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Volljährigenunterhalt - Teilzeit Jobs


| 06.09.2006 01:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Ich wurde nach langjähriger Ehe vor ca. 2 Jahren geschieden, nachdem meine damalige Frau einen anderen Mann kennengelernt hatte und im Jahr 2002 mit meinen beiden Kindern (damals 9 und 15 Jahre alt) aus dem gemeinsamen Haus in eine eigene Wohnung auszog.

Über die Anwälte wurde im Trennungsjahr 2002 Unterhalt für die Kinder vereinbart, meine Noch-Ehefrau erhielt keinen Trennungsunterhalt.

Bei der Scheidung vereinbarten wir notariel, dass ich das Haus mitsamt den Darlehensschulden alleine übernehme (davor 50 / 50), im Gegenzug erhielt meine Ex-Frau eine Abfindung u. verzichtete auch auf einen schon zuvor fraglichen Ehegattenunterhalt.

Ich selbst bin nach wie vor voll berufstätig (ca. 2700,-- mtl. netto), meine Ex-Frau hat zwei Teilzeit-Jobs (mtl. ca. 650,-- Euro + 250,-- Euro) und hat sich zusätzl. als Fußpflegerin selbständig gemacht (ca. 300,-- Euro mtl. netto).
Zusätzlich erhält sie ca. 300,-- Euro Kindergeld und von mir ca. 650,-- Euro Kinderunterhalt im Monat.
Ihr Gesamt-Netto beträgt somit ca. 2150,-- Euro.

Ich selbst zahle mtl. von meinen 2700,-- Euro an Darlehenskosten (gemeinsam während der Ehe aufgenommen) ca. 1000,-- Euro und ca. 650,-- Euro Kinderunterhalt.
Zusätzlch habe ich nach der Scheidung ein Darlehen aufgenommen, um meine Ex-Frau beim Haus auszubezahlen, hier fallen mtl. ca. 75,-- Euro an.
Ferner zahle ich mtl. seit meiner Ausbildung (also schon vor der Ehe) zwei Lebensversicherungen mit Berufsunfähigkeitsversicherung i. H. v. ca. 100,-- Euro ab.
Hinzu kommen mtl. Fixkosten für Strom, Erdgas, Wasser, Kranken-, Haftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherung, GEZ-Gebühren, Gewerkschaftsbeitrag u.a. i. H. v. ca. 400,-- Euro.
Dies sind zusammen ca. 2225,-- Euro mtl. Belastung für mich.

Engpässe konnte ich bislang mit Erspartem auffangen, dies ist jetzt nicht mehr möglich.

Nun ist mein ältester Sohn 19 jahre alt geworden, hat in diesem Sommer sein Abitur bestanden und überlegt nun, ob er eine Ausbildung oder eine Studium anfängt.

Seit mehr als 1 Jahr hat er einen Mini-Job i. H. v. mtl. 300,00 Euro netto.
Er wohnt noch bei seiner Mutter, zahlt hierfür keine Abgaben, das Kindergeld erhält nach wie vor die Mutter.

Ich beabsichtige nun, den Unterhalt für meinen ältesten Sohn zu kürzen.
Bei der Unterhaltsberechnung im Trennungsjahr 2002 hatte meine Ex-Frau noch keinen zweiten Mini-Job, war noch nicht selbständig und mein ältester Sohn hatte noch keinen Mini-Job.

Mich würde jetzt natürlich intersessieren, inweit sich ein neuer Unterhalt für mich nach der Kürzung anhand der genannten Daten ergibt.
06.09.2006 | 08:44

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Anbei der Unterhalt. Ich weise darauf hin, dass wegen Ihres Immobilieneigentums eine Zurechnung von Wohnvorteilen zu Ihrem Einkommen vorzunehmen ist. (ich habe den Wert noch sehr niedrig angesetzt, ggf. müsste vermietet werden). Weiterhin hängt der Unterhalt Ihres älteren Sohnes davon ab, wie seine Ausbildung weitergeht. Ferner sind die allgemeinen Lebenshaltungskosten bereits im Selbstbehalt berücksichtigt. Für Krankenversicherung habe ich einstweilen pauschal 100,-- € abgezogen. Das Einkommen der Frau wurde komplett berücksichtigt, da die Kinder am veränderten Einkommen Anteil haben. Für eine verbindliche Berechnung müssen Sie unbedingt einen Anwalt Ihres Vertrauens aufsuchen.

Berechnung:
Unterhaltsberechnung für den 06.09.2006
Hauptverdiener (Mann):
Monatsnettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit 2.700,00 €
./. Berufsaufwand (pauschal 5 %) 135,00 €
= bereinigtes Erwerbseinkommen: 2.565,00 €
+ Gebrauchsvorteil aus mietfreiem Wohnen: 400,00 €
./. Konsumentendarlehen: 1.000,00 €
./. Hausdarlehen: 75,00 €
./. Altersvorsorge 100,00 €
= Bereinigtes Gesamteinkommen des Hauptverdieners: 1.790,00 €

Zweitverdiener (Frau):
Monatsnettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit 1.200,00 €
./. Berufsaufwand (pauschal 5%) 60,00 €
= bereinigtes Erwerbseinkommen: 1.140,00 €
Das bereinigte Einkommen ist voll anrechenbar.
= Bereinigtes Gesamteinkommen des Zweitverdieners: 1.140,00 €


ergibt (nach Düsseldorfer Tabelle):

Kind Kind jung (* 01.01.1993, 13 J) Prägende Barunterhaltspflicht des Hauptverdieners
Unterhaltsbedarf: 373,00 € = 128,0 % des Regelbetrags
Anspruch gegen Hauptverdiener: Quote 100,00 % = 373,00 €
•Kindergeldbezug: Zweitverdiener. Anrechnung des hälftigen Kindergelds (154,00 €) = 77,00 €
Minderung des Kindergeldausgleichs (§ 1612b V BGB) auf 57,00 €
Zahlbetrag Hauptverdiener: 373,00 € - Kindergeldausgleich 57,00 € = 316,00 €

Kind Kind alt (* 01.01.1987, 19 J) Prägende Anteilshaftung von Haupt- u. Zweitverdiener
Eigenes Einkommen: 300,00 € abzügl. Ausbildungskosten 0,00 €= 300,00 €
Unterhaltsbedarf: 640,00 € ./. 300,00 € = 340,00 €
• Bedarf des volljährigen Kindes mit eigenem Haushalt
Anspruch gegen Hauptverdiener: Quote 88,80 % = 301,90 €
Anspruch gegen Zweitverdiener: Quote 11,20 % = 38,10 €
•Kindergeldbezug: Zweitverdiener. Anrechnung des hälftigen Kindergelds (154,00 €) = 77,00 €
Zahlbetrag Hauptverdiener: 301,90 € - Kindergeldausgleich 77,00 € = 224,90 €
Zahlbetrag Zweitverdiener: 38,10 € + Kindergeldausgleich 77,00 € = 115,10 €



ZAHLBETRÄGE Mann (HV) Frau (ZV)

Kind Kind jung: 373,00 ./. 57,00 = 316,00
Kind Kind alt: 301,90 ./. 77,00 = 224,90 38,10 + 77,00 = 115,10
= Kinderunterhalt mit KiG-Ausgleich: 540,90 € 115,10 €

Ich hoffe, dass Ihre Fragen hinreichend beantwortet worden sind. Für Rückfragen stehe ich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2006 | 08:06

Sehr geehrter Herr Heilmann,

vielen Dank für Ihre rasche und fachkundige Antwort, die für mich eine sehr gute Orientierungshilfe darstellt!

Evtl. hat sich bei der Unterhaltsberechnung für meinen 19-jährigen Sohn ein kleiner Denkfehler eingeschlichen.

In Ihrer Bewertung steht: "Bedarf des volljährigen Kindes mit eigenem Haushalt".

Mein großer Sohn lebt jedoch noch im Haushalt seiner Mutter, ich nehme an, dies hat Auswirkungen auf die Unterhaltberechnung?

Sollte dies der Fall sein, wäre ich Ihnen für eine ergänzende Antwort sehr dankbar!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.09.2006 | 12:43

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Nachfrage. In dem Fall (Kind wohnt noch bei Mutter) ergibt sich ein Bedarf von 570,-- abzüglich der 300,--. Daraus ergeben sich unter Zugrundelegung der bisherigen Ansätze folgende Unterhaltsansprüche:


ZAHLBETRÄGE Mann (HV) Frau (ZV)

Kind Kind jung: 373,00 ./. 57,00 = 316,00
Kind Kind alt: 239,75 ./. 77,00 = 162,75 30,25 + 77,00 = 107,25
= Kinderunterhalt mit KiG-Ausgleich: 478,75 € 107,25 €

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