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Vodafone GmbH gegen Frau Lecheler

| 31.03.2020 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe Ihnen im Auftrag einer älteren Dame/ Frau I. Lecheler, welche bei uns im betreuten Wohnen wohnt und der ich gerne bei ihrem Problem helfen wollte.

Die Vodafone GmbH mahnt und klagt nun seit längerem unsere Bewohnerin an, dass sie ihre Telefonrechnungen nicht bezahlt. Frau Lecheler ist jedoch der Meinung, dass es dafür keine Grundlage gibt, da sie mit der Vodafone GmbH gar keinen bestehenden Vertrag hat.
Ich habe daraufhin mal nach Bitten von Frau Lecheler deren ganze Unterlagen durchgesehen, die sie ordentlich in einem Ordner abgeheftet hat.
Ich konnte einen Mobilfunkvertrag und einen Festnetzvertrag vorfinden, die beide gekündigt sind und für die eine Kündigungsbestätigung von der Vodafone GmbH vorliegt.

Die Forderungen, die nun von der Vodafone GmbH zunächst angemahnt, dann über ein Inkassobüro und seit neuestem von einer Rechtsanwaltskanzlei eingefordert werden beziehen sich auf eine Kundennummer, für die ich in den Unterlagen tatsächlich keinen Vertrag finden kann.
Ich habe daraufhin auf Bitten von Frau Lecheler mit der Anwaltskanzlei telefonisch Verbindung aufgenommen und versucht zu vermitteln bzw. den Sachverhalt erklärt, dass die alte Dame den Standpunkt vertritt, dass kein Vertrag mit der Vodafone GmbH besteht und deshalb sich nicht veranlasst fühlt die Rechnungen zu bezahlen. Des Weiteren habe ich erklärt, dass ich in der wirklich ordentlichen Ablage der Dame keinen bestehenden Vertrag mit der entsprechenden Kundennummer finden kann, der die Forderungen belegen würde.
Aus dem Grunde habe ich die Anwaltskanzlei darum gebeten, Frau Lecheler eine Kopie von dem von ihr unterzeichneten Vertrag zuzusenden, damit ich der Dame erklären kann, dass die Forderungen berechtigt sind.

Daraufhin hat Frau Lecheler die Kopie eines Montagenachweises vom 21.08.2018 erhalten, welcher nicht von Frau Lecheler unterschrieben ist! Die Unterschrift des Leistungsempfängers kann von uns nicht identifiziert werden ist wohl aber "im Auftrag" unterschrieben. In dem Zusammenhang wurde Frau Lecheler von der Anwaltskanzlei aufgefordert ihre Einkommensverhältnisse offenzulegen.

Ich habe dann nochmal bei der Anwaltskanzlei angerufen und erklärt, dass Frau Lecheler nach wie vor von keinem bestehendem Vertrag mit der Vodafone GmbH weiß (ich in den Unterlagen auch nichts finden kann) und auch die ihr zugesandten Kopie des Montagenachweises vom 21.8.2018 NICHT von Frau Lecheler unterschrieben ist.
(Nach unseren Kalendeintragungen war Frau Lecheler war an diesem Tag bei uns nochmals zur Besichtigung unseres Betreuten Wohnens und ist am 25.8.2018 bei uns eingezogen. Erster Besuch und Mietvertragsunterzeichnung war am 10.8.2018)
Zudem habe ich darauf hingewiesen, dass Frau Lecheler vor ihrer Tochter und dem wohl sehr aggressiven Schwiegersohn geflohen ist und die Räumung ihrer Wohnung unter Polizeischutz und Anwesenheit einer Anwältin durchgeführt werden musste - so wurde es uns mitgeteilt. Die Daten von Frau Lecheler dürfen unter keinen Umständen an Dritte weitergegeben werden, was auch hier, an ihrem neuen Wohnort auch von Frau Lecheler an allen amtlichen Stellen so vermerkt ist.

Die Dame am Telefon der Anwaltskanzlei hat mich daraufhin gebeten ihr nochmal die Kopie des Montagenachweises, sowie eine Kopie des Personalausweises von Frau Lecheler und eine Bevollmächtigung, dass ich für Frau Lecheler sprechen darf sowie eine Einzugsbestätigung von uns, zuzusenden.
All das habe ich mit und für Frau Lecheler gemacht.

Darauf kam ein Schreiben von der Anwaltskanzlei, dass Frau Lecheler am 6. August 2018 im Vodafone Shop Haltern am See einen Vertrag abgeschlossen habe - jedoch ohne Nachweis! des Weiteren bestehen sie weiterhin auf die Forderung da unter anderem nur auf Grund des Umzugs kein Sonderkündigungsrecht vorlag. des Weiteren soll Frau Lecheler den Nachweis erbringen, den Vertrag gekündigt zu haben.

Ich habe wieder bei der Anwaltskanzlei angerufen und mit einem Herrn gesprochen. Hier haben wir festgehalten, dass Frau Lecheler lediglich einen Vodafone-Vertrag mit einer anderen Kundennummer gekündigt und auch dafür eine Kündigungsbestätigung zum 19.10.2018 in ihrem Besitz hat.
Einen Vertrag für die nun laufenden Forderungen hat Frau Lecheler nach meiner Einsicht nicht in ihrem Besitz und die Anwaltskanzlei sei doch bitte so freundlich und soll Frau Lecheler diesen entsprechenden Vertrag als Nachweis zusenden, damit endlich Klarheit herrscht. Dann würde Frau Lecheler sofort die Forderungen bezahlen.
Der Herr am Telefon von der Anwaltskanzlei konnte keinen Vertrag seiner Mandantin finden und versprach sich darum zu kümmern und Frau Lecheler würde dann schriftlich kontaktiert werden.

Als Reaktion darauf erhielt ich ein Schreiben der Anwältin mit Anlage eines Willkommensbriefes an Frau Lecheler von der Vodafone GmbH welcher sämtliche Vertragsinhalte enthält - jedoch nach wie vor keine Unterschrift von Frau Lecheler enthält.

Wieder ein Anruf bei der Anwaltskanzlei, dass dies Frau Lecheler als Nachweis für die an sie gestellten Forderungen nicht ausreicht und man Frau Lecheler doch einfach bitte eine Kopie des von ihr persönlich unterschriebenen Vertrags mit der Vodafone GmbH aushändigen soll.

Darauf erhielt wieder ich ein Schreiben der Anwaltskanzlei, dass sie die Forderung bereits durch Vorlage diverses Unterlagen nachgewiesen hätten. Genannt wird der Willkommensbrief und die Vornahme der Montage, "der durch die Schuldnerin unterzeichnet worden ist" (was nachweislich nicht der Fall ist) und welche einen bestehenden Vertrag begründen würde.

Wieder bei der Anwaltskanzlei angerufen und nochmals erklärt, dass Frau Lecheler nichts von einer erneuten Vertragsunterzeichnung weiss. Schließlich hatte sie einen bestehenden Vertrag bereits gekündigt und auch eine Kündigungsbestätigung von der Vodafone GmbH zum 19.10.2018 erhalten. Für Frau Lecheler bestand garkein Veranlassung einen neuen Vertrag am 6.8.2018 abzuschließen, vor allem da Frau Lecheler bereits ihren Umzug ins betreute Wohnen plante.

Daraufhin kam ein Schreiben der Anwaltskanzlei, in dem darauf hingewiesen wird, dass eine Anwaltskanzlei mit Schreiben vom 16.8.2018 den angeblich geschlossenen Vertrag vom 6.8.2018 widerrufen wollten, da Frau Lecheler umgezogen sei. Dieser Anwaltskanzlei sei von der Vodafone GmbH mitgeteilt worden, dass kein Widerrufsrecht bestehen würde, da der Vertrag im Vodafone Shop Haltern am See geschlossen wurde. Weiterhin wurde diese Kanzlei wohl gebeten - so wurde es uns geschrieben - die neue Anschrift von Frau Lecheler mitzuteilen, um zu prüfen, ob der Anschluss dort fortgeführt werden kann. Doch die neue Anschrift wurde nie mitgeteilt.
Auf Nachfrage bei Frau Lecheler meinerseits konnte mir Frau Lecheler dazu nichts sagen, da sie sich nach wie vor sicher ist, keinen Vertrag abgeschlossen zu haben und dementsprechend auch die damals von ihr beauftrage Anwältin zum Schutz vor ihrer Tochter und Schwiegersohn hier nicht tätig werden musste. Nach Aussage von Frau Lecheler war diese Anwältin damit beauftragt Frau Lecheler vor der Tochter und dem Schwiegersohn beim Auszug zu schützen und den Verkauf ihrer Eigentumswohnung zu regeln.

Da ich bei meinen Vermittlungsbemühungen einfach nicht weiterkomme und die Gegenpartei einfach keine Kopie des von Frau Lecheler unterschriebenen Vertrags mit der Vodafone GmbH aushändigt, und damit letztendlich zu einem schnellen Ende und Klärung für beide Seiten beitragen könnte, hat mir Frau Lecheler erlaubt bei Ihnen um Rat nachzufragen, wie Frau Lecheler weiter vorgehen soll.

Über Ihren Rat und Hilfe wäre Frau Lecheler (und ich!) sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen




31.03.2020 | 18:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Grundsätzlich muss Die Partei alle Tatsachen beweisen, die für Sie günstig sind. In Ihrem Fall muss Vodafone den Vertragsschluss nachweisen.
Dies können sie nach dem geschilderten Sachverhalt nicht. Zwar sprechen einige Indizien dafür, aber es ist ebenso möglich, dass Tochter oder Schwiegersohn die Unterschrift gefälscht haben.

Es empfiehlt sich daher, stur zu bleiben und den Anspruch weiter abzulehnen.
Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, kann man auf ein graphologisches Gutachten hinwirken, damit die Verschiedenheit der Unterschriften bewiesen wird.

Solange der Vertragsschluss nicht bewiesen ist, haben Sie also nichts zu befürchten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Matthias Richter


Bewertung des Fragestellers 02.04.2020 | 09:46

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"Herr Richter hat prompt, freundlich, kurz und verständlich meine Frage beantwortet.
Ich bin sehr zufrieden, da ich nun beruhigt weiterhin meinen Standpunkt vor der Gegenpartei vertreten kann. Ich würde Herrn Richter jederzeit weiterempfehlen.
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Ich bin sehr zufrieden, da ich nun beruhigt weiterhin meinen Standpunkt vor der Gegenpartei vertreten kann. Ich würde Herrn Richter jederzeit weiterempfehlen.
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