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Volljährigen Unterhalt

| 23.05.2012 10:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Aljoscha Winkelmann


Die Tochter meines Mannes wird am kommenden Wochenende 18 Jahre alt. Im Rahmen einer Beistandschaft hat das zuständige Jugendamt in Berlin schon mal errechnet, wieviel Unterhalt der Tochter dann zusteht. Sie lebt noch im Haushalt der Mutter, die dann wohl auch 120 € im Monat zahlen soll.
Meine Frage: Ist es rechtlich in Ordnung, ab dem kommenden Monat den Unterhalt auf das Konto des volljährigen Kindes direkt zu überweisen und nicht mehr an die Mutter?
Mein Mann möchte das gerne so tun, weil die Mutter ja das Kindergeld und den Barunterhalt einbehält.
Danke M.K.

95/12
Sehr geehrte Fragestellerin/sehr geehrter Fragesteller,

Ihre
Frage geschrieben am 23.05.2012 10:55:05
Volljährigen Unterhalt
Rechtsgebiet: Familienrecht | Einsatz: € 25,0

beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

Nach § 1612 Abs. 2 Satz 1 BGB können Eltern, die einem unverheirateten volljährigen Kind Unterhalt zu gewähren haben, bestimmen, in welcher Art und für welche Zeit im Voraus der Unterhalt gewährt werden soll, sofern auf die Belange des Kindes die gebotene Rücksicht genommen wird. Der Unterhalt kann - muss aber nicht - dem Kind in Form einer monatlich im Voraus zahlbaren Geldrente gewährt werden (siehe auch § 1612 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 1 BGB). Alternativ können die Eltern Naturalunterhalt bestimmen (d.h. Gewährung von Wohnung und Verpflegung und Zahlung der Ausbildungskosten), besteht kein Anspruch auf eine monatliche Geldrente. Diese Bestimmung umfassen immer den gesamten Lebensbedarf (Wohnung, Bekleidung, Verpflegung, Taschengeld). Allerdings sind auch Mischformen von Bar- und Naturalunterhalt möglich sind (vgl. zu allem Ehinger/Griesche/Rasch, Handbuch Unterhaltsrecht, 6. Auflage 2010 /B. Unterhaltsanspruch des volljährigen Kindes/ Rn. 232).

Ihr Ehemann und dessen Ex-Frau dürften eine s9olche Mischform gewählt haben. Danach soll zumindest ER ausschließlich Barunterhalt im Voraus leisten. Der darauf gerichtet Anspruch ist ein eigener Anspruch der Tochter Sie ist Gläubigerin des Anspruchs, vgl. auch Palandt, BGB-Komm., 70. Aufl. 2012, § 1612 Rn. 2). Diese kann die Zahlung daher auf ihr eigenes Konto verlangen. Sollte sie dies wollen, sollte Ihr Mann dies auch tun.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen Überblick verschafft zu haben.

Ich weise abschließend darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt (vor Ort) in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.
Letztlich weise ich darauf hin, dass der Umfang meiner Beratung ebenfalls durch die zwingenden gesetzlichen Vorgaben des § 4 RVG begrenzt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Aljoscha Winkelmann (Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 23.05.2012 | 12:59

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