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Vollstreckungsbescheid - bezahlt, trotzdem Widerspruch einlegen?


| 16.08.2007 11:14 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Hallo, ich habe einen Vollstreckungsbescheid erhalten nachdem ich einen Mahnbescheid zu spät bezahlt habe (150 Euro).
Ich habe den Differenzbetrag (es dreht sich um ca. 30 Euro) jetzt sofort überwiesen.
Muss bzw. soll ich trotzdem Widerspruch gegen den Bescheid einlegen und enstehen dadurch nochmal Folgekosten da die gegnerische Seite nur über Anwalt läuft?
Sollte ich vor dem Widerspruch den gegnerischen Anwalt kontaktieren - will nicht für ein Telefongespräch wegen 30 Euro ne Kostennote von 100 Euro?
(Ich gehe davon aus richtig bezahlt zu haben wobei dass für einen unbedarften auch nicht so simpel ist
- Differenzbetrag des Amtsgerichtschreibens plus 5% Zinsen über Nominalzins für die Anzahl der Tage/360 und einen kleinen Puffer falls der Bankweg zu lange dauert)
Bei Widerspruch: genügt ein Schreiben bei dem ich darlege dass der Gegenstand des Vollstreckungsbescheids bezahlt wurde?
Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Wenn Sie die Forderungen aus dem Vollstreckungsbescheid vollständig beglichen haben, darf aus diesem nicht mehr vollstreckt werden. Sie sollten daher die eingeschalteten Anwälte unter Hinweis auf die Zahlung zeitnah auffordern, Ihnen den Vollstreckungsbescheid im Original zu übersenden.

Widerspruch sollten Sie nicht einlegen, da dieser nur dafür da ist, falls die Forderung, die dem Vollstreckungsbescheid zugrunde liegt, unberechtigt ist. Aufgrund Ihrer Zahlung scheint diese Forderung allerdings berechtigt gewesen zu sein. Sobald Sie Widerspruch einlegen, wird das Verfahren an das zuständige Gericht abgegeben, soweit dies der Gläubiger beantragt hat. Dadurch würden weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

www.ra-freisler.de
www.kanzlei-medizinrecht.net




Nachfrage vom Fragesteller 17.08.2007 | 09:30

Vielen Dank für Ihre verständliche Antwort - sollte man also auf alle Fälle auf die Herausgabe des Original Vollstreckungsbescheids bestehen oder ist dieser nach vollständiger Bezahlung sowieso Makulatur?

Danke, und ein schönes Wochenende

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2007 | 09:37

Ich rate Ihnen, die Herausgabe zu verlangen. Denn theoretisch könnte der Gläubiger aufgrund des vollstreckungsfähigen Titels erneut gegen Sie vollstrecken. Diese Vollstreckung könnten Sie zwar im Ergebnis abwenden, wenn die Forderung vollständig beglichen wurde; die Abwendung könnte aber z.B. dann erschwert sein, wenn ein gewisser Zeitablauf eingetreten ist und die dafür notwendigen Unterlagen nicht mehr existieren.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

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