehmer, sehr verständlicher Weise, denn es geht bei diesem Virus um Leben und Tod, nicht eingehen.

Die 20 Personen teilen dem Arbeitgeber mit:

Solange diese Person sich auf der Arbeit aufhält, kommen wir nicht wieder.
Selbst, wenn diese Person nicht mehr auf der Arbeit ist, müsste ersteinmal eine
vollständige und nachweisbare Disinfizierung der gesamten Arbeitsstätte erfolgen,
ansonsten würden die Arbeitnehmer nicht wiederkommen.

Alle 20 Personen bieten Ihre Arbeitskraft an, jedoch nicht an einem Ort, an welchem sich
die aus dem Ausland zurückgekehrte Person auch aufhalten könnte, dieses ist unzumutbar.



Bitte erläutern Sie die Rechtslage.

Vielen Dank





09.04.2020 | 07:20

Antwort

von


(94)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Wie die Kollegin schon ausgeführt hat, muss der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachkommen. Wenn der Arbeitgeber vermutet, d.h. ohne sicheres Wissen, dass die Arbeitnehmerin möglicherweise andere Arbeitnehmer infizieren könnte, dann ist er berechtigt diese Arbeitnehmerin freistellen und das unter Fortzahlung der Bezüge.

Der Arbeitgeber kann von der Mitarbeiterin auch verlangen, mitzuteilen, ob Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Der Arbeitgeber könnte nun, von der Arbeitnehmerin verlangen, dass Sie sich testen lässt, da Sie aus einem Risikogebiet eingereist ist und fall die weiteren Voraussetzungen für einen Test (aktuell: Anzeichen von Krankheitssymptomen) vorliegen.

Wenn die Arbeitnehmerin negativ getestet wird, steht fest, dass Sie nicht erkrankt ist und es gibt keinen Grund für die Kollegen der Arbeitnehmerin die Arbeit zu verweigern. Falls die Arbeitnehmerin positiv getestet wird, ist diese erkrankt und muss zu Hause bleiben.

Die anderen Arbeitnehmer sind aber erst einmal nicht berechtigt die Arbeit zu verweigern, auch wenn Sie Angst vor Corona haben, Die Arbeitnehmer können auch kein Homeoffice verlangen. Ein solches Verlangen könnte berechtigt sein, wenn der Arbeitgeber keine empfohlenen und gebotenen Schutzmaßnahmen durchführt. Solche können bspw. regelmäßige Desinfizierung der Arbeitsplätze, Bereitstellen von Desinfektionsmittel und Schutzmitteln (Schutzmasken).


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 09.04.2020 | 07:28

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Braun,

vielen Dank.

Freut mich, dass Sie so schnell geantwortet haben!


Haben Sie einen schönen Donnerstag!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.04.2020 | 07:33

Sehr geehrter Fragesteller,

sehr gerne, bleiben sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.04.2020 | 07:27

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr ausführlich und schnell! Sehr zu empfehlen!"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Sebastian Braun »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.04.2020
5/5,0

Sehr ausführlich und schnell! Sehr zu empfehlen!


ANTWORT VON

(94)

Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Erbrecht