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Vollzeit-Beschäftigung ausländischer Freelancer mit Wohnsitz außerhalb Deutschland

| 12.06.2019 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Scheinselbständigkeit

Angenommen ein deutsches Unternehmen beschäftigt über längeren Zeitraum remote mehrere ukrainische Teammitglieder, die ihren Wohnsitz in der Ukraine haben und dort als selbstständige Kleinunternehmer registriert sind. Es sind feste Arbeitszeiten gegeben. Die Bezahlung ist jeden Monat fest und läuft über eine Freelancer-Plattform (vgl. z.B. Upwork), von der monatliche Rechnungen auf den Namen des Kleinunternehmers generiert werden. Diese Freelancer-Plattform stellt auch ein Büro und Hardware in Form eines Co-Working Spaces für die Kleinunternehmer vor Ort zur Verfügung. Die deutsche Firma hat allerdings in der Ukraine keinen Firmensitz und bezahlt lediglich die Kleinunternehmer gegen Rechnung. Läuft das deutsche Unternehmen dann Gefahr, dass diese ukrainischen Mitarbeiter als Scheinselbstständige eingestuft werden? Wenn ja, in welcher Form sollen diese Mitarbeiter sonst eingestellt und von welchem Land besteuert werden?

14.06.2019 | 01:54

Antwort

von


(721)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich liegt dann eine Scheinselbständigkeit nach Steuerrecht (im Sozialversicherungsrecht gelten andere Kriterien) vor, wenn die betreffende Person nicht allgemein am Markt auftritt, also sich nur für einen Auftraggeber anbietet. Es kommt dabei auf die Gesamtumstände an (macht er z.B. Werbung, ist er für potentielle Kunden erreichbar etc.).

Ebenfalls muss sie das Entgeltrisiko tragen, also auch hinnehmen, dass sie für eine Schlechtleistung gar keine Entlohnung bekommt oder das Ausfallrisiko trägt.

Hierauf müssten Sie die jeweiligen Personen konkret abprüfen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 14.06.2019 | 02:01

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Die von Ihnen gelisteten Kriterien treffen auf die Situation zu, allerdings eben bei einer Person die nicht deutsch ist und nicht in Deutschland ansässig. Wie ist dann so eine Person, die im Ausland (Ukraine) ansässig ist, einzustellen? Wo ist Lohnsteuer und Sozialleistungen zu zahlen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.06.2019 | 11:35

Dies muss im Einzelfall anhand des Doppelbesteuerungsabkommens geprüft werden, was über diese Plattform leider mangels konkreter Angaben über die betreffende Person möglich ist. Aufgrund der Auswirkungen rate ich eine anwaltliche Prüfung.

Bewertung des Fragestellers 14.06.2019 | 17:28

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Die Frage wurde zunächst nur halb beantwortet. Die allgemeinen Regeln der Scheinselbstständigkeit in Deutschland sind mir schon bewusst. Es geht doch in diesem Sachverhalt viel mehr darum, ob überhaupt deutsches Recht zu tragen kommt, wenn der Beschäftigte nicht deutscher Staatsbürger ist und auch keinen Wohnsitz in Deutschland hat und somit auch gar keinen Anspruch auf deutsche Sozialleistungen.
Danach wurde gesagt, dass eine Aussage mangels konkreter Angaben nicht möglich ist. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Angaben schon in der ersten Antwort bei mir nachgefragt werden, um eine vollständigere Antwort liefern zu können.

Die Antwort war das gleiche, was man überall im Internet über Scheinselbstständigkeit in Deutschland nachlesen kann, und hat mich kein Stück weitergebracht, da sie sich nicht auf den besonderen Fall im Ausland bezogen hat.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.06.2019
3,2/5,0

Die Frage wurde zunächst nur halb beantwortet. Die allgemeinen Regeln der Scheinselbstständigkeit in Deutschland sind mir schon bewusst. Es geht doch in diesem Sachverhalt viel mehr darum, ob überhaupt deutsches Recht zu tragen kommt, wenn der Beschäftigte nicht deutscher Staatsbürger ist und auch keinen Wohnsitz in Deutschland hat und somit auch gar keinen Anspruch auf deutsche Sozialleistungen.
Danach wurde gesagt, dass eine Aussage mangels konkreter Angaben nicht möglich ist. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Angaben schon in der ersten Antwort bei mir nachgefragt werden, um eine vollständigere Antwort liefern zu können.

Die Antwort war das gleiche, was man überall im Internet über Scheinselbstständigkeit in Deutschland nachlesen kann, und hat mich kein Stück weitergebracht, da sie sich nicht auf den besonderen Fall im Ausland bezogen hat.


ANTWORT VON

(721)

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