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Vollkasko bei Besitzerwechsel


03.06.2006 11:31 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Damen und Herren,

Am einem Wochenende schaute ich mir ein zum Verkauf angebotenes Fahrzeug an.

Vor Ort entschloß ich mich dann zum Kauf.

Da das Fahrzeug noch auf den Verkäufer angemeldet war, bot er mir an ich könnte das Fahrzeug sofort mitnehmen und für den Fall, dass etwas passieren sollte wäre es sogar noch Vollkasko versichert.

Wir schlossen einen Kaufvertrag mit Übergabezeit und der Bedingung das ich das Fahrzeug innerhalb 3 Tagen um oder abmelde.

Auf der Fahrt vom Verkäufer zu mir nach Hause kam es zum selbstverschuldeten Unfall und das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden.

Der Verkäufer der auch Mitarbeiter der Versicherungsgesellschaft ist wurde informiert und ein Gutachter wurde beauftragt.

Jetzt teilt mir die Versicherung mit, dass ich keinen Anspruch auf die Leistung der Vollkaskoversicherung habe da kein Versicherungsvertrag zwischen mir und der Gesellschaft bestehe.

Ich sehe das jedoch anders.

Wenn ein Mitarbeiter der Versicherung sein Fahrzeug verkauft und mir gestattet noch 3 Tage seinen Versicherungsschutz inkl. Vollkasko zu nutzen, dann müsste im Schadensfall doch auch seine Versicherung für den Schaden aufkommen.

MfG
tsannah






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Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist nicht nachvollziehbar, warum die Versichrung nicht bezahlen will. Die Vollkaskoversicherung hängt nicht vom Fahrer, sondern vom jeweiligen PKW ab. Daher müßte die Versicherung zahlen.

Aus folgenden Gründen kann aber ein Anspruch u.a. entfallen:
a) der Verkäufer hat den Unfall grob fahrlässig verursacht;
b) der Verkäufer hat nur behauptet er habe eine KFZ- Vollkaskoversicherung und diese existiert nicht;
c) der Verkäufer will die Versicherung nicht in Anspruch nehmen, weil er dadurch höhere Beiträge befürchten muß;
d) die Vollkaskoversicherung ist ausnahmsweis an den Fahrer geküpft worden, wofür der Verkäufer einen Einzelfahrerrabatt erhalten hat.

Sie sollten aber auch überlegen, ob es darauf ankommt. Wenn ich Sie richtig verstehe, dann haben Sie einen Kaufvertrag geschlossen, in welchem der Verkäufer Ihnen zugesagt hat, daß der Wagen zu Ihnen gebracht wird. Wenn er nun einen "selbstverschuldenten" Unfall verursacht, könnten Sie u.U. einen Schadensersatzanspruch haben.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.06.2006 | 12:53

Sehr geehrter Herr Wille,

meine Anfrage war nicht klar genug formuliert, entschuldigen Sie bitte.

Ich habe einen Kaufvertrag in dem der Verkäufer mir eine Frist zur Um oder Abmeldung von 3 Tagen einräumt und unter Zeugen zusagt, dass im Schadensfall eine Vollkasko existiert. Ich habe das Fahrzeug komplett bezahlt und anschließend selber gefahren und damit den Unfall verursacht.
Gruß tsannah

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2006 | 03:23

Sehr geehrte Damen und Herren,

dann ändert sich der Fall natürlich erheblich.

In einem Punkt bleibt er aber gleich:
wenn eine Vollkasokoversicherung existiert und der Unfall nicht grob fahrlässig verursacht wurde, dann muß die Versicherung den Schaden tragen.

Wenn aber der Verkäufer Ihnen zugesagt hat, daß eine Vollkaskoversicherung existiert und diese doch nicht existiert, so wäre hier ein Schadensersatzanspruch möglich; entweder man sagt, es liegt wegen der Täuschung u.U. ein versuchter Betrug vor - hier müßte man die Einzelumstände aber noch prüfen - oder es liegt hier ein Fehler im Rahmen der Aufklärungspflicht des Verkäufers vor.

Die rechtliche Begründung ist aber nicht ganz einfach und es hängt sehr stark davon ab, wie die Situation gegeben war.

Trotzdem:

Wenn ich einem Käufer aber zusichere, das eine Vollkaskoversicherung vorliegt und dieser darauf hin den PKW fährt und einen Unfall verursacht, so neige ich hier dazu einen Schadensersatzanspruch zu bejahren.

Ich rate Ihnen daher, zu einem Anwalt zu gehen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


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