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Vodafone Rechnung von 430 Euro...

21.10.2010 12:53 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


15:02


Hallo,

ich habe zu meinem Vodafone Vertrag der seit Dezember 2006 läuft eine Internetflat für 9,95 Euro mit Zugang "WAP" über die Kundenbetreuung dieses Jahr im Juni dazu gebucht. Genutzt habe ich sie erst ab August. Als ich im Juni die Internetflat dazu gebucht hatte habe ich danach folgende SMS bekommen:

Lieber Vodafone Kunde, um die Vodafone live! InternetFlat ohne Zusatzkosten zu nutzen, wählen Sie bitte immer den Zugangspunkt wap.vodafone.de Dieser ist voreingestellt, wenn Sie über Vodafone live! ins Internet gehen. Sie dürfen die Vodafone live! InternetFlat nur mit einem Handy ohne angeschlossenen Computer nutzen.

Als ich im August die Internetflat das erste mal benutzte bin ich über diesen Link in der SMS in das Internet gegangen. Die drauffolgende Tage bin ich dann über meinen Browser rein gegangen. Als ich ende August nach meinem Kontostand geschaut habe auf der Vodafone seite, hat es mich der Schlag getroffen. Meine Rechnung betrug da schon 320 Euro (430 Euro war der Endrechnungsbetrag)... als ich dann bei Vodafone angerufen hatte und um Klärung bittete wurden mir sämtliche verschiedene Sachen erzählt von mittlerweile 4 Kundenbetreuer. Ich wartete ab bis die Handyrechnung kam und komischerweise wurde mir für 2 Tage fast 280 Euro an Internetgebühren berechnet und die anderen Tage waren kostenlos, obwohl ich gleich ins Internet gegangen bin.

Ich habe Vodafone einen Brief geschrieben aber dort zeigt sich keine reaktion...

Meine Frage wäre jetzt, kann ich gegen Vodafone mit "Erfolg" vorgehen mit einem Anwalt oder sehen da meine Chancen schlecht aus? Kann ich diesen Handyvertrag fristlos kündigen?

Vielen Dank für die Hilfe weil langsam verzweifel ich noch...

21.10.2010 | 14:14

Antwort

von


(2005)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Ich vermute, dass Sie (wenn auch unabsichtlich) entweder nicht über den zulässigen Zugangspunkt ins Internet gegangen sind bzw. Inhalte abgerufen haben, die nicht von der Flatate gedeckt sind, z.B. E-mails über ein E-Mail-Programm, ICQ usw.. Dies passiert schnell, wenn z.B. die letztgenannten Programme nicht ordentlich konfiguriert sind (ohne jetzt zu tief ins technische Detail zu gehen: Abgedeckt ist üblicherweise nur das http-Protokoll (Port 80)).

In diesem Fall wird der Zugang gemäß Ihres normalen Tarifes berechnet, dies kann je nach Ihrem Tarif und Verbindungsdauer schnell hohe Kosten verursachen (wenn Sie keine Kostenbegrenzung vereinbart haben).Denn laut Vodafone gilt:

„…die live! InternetFlat nur für das Surfen im deutschen Vodafone-Netz auf http-basierten Internet-Seiten und mit von Vodafone zertifizierten Clients jeweils über den APN (Zugangspunkt) wap.vodafone.de. Die Vodafone live! InternetFlat beinhaltet eine E-Mail-Flatrate für E-Mail-Verkehr über den APN (Zugangspunkt) wap.vodafone.de, der über die gängigen E-Mail-Protokolle zu imap.email.vodafone.de, pop.email.vodafone.de, smtp.email.vodafone.de übertragen wird. Sie profitieren von einem Sammeldienst für bis zu 5 E-Mail-Konten bei externen Providern. Sie brauchen ein Internet- und E-Mail-fähiges Handy, um die Tarifoption zu nutzen. Die Nutzung des inklusiven Datenvolumens ist nur mit Handy gestattet. Für die Nutzung mit einem Computer, einem ans Handy angeschlossenen oder drahtlos verbundenen Computer gilt das inklusive Datenvolumen nicht, diese wird gemäß Ihres Tarifs berechnet. Die Nutzung für Voice over IP, Instant Messaging, Peer-to-Peer-Kommunikation ist nicht gestattet."

Daher tappen technisch nicht so versierte Kunden oftmals in die Kostenfalle. Rechtliche Möglichkeiten gibt es hier leider wenige: Auch wenn die Kosten für eine (meist unfreiwillig) erstellte Verbindung außerhalb der Flatrate sehr hoch sind, so dürften sie wohl nicht so unverhältnismäßig sein, dass Sie unzulässig sind. Schließlich haben Sie ja einen entsprechenden Vertrag zur Handynutzung unterschrieben.
Wenn Ihnen die Tarifoption von einem Berater „angedreht" wurde, könnte man eventuell aufgrund einer unzureichenden Beratung Rechte herleiten. Dies dürfte allerdings schwer beweisbar sein. Im Endeffekt sind leider Sie als Kunde in der Pflicht, die technischen Voraussetzungen für eine Nutzung der Internet-Flat bereitszustellen. Das Vodafone sich nicht unbedingt bemüht, die Kunden von einer darüber hinausgehenden Nutzung abzuhalten, ist zwar alles andere als kundenfreundlich, aber rechtlich nach dem oben ausgeführten kaum angreifbar.

Etwas anderes könnte bei Ihnen nur gelten, wenn Sie tatsächlich über mehrere Tage über den selben Zugangspunkt auf vergleichbaren Seiten gesurft haben, Ihnen aber dennoch nur für einige Tage die Verbindung außerhalb der Flat berechnet wurde. Dies würde auf eine technische Fehlfunktion auf Seiten des Providers hinweisen. In diesem Fall müssen Sie die berechneten Entgelte natürlich nicht zahlen. Ob dies der Fall ist, könnte nur nach Überprüfung der entsprechenden Unterlagen gesagt werden.

Zumindest können Sie die Tarifoption „Internetflat" monatlich kündigen. Es dürfte auf jeden Fall zudem sinnvoll sein, Vodafone freundlich den Sachverhalt zu schildern, darauf hinzuweisen, dass eine (bewusste) kostenpflichtige Nutzung nicht vorlag und eine genaue Aufstellung anzufordern, wodurch die Kosten entstanden sind. Oftmals ist der Anbieter bereit, bei langjährigen Kunden aus Kulanz den Betrag deutlich zu mindern oder komplett darauf zu verzichten, um den Kunden in Zukunft nicht zu verlieren. Wenn Vodafone auf das Schreiben nicht reagiert, sollten Sie einen Berater vor Ort aufsuchen, um die Angelegenheit zu klären (hierzu ein kleiner unjuristischer Rat: Am besten an einem Samstag, wenn die Läden voll sind, die Problematik lautstark vortragen. Dies unterstützt das Bemühen der Berater um eine schnelle, diskrete Lösung erfahrungsgemäß deutlich!)


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Rückfrage vom Fragesteller 21.10.2010 | 14:25

Vielen Dank für Ihre Anwort.

Ich war im Vodafone Laden und dort wurde mir gesagt:
Alles was man über die Kundenbetreuung bucht, hat nichts mit dem Vodafone Handyladen zutun.

Bei der Kundenbetreuung habe ich schon 4 mal angerufen und mittlerweile habe ich vier verschiedene Anworten woran es liegen könnte...

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.10.2010 | 15:02

In diesem Fall dürfte wohl die beste Lösung sein, per eingeschriebenen Brief an Vodafone die Sachlage noch einmal deutlich zu schildern und unter Fristsetzung (14 Tage dürften angemessen sein) zur Stellungnahme aufzufordern. Eventuell sollten Sie, wenn Sie sich eh von der Firma lösen wollen, in diesem Schreiben neben der Tarifoption auch den zugrundeliegenden Handyvertrag zumindest zum nächstmöglichen Termin (da ein Sonderkündigungsrecht nach dem oben gesagten nicht unbedingt vorliegt) ordentlich kündigen, damit Sie ein weiteres Druckmittel haben. Sollte auch hierauf keine Reaktion erfolgen, sollten Sie tatsächlich einen Anwalt einschalten, um Ihre Interessen durchzusetzen.

ANTWORT VON

(2005)

Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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