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Visum für Familienzusammenführung

| 13.05.2011 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Hallo,

folgender Sachverhalt :

Ich (Deutscher) habe Ende Februar meine Freundin (Russin - noch lebend in Russland) in Dänemark ( Schengenvisum)
geheiratet. Danach ist sie wieder ausgereist.

Als nächsten Schritt wollte sie Ihren A1 Test machen (sie steht kurz davor) und dann wollte sie
das Visum auf FZF in der dt. Botschaft in Moskau beantragen.

Nun hatte sie sich noch einmal in Foren schlau gemacht und erfahren, dass es der sicherste Weg ist, zuerst mit der apostillierten Heiratsurkunde meinen Nachnamen anzunehem (also nicht erst später wie ursprünglich geplant) bzw. in ihrem Heimatort zu beantragen. Dadurch wird zuerst der Inlandspass und danach der internat. Pass geändert, danach sollte der A1 - Test und dann die Beantragung des Visums für FZF folgen.

Ist der der beste Weg oder geht es auch schneller? Wir wollen nicht, dass bei einer späteren Namensänderung wieder alles von vorn losgeht zumal ihr internat. Pass auch nur noch bis Sommer 2012 gültig ist. Sie hörte auch, dass das A1-Zertifikat auf ihren (während der Visumbeantragung) gültigen Pass bezogen sein sollte.

Muss ich bei der ABH eine sogenannte Vorabzustimmung einholen (bis jetzt habe ich nur beim Einwohnermeldeamt meine Ehe registrieren lassen) oder kann sie das Visum auch ohne diese beantragen ?

Sie wollte mit folgenden Formularen beantragen :

- Antragsformular
- Heiratsurkunde + Apostille
- Zustimmung meiner Krankenkasse auf Mitversicherung bei Einreise
- meine Gehaltsnachweise und Mietertrag
- meiner Ausweiskopie + ihrem Pass
- A1 Zertifikat

Evtl. noch fehlende Dokumente meinerseits sollte ich dann auf Nachfrage meiner ABH in D nachreichen können.

Ist das der korrekte Weg?

Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Ich kann Ihnen zum Recht Russlands nicht beraten, möchte aber Ihnen aus deutscher Sicht mitteilen, dass eine Änderung der Nachname Ihrer Ehefrau nicht notwendig ist.

Nach Art. 10 EGBGB unterliegt der Name einer Person dem Recht des Staates, dem die Person angehört.

Ehegatten können nach der Eheschließung gegenüber dem Standesamt ihren künftig zu führenden Namen wählen
1. nach dem Recht eines Staates, dem einer der Ehegatten angehört oder
2. nach deutschem Recht, wenn einer von ihnen seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat.

Dies ist auch möglich, wenn die Ehe im Ausland geschlossen wurde.

Für die Erteilung des Visums spielen diese Überlegungen aber keine Rolle.

Ich würde Ihnen somit dazu raten, wenn keine Vorschrift des russischen Rechtes entgegensteht, dass überhaupt keine Namensänderung vorgenommen wird.

Nach Erteilung der Aufenthaltserlaubnis kann von Deutschland aus dies veranlasst, ohne Zeitdruck.

Das Sprachzertifikat wird auf den Namen der geprüften Person ausgestellt, nicht jedoch bezogen auf einen bestimmten Pass.

Eine Vorabentscheidung der für Sie zuständige Ausländerbehörde *muss* von der Botschaft eingeholt werden. Sie werden ggf. von der Ausländerbehörde angeschrieben.

Sie sind auf dem korrekten Weg.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen.

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2011 | 21:22

Vielen Dank für Ihre kompetente Beratung.

Noch eine Frage :

Sind Apostillen auf Dokumente wie beispielsweise der Heiratsurkunde für eine Beantragung des Visums auf FZF auf unbegrenzte Zeit gültig bzw. gibt es eine generelle Zeitdauer für die Gültigkeit von Dokumenten hierfür ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2011 | 21:27

Das Haager Übereinkommen sieht keine Regelung zur Dauer der Gültigkeit der Apostille vor. Gleichwohl kommt es in der Praxis zur Probleme, wenn die Dokumente älter als 3 Monate sind.

Bewertung des Fragestellers 16.05.2011 | 21:12

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