Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vollstreckungsbescheid Erhöhtes Beförderungentgelt

08.10.2014 14:13 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Zusammenfassung: Einspruch gegen einen Vollstreckungsbescheid nur sinnvoll, wenn Forderung nicht, bzw. nicht in der geltend gemachten Höhe gegen den Antragsgegner besteht.

Guten Tag,

ich bin vor ein paar Monaten als ich beruflich in Stuttgart war mit der S-Bahn gefahren und löste dort auch ein Ticket (2.Klasse). Ich saß dann allerdings in der 1.Klasse da, der Bereich nicht ersichtbar markiert wurde. Erst nach ein paar Minuten fahrt bemerkte ich dies, blieb aber sitzen da die restliche Bahn total überfüllt war. Es setzte sich dann ein ca. 35Jähriger Mann mit Migrationshintergrund neben mich und blaffte mich in einem dermaßen unfreundlichen ton an und sagte das dieses Abteil die 1. Klasse sei. Ich stellte dann die Gegenfrage wer er denn sei und ob wir uns kennen, da dieser Herr mich unter anderem auch Duzte! Er meinte das gehe mich nichts an und dann forderte er mich wieder dermaßen unfreundlich auf den Bereich zu verlassen. Ich fragte ihn nochmal nach seiner Position da ich etwas iiriert war von einem fremden Menschen in zivil dermaßen unfreundlich behandelt zu werden. Ich blieb dann sitzen und ignorierte ihn. ca. 5min später kamen 2 weitere Personen welche sich bei mir auswiesen mit Dienstausweis und mich nach meiner Karte fragte. Diese gab ich dann raus. Mir wurde dann gesagt ich würde schwarz fahren, da ich ja in der 1. Klasse sitze ich aber darauf hingewiesen wurde.... Der nette Mann von oben beleidigte mich zusätzlich noch als " Klugscheisser".

Heute habe ich wegen diesem Vorfall einen Vollstreckungsbescheid vorliegen. Kostenb gesamt ca. 240€.

Was kann ich tun? WIederspruch einlegen sinnvoll? Anzeige gegen den Herrn wegen Beleidigung?. Die Fahrkarte besitze ich eventuell noch. Hatte sie auf jeden Fall aufgehoben.

Lg,

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Einspruch gegen einen Vollstreckungsbescheid einlegen macht nur Sinn, wenn dem Antragsteller der geltend gemachte Anspruch nicht oder zumindest nicht in der geltend gemachten Höhe zusteht. Denn nach dem Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid kommt es zu einem streitigen Verfahren vor Gericht. Wenn demnach von Anfang an sicher ist, dass der geltend gemachte Anspruch gegen Sie besteht und rechtens ist, würden Sie das gerichtliche Verfahren verlieren unh hätten noch mehr Kosten (Gerichts und ggf. Anwaltskosten) zu tragen.

Es ist also deshalb zu prüfen, ob dem Antragsteller die Forderung zusteht.
Sie geben an, dass sich der Vorfall in einer S-Bahn in Stuttgart ereignete, so dass ich hier von den Beförderungsbedingungen des VVS ausgehe. Aus diesen ergibt sich in § 9 Abs. 1 Nr. 5, dass ein Fahrgast zur Zahlung eines erhöhten Beförderungsentgelts verpflichtet ist, wenn er einen Fahrausweis, der nur für die 2. Klasse gilt, ohne Zuschlag in der 1. Klasse benutzt. Da dies vorliegend der Fall war, steht dem Sntragsteller die Forderung wohl zu, so dass ein Einspruch hier wenig Sinn machen würde.

Wenn Sie möchten, können Sie mir den Vollstreckungsbescheid gerne nochmal per Mail oder Fax (Kontaktdaten finden Sie in meinem Profil) zukommen lassen, so dass ich, natürlich kostenfrei, nochmal die Höhe der Forderung überprüfen kann.

Die Titulierung als "Klugscheisser" kann durchaus eine Beleidigung i.S.d. § 185 StGB darstellen. Jedoch kann es auch hier auf den Einzelfall ankommen. Natürlich steht es Ihnen frei gegen den Herren einen Strafantrag zu stellen. Jedoch ändert dies nichts an der zivilrechtlichen Forderung aus dem Vollstreckungsbescheid.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Masuch

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68286 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Zeitnahe, für mich kompetente und ausführliche Antwort. Bin bislang sehr zufrieden, und werde bei keinem eigenem Erfolg seine Kanzlei beauftragen. Vielen Dank ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und gut verständlich ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat zügig spät abends und nach der Reg. Arbeitszeit geantwortet dafür "Hut ab". über das weitere Vorgehen werde ich nochmal darüber schlafen und eine endgültige Entscheidung in den kommenden Tagen treffen. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen