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Volljährigenunterhalt bei getrennt lebenden Eltern


16.04.2007 15:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Guten Tag,
Mein Sohn 19 zieht demnächst aus, da er gem. Härteregelung Unterkunftskosten und ALG II vom ALG II-Träger erhält. Sein Vater und ich waren nie verheiratet und leben getrennt. Der Vater von meinem Sohn ist nicht leistungsfähig gem. der Düsseldorfer Tabelle.

Ich habe folgende Fragen:

1.)
Mein bereinigtes Netto-Gehalt beträgt abzüglich berufsbedingter Aufwendungen von 5 % ca. 1.330 Euro. Müsste ich dann 230,-- Euro allein tragen? (Mein Sohn hat noch einen Unterhaltstitel von ca. 1.500 Euro gegen seinen Vater)

2.)
Müsste der Unterhalt dann zivilrechtlich durch meinen Sohn geltend gemacht werden oder geht der Anspruch auf den Leistungsträger über?


Vielen Dank für Ihre Information.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

1.) Gegenüber nicht privilegierten volljährigen Kindern besteht ein Selbstbehalt in Höhe von 1100 €. Sie können also tatsächlich bis zu dem Betrag von 230 € zu Unterhalt herangezogen werden. Da der Bedarf eines volljährigen Kindes mit eigener Wohnung bei ca 600 € liegt, ist allein mit Ihrem Anteil der Unterhalt Ihres Sohnes nicht gedeckt.


2.) Wenn dArbeitsagentur zunächst die Leistungen voll erbringt, dann geht der Anspruch Ihres Sohnes gegen Sie auf die Arbeitsagentur nach § 33 SGB II über. Möglich ist aber auch, dass die Arbeitsagentur nur Leistungen ohne Ihren Anteil erbringt und Ihren Sohn dazu anhält, diesen gegen Sie geltend zu machen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2007 | 20:32

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Reeder,

laut Düsseldorfer Tabelle würde ein Unterhaltsanspruch in Höhe von ca. 330,-- Euro bestehen. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass bei einer Bewilligung eines hier vorliegenden Härtefalls die Unterhaltspflicht nach der Düsseldorfer Tabelle bemessen wird und die Unterkunftskosten wie bei über 25 Jährigen vom "Staat" getragen werden. Wenn das nicht so ist, was bringt dann die Härteregelung? Irre ich da?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2007 | 21:14

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Der Anspruch geht nur dann auf die Arbeitsagentur über, wenn weiterhin eine Unterhaltsverpflichtung besteht, sich Ihr Sohn z.Bsp. in einer Berufsausbildung befindet. Anderenfalls können Sie auch von der Arbeitsagentur nicht in Anspruch genommen werden. Für volljährige Kinder mit eigenem Haushalt wird der Bedarf, den ich erwähnt habe, in den oberlandesgerichtlichen Leitlinien festgelegt.

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