Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Visum für Geschäftsreisende

04.09.2014 14:30 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Entsendung eines brasilianischen Mitarbeiters einer dortigen Firma nach Deutschland zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit ist in aller Regel nur mithilfe eines nationalen Visums möglich. Es gilt keine Visafreiheit wie für geschäftliche Aufenthaltszwecke

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine brasilianische Firma will ein Mitarbeiter zu einer deutschen Firma für 90 Tage entsenden, um kaufmänische Tätigkeiten in der deutschen Firma zu übernehmen. Sein Vertrag bleibt mit der brasilianischen Firma während dieser Zeit und er wird auch dort vergütet.

Ist es möglich, dass er für die Übernahme dieser Tätigkeiten entsendet wird? Ggfls. welche Tätigkeiten sind erlaubt? Welches Visamodalität ist es, vielleicht ein Visum für Geschäftsreisende? Bitte die Gesetzliche Bestimmungen zitieren.

Vielen Dank.




Einsatz editiert am 05.09.2014 11:25:44

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Brasilianer dürfen für touristische oder geschäftliche Zwecke nach Deutschland und das gesamte Schengengebiet ein- und durchreisen und sich hierin höchstens drei Monate während eines Sechs-Monats-Zeitraums visafrei aufhalten.

Dieses ergibt sich aus einer zum Schengener Abkommen gehörigem Staatenliste zur Visumspflicht bzw. -freiheit bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise andere EU-Länder.

Eine Erwerbstätigkeit darf jedoch in der Tat nicht aufgenommen werden.

Zu den erlaubten Geschäftszwecken gehören anerkanntermaßen die Erforschung kommerzieller Möglichkeiten, Teilnahme an Sitzungen, Vertragsunterzeichnungen sowie finanzielle, managementbezogene und administrative Tätigkeiten, Teilnahme an Sitzungen, Konferenzen und Seminaren, vorausgesetzt, dass diese Tätigkeiten nicht aus Unionsquellen entlohnt werden (außer der unmittelbaren Übernahme der Aufenthaltskosten oder der Zahlung eines Tagesgeldes).

Nicht visafreie Aufenthalte gibt es in aller Regel also dann, wenn der Betroffene beabsichtigt, während des Kurzaufenthalts entlohnte Tätigkeiten auszuüben, also einer Beschäftigung nachzugehen.

Vor diesem Hintergrund wird eine Erwerbstätigkeit im Rahmen einer Entsendung an eine deutsche Firma in der Tat schwierig bis unmöglich.

Es müsste dazu hier wohl ein NATIONALES Visum bei der deutschen Botschaft bzw. einem deutschen Konsulat in Brasilien beantragt werden, und damit KEIN Schengen-Visum; die deutsche Ausländerbehörde am vorgesehenen Wohn- und Geschäftsort muss zustimmen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 72124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Vielen Dank für Ihre schnelle Hilfe! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Der Hinweis auf das BGH Urteil hat mir weitergeholfen. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Fragen wurde klar und unmissverständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER