Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vollstreckung auf ein P-Konto möglich ?

| 05.07.2021 19:28 |
Preis: 48,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um Probleme rund um das P-Konto.

Sehr geehrte Frau RA'in
Sehr geehrter Herr RA,

ich habe 2 Fragen:

1. ich habe jetzt durch verschiedene Medienberichte erfahren, dass trotzdem bei mir ein P-Konto existiert und mein Einkommen aus Rente unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt, seitens einiger Inkassounternehmen, ohne Beachtung gesetzlicher Regelungen versucht wird zu pfänden, was auch in manchen Fällen gelungen sein soll.

Kann die Bank so ohne Weiteres, dann auch Geld ausreichen oder ist diese an gesetzliche Regeln gebunden, wenn ja welche sind dies (außer § 850c ZPO) - mit welcher Verordnung könnte ich gegen die Bank vorgehen ?

2. Müssen Inkassounternehmen die Vorabkosten für Mahn- und Vollstreckungsbescheide und Gerichtsvollzieher zunächst vorstrecken ?

Vielen Dank für die Beantwortung.

05.07.2021 | 21:33

Antwort

von


(822)
Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
Web: http://www.rechtsanwalt-burgmer.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Gerne zu Ihren Fragen:

1.Kann die Bank so ohne Weiteres, dann auch Geld ausreichen oder ist diese an gesetzliche Regeln gebunden, wenn ja welche sind dies (außer § 850c ZPO) - mit welcher Verordnung könnte ich gegen die Bank vorgehen ?


A.: Automatisch besteht auf Ihrem P-Konto zunächst ein Pfändungsschutz für Guthaben in Höhe des Grundfreibetrages von 1 178,59 Euro (Stand: 1. Juli 2019) je Kalendermonat. Der kann ggf. erhöht werden, zum Beispiel wegen Unterhaltspflichten etc.

Es wurde sogar ein Pfändungsschutz z. B. bei der Nachzahlung von Arbeitseinkommen und Sozialleistungen eingeführt.

Jetzt zu den Banken: Die sind verpflichtet, Ihnen im Rahmen des vertraglich Vereinbarten das nicht von der Pfändung erfasste Guthaben zu leisten, § 850k Absatz 5 Satz 1 ZPO.

Dies gilt für die Erhöhungsbeträge nach § 850k Absatz 2 ZPO, allerdings mit der Einschränkung, dass Sie zum Beispiel durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers, der Familienkasse oder des Sozialleistungsträgers nachweisen dass diese nicht von der Pfändung erfasst sind.

Hier liegt vielleicht Ihr Problem, so dass Sie sich diese Bescheinigungen besorgen und der Bank vorlegen sollten.


2. Müssen Inkassounternehmen die Vorabkosten für Mahn- und Vollstreckungsbescheide und Gerichtsvollzieher zunächst vorstrecken ?
A.: Ja.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Rückfrage vom Fragesteller 07.07.2021 | 11:20

Sehr geehrter Herr RA W. Burgmer,

danke für Ihre ausfühliche Antwort.

......Jetzt zu den Banken: Die sind verpflichtet, Ihnen im Rahmen des vertraglich Vereinbarten das nicht von der Pfändung erfasste Guthaben zu leisten, § 850k Absatz 5 Satz 1 ZPO.

Sollte die Bank dennoch der Vereinbarung nicht nachkommen (auch teilweise) gibt es hierfür irgendein Rechtsmittel - oder die Möglichkeit auf gesetzlicher Verordnung basierendes Mahnschreiben zu verfassen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.07.2021 | 12:02

Gerne zu Ihrer Nachfrage:

Ja, Sie können sich direkt an Ihre kontoführende Stelle per Einschreiben mit Rückschein wenden und relativ formlos und unter Bezugnahme auf § 850k Absatz 5 Satz 1 ZPO um Auszahlung Ihres geschützten Guthabens ersuchen bzw. um "verbindliche Mitteilung eines etwaigen Hinderungsgrundes". Empfehlen kann ich auch den Service der Verbraucherzentralen, die Sie hier finden https://www.verbraucherzentrale.de/das-pfaendungsschutzkonto-pkonto-31097, die sogar Formularentwürfe für diverse Probleme vorhalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen und bin mit freundlichen Grüßen
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.07.2021 | 17:47

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Vielen, vielen Dank für die wirkliche Hilfe !!
diesen Anwalt "muss" man weiterempfehlen.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.07.2021
5/5,0

Vielen, vielen Dank für die wirkliche Hilfe !!
diesen Anwalt "muss" man weiterempfehlen.


ANTWORT VON

(822)

Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
Web: http://www.rechtsanwalt-burgmer.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht, allgemein, Verwaltungsrecht, Straßen- und Verkehrsrecht, Baurecht