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Vollstreckungsbescheid Mietaußenstände was muss ich nach 11 Jahren zahlen?

| 17.10.2014 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Ich habe gestern von einen Inkasso Unternehmen eine Forderung erhalten diese stellt sich wie folgt dar:

1. Hauptforderung gemäß Titel 13.06.2003 1309,11 Euro
2. Unverzinsliche Nebenforderung gemäß Titel: 28,12 Euro
3. Zinsen aus Hauptforderung (tituliert und laufend) 1496,38 Euro
4. Gesamtschuldnerische Verfahrenskosten verzinst 151,17 Euro
5. Gesamtschuldnerische Verfahrenskosten unverzinst 39,83 Euro
6. Prozesszinsen aus Pos. 2 und 5 27,60 Euro
7. Auslagen 268,41 Euro
8. Gesamtforderung aktuell 3320,62 Euro

In den letzten 10 Jahren wurde ich weder angeschrieben noch angerufen bzgl. des Vollstreckungsbescheides. Dieser wurde zwar damals an meine Meldeadresse gesandt hat mich aber persönlich nie erreicht, weshalb ich auch keinen Einspruch erhoben habe.

Was kann ich tun wie soll ich mich verhalten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Ihnen der Vollstreckungstitel seinerzeit nicht zugestellt wurde, besteht die Möglichkeit, Einspruch einzulegen und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu beantragen. Dies sollten Sie allerdings wegen zu beachtender Formalien und Fristen umgehend durch einen Anwalt veranlassen.

Sie müssten dazu darlegen und glaubhaft machen, weshalb Sie den Titel nicht erhalten haben. Der Einspruch ist dann in der Folge aber auch zu begründen. Wenn also die Forderungen, die im Titel enthalten sind, begründet waren, wird der Einspruch ohne Erfolg bleiben. In diesem Fall wird Ihnen nur die Zahlung bleiben, wobei ich hier und jetzt natürlich nicht die Berechtigung der Kosten und Auslagen der Höhe nach prüfen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 17.10.2014 | 14:50

Hallo Herr Schwartmann,

vielen Dank die Antwort.

Leider erfüllt diese nicht ganz meine Frage:

Was müsste ich tatsächlich von den oben genannten Beträgen zahlen, da ja nur die "Hauptforderung gemäß Titel 13.06.2003 1309,11 Euro" der 30 Jahre Frist unterliegt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2014 | 15:02

Das war allerdings nicht Ihre Frage.

Die laufenden Zinsen auf die Hauptforderung unterliegen der regelmäßigen Verjährung von 3 Jahren. Das bedeutet also, Zinsen, die vor dem 1.1.2011 entstanden sind, sind verjährt und müssen nicht gezahlt werden.

Die titulierten Verfahrenskosten und die Hauptforderung sind jedoch noch unverjährt und zu zahlen.

Was Sie nun konkret zahlen müssen, wird sich ohne Prüfung des Titels nicht feststellen lassen. Dazu müsste bekannt sein, wann der Titel zugestellt wurde und für welchen Zeitraum Zinsen in welcher Höhe geltend gemacht werden.

Sie sollten die Inkassofirma auffordern, Ihnen eine Abschrift des Titels und eine detaillierte Forderungsaufstellung zukommen zu lassen - dann können Sie die Zinsen bis 2011 ausrechnen und sich auf die Verjährung diesbezüglich berufen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.10.2014 | 15:20

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