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Visum für ein Studium


28.04.2005 17:50 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Guten Tag
Meine Freundin(ausKenia)besucht gerade die Uni,studiert pharmazie.
Sie hat mehrfach Prüfungen nicht bestanden, deshalb hat sie entschlossen das Studienfach zu wechseln. Damit sie die bisher erworbenen Scheine nicht wegwerfen wollte hat sie sich für das Fach Biochemie entschieden,damit sich die Studeinzeit verkürzt.
Sie hat einen Antrag an die Ausländerbehörde gestellt um Umschreibung ihres Visum, aber heute hat sie eine Absage bekommen, mit der Begründung das sie schon lange Pharmazie studiert. Sie ist finanziell unabhängig vom Staat. Sie zahlt auch ihre Krankenversicherung und sie hat sich noch nie was zu Schulden kommen lassen.
Ich hab vor Wochen mit einem Beamten der Ausländerbehörde gesprochen und er hat mir gesagt das grundsätzlich möglich ist das Studienfach zu wechseln .
Wie sieht in diesem Fall die Rechtslage aus.
Ich danke Ihnen im voraus.
Danke

-- Einsatz geändert am 28.04.2005 17:50:05

-- Einsatz geändert am 28.04.2005 17:51:09
Sehr geehrte Damen und Herren,

richtig ist, daß es grundsätzlich möglich ist das Studienfach zu wechseln, auch wenn man ein Visum hat.

Problematisch ist nur, wenn man das Studium schon "zu lange" studiert. Die Ausländerbehörde setzt für jedes Studienfach eine bestimmte Zeit (Studiendauer) an. Studiert man zu lange bekommt man Schwierigkeiten.

Jetzt ist die Frage, ob es sich um eine Bescheid handelt (und Sie ihn nur als Absage bezeichnet haben). Gegen diesen Bescheid ist Widerspruch möglich, wobei Sie die kurze Frist auf dem Bescheid beachten müssen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß Ihre Freundin ein neues Visum beantragt (mit dem gesamten formalen Vorlauf). Sie muß dann die finanzielle Abhängigkeit und eine Wohnung nachweisen. Einen Nachweis über die Finanzierung Ihres Studiums für mindestens ein Jahr in Form einer Einladung oder Verpflichtungserklärung aus Deutschland. Sofern Ihre Freundin - wie Sie angeben - das Studium selbst finanzieren, muß Sie ausreichende Geldmittel nachweisen. Die monatlich zur Verfügung stehenden Mittel müssen dem sog. BaföG-Höchstsatz entsprechen (600,- Euro/Monat)

Wenn Sie Ihre Freundin heiraten, dann kann Sie im Rahmen des Familiennachzuges u.U. auch in Deutschland bleiben. Wobei ich betonen muß, daß eine Scheinehe strafbar ist (auch für Sie).

Sie sollten sich daher - insbesondere wegen der o.g. Frist - zu einem Anwalt begeben.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
Breite Str. 147 - 151
50667 Köln
www.anwalt-wille.de





Nachfrage vom Fragesteller 29.04.2005 | 10:32

Danke für die Antwort.
Es handelt sich nur um eine Aussage einen Bescheid hat sie noch nicht bekommen.Meine Frage:
Auf welchem Paragraphen im Ausländergesetz sich dies beruht.
Danke für die Hilfe

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2005 | 09:51

Sehr geehrte Damen und Herren,

solange Sie keinen Bescheid hat, kann man u.U. als Anwalt noch vorbereitend tätig werden.

Im übrigen empfehle ich Ihnen als Übersicht folgende Website des DAAD:
http://www.daad.de/deutschland/de/2.3.3.html#6

Dort finden Sie auch verschiedene Merkblätter.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

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