Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Volljährigenunterhalt - Änderungsklage


21.06.2007 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Volljährigenunterhalt


Mein Mann ist zwei studierenden Kindern (mit eigenem Hausstand) zum Unterhalt verpflichtet:
Der Bedarf € 640- € - 154 Kindergeld - € 176 Bafög = € 310
Beide gehen einer regelmäßigen Tätigkeit nach ca. 200,- - 300,- €

Die Mutter der Kinder hat ein Nettoeinkommen von € 1727,-
Sie lebt mit einem vollerwerbstätigen Partner zusammen, welcher mehr als sie verdient.
(Zusammenlebenpauschale)??

Ich bin nicht berufstätig. Vorrangiger Unterhaltanspruch gegenüber meinem Mann laut Düsseldorfer Tabelle € 800,-?

Mein Mann hat ein
Nettoeinkommen von € 2284,26
Riesterrente 4 % vom
jährlichen Brutto 156,00
konkrete Fahrkosten
18km x 2 = 36 km für Hin- und Rück-
fahrt x 0,26 € x 220 Arbeitstage=
2059,20 € : 12= 171,60
vorrangiger Unterhalt Ehefrau 800,00
Selbstbehalt 1100,00
über den Selbstbehalt ragen 56,68

Nach dieser Berechung der Leistungsfähigkeit wäre ein Unterhalt von € 28,34 pro Student möglich. Mir ist bekannt, dass beide Eltern bar unterhaltspflichtig sind und der Unterhalt in Haftungsanteilen berechnet wird, die obere Berechnung jedoch nur die Leistungsfähigkeit errechnet. Die Kindesmutter ist jedoch finanziell so gestellt, den restlichen Bedarf der Kinder decken zu können, ohne dass ihr Selbstbehalt gefährdet ist.

Die Ehe mit der Kindesmutter wurde vor 8 Jahren geschieden, danach hat mein Mann immer mehr KU bezahlt, als er eigentlich müsste. Der Sohn studiert seit SS 2004,
die Tochter hat im WS 2005 ihr Studium begonnen. Wir haben beiden Kindern geraten, Bafög zu beantragen, da inzwischen 3 Kinder studieren ( meine Tochter und die beiden Kinder meines Mannes) und mein Sohn, welcher bei uns im Haushalt lebt, auf Grund von Leistungsunfähigkeit seines Vaters keinen Unterhalt mehr erhält, bei der Bafögberechnung auch berücksichtigt wird .Mit den Bafögbescheiden begann dann das Elend. Auf diesen Bafögbescheiden wird der vom Bafög abzuziehende Betrag ausgewiesen. Die Kinder meines Mannes behaupteten, dass dieser Betrag der zu zahlende Unterhaltsbetrag wäre. Alle Erklärungsversuche unsererseits sind gescheitert. Klage wurde eingereicht. Der Unterhaltsprozess wurde mit einem Vergleich beendet. Jeder Student erhielt € 100,- weniger, als vorher gezahlt und angeboten wurde.

Obwohl wir den Studentenwerken gegenüber nachgewiesen hatten, dass ich über kein Einkommen verfüge, ( diese Freibeträge für mich und meinen Sohn) eigentlich auch ausschlaggebend sind, für die Bafögleistung von 176,- pro Kind, wurde von den Kindern meines Mannes im Unterhaltsprozess bestritten, dass ich nicht arbeiten gehe.
In der mündlichen Anhörung wurde ich dann unglaublich gedemütigt, indem im Gerichtssaal
sämtliche Krebsoperationen welche ich in den letzten Jahren hatte, zum Thema gemacht wurden, um den Unterhaltsanspruch von € 713,- zu rechtfertigen. Meines Wissens, bin ich diesen Kindern gegenüber keiner Rechenschaft schuldig oder habe ihnen gegenüber keine Erwerbsobliegenheit?

Da wir mit einer erneuten Klage oder ständigen Drohungen, rechnen müssen, wollen wir mit einer Änderungsklage vorgreifen. Die Voraussetzungen müssten auf Grund der Berechnung gegeben sein?

Ich bitte um eine kurze Erklärung, ob die Berechnung so korrekt ist, was bei einer Änderungsklage zu beachten wäre?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Grds. ist Ihre Berechnung stimmig, wobei zusätzlich noch eine 5%-ige Aufwendungspauschale für Kosten aus der Arbeit Ihres Mannes abgezogen werden könnte.

Zur Zeit existiert noch der Vorrang des Unterhalts der Ehefrau, welcher aber mit der Reform des Unterhaltsrechts zum 01.07.2007 angegriffen wurde. Danach ist der Kindesunterhalt privilegiert und die € 800,00 könnten nicht mehr vorab angerechnet werden. Dies gilt stets nur für den Mangelfall.

Sie sind dagegen in keinem Fall unterhaltsverpflichtet und unterliegen keiner Erwerbsobliegenheit für die Kinder, da Sie nicht mit Ihnen verwandt sind.

In Bezug auf das Einkommen der Kindesmutter dürfte sich zumindest auch ein Teilanspruch der Kinder auf Barunterhalt herleiten, insbesondere, wenn die Kindesmutter keinen Naturalunterhalt leistet.

Bei der Änderungsklage sollten Sie sich vor Ort von eine Kollegen beraten lassen. Gerne übernehmen wir auch die weitere Prozeßführung. Zusammenfassend ist eine konkrete Berechnung und Darstellung der Einkünfte und berücksichtigungsfähigen Abzüge zu ermitteln und sodann der aus der Unterhaltsberechnung resultierende Betrag ab dem gewünschten Datum zu beantragen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanalt-

www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.06.2007 | 16:32

Sehr geehrter Herr Joachim,

sie schreiben, dass nach der Reform des Unterhaltsrechts der Kindesunterhalt Vorrang haben soll, dies ist sicherlich richtig. Das gilt meines Wissens nur für minderjährige und privilegiert Volljährige.
Rang 3. Ehefrau
Rang 4. ´nicht privilegierte´ volljährige Kinder (z.B. Studenten)

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.06.2007 | 11:36

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Informarion ist richtig. Der Unterhaltsvorrang gilt nach den bisherigen Vorschlägen und Reformansätzen nur für minderjährige unverheiratete und privilegierte volljährige Kinder.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER