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Visum & Sprachnachweis bei Ehegattennachzug aus Nicht-EU Staat

| 05.03.2014 08:38 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Ich bin Deutscher, meine Verlobte ist Staatsangehörige eines visumpflichtigen Nicht-EU-Staates. Wir werden Mitte des Jahres in Deutschland heiraten. Die formalen Voraussetzungen dafür sind erfüllt und vom zuständigen Standesamt nebst Trauungstermin bereits bestätigt. Meine Verlobte ist zur Zeit in Ihrem Heimatland beruflich eingebunden. Sie wird im Rahmen Ihres Jahresurlaubs Mitte 2014 für zwei Wochen zur Trauung nach Deutschland einreisen und danach wieder in Ihr Heimatland zurückkehren. Eine Umzug nach Deutschland ist für Ende 2014 geplant. Bezüglich der Einreisevisa habe ich folgende Fragen:

1.) Welches Visum soll für die Einreise Mitte 2014 beantragt werden? Schengen-Visum oder Visum zur Eheschließung? Falls beide möglich sind, was würden Sie empfehlen?
2.) Die Einreise Ende 2014 mit anschließendem Daueraufenthalt in Deutschland dürfte über ein Visum zur Familienzusamenführung erfolgen. Greifen hier spezielle Wartezeiten, hervorgerufen durch vorhergehende Visa (wenn etwa die Einreise zur Trauung mittels Shengen Visum erfolgte)?


Folgende zwei Zusatzfragen zum Nachweis geeigneter Sprachkenntnisse:

Meine Verlobte hat im Rahmen eines Ferienkurses an einer Universität in Deutschland eine A1.2 Sprachüfung gemäß GeR ("Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen)" erfolgreich absolviert. Das BAMF fordert als Nachweis ein Zertifikat eines Goethe Instituts bzw. der telc GmbH oder des TestDaF Instituts (http://www.bamf.de/DE/Migration/EhepartnerFamilie/ehepartnerfamilie-node.html). Alle vom BAMF gennannten Institute führen Ihre Sprachtests gemäß GeR durch:

http://www.goethe.de/lrn/prj/egn/sd1/deindex.htm
https://www.telc.net/unser-angebot/das-stufenprinzip-des-ger/a1/
http://www.testdaf.de/teilnehmer/tn-info_nivea.php

1.) Entspricht damit das von der Universität in Deutschland ausgestellte Zeugnis den Anforderungen des BAMF?

2.) Meine Verlobte besitzt zudem einen Hochschulabschluß an einer englischen Universität. Sehe ich das richtig, daß in diesem Fall eine vom BAMF vorgesehene Ausnahem wegen "erkennbar geringem Integrationsbedarf" greift und daher kein Sprachnachweis notwendig ist?

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Flyer/ehegattennachzug-de.pdf?__blob=publicationFile
"- Sie haben einen Hochschulabschluss und können in Deutschland auch aufgrund Ihrer Sprachkenntnisse voraussichtlich eine
Arbeit finden (erkennbar geringer Integrationsbedarf)."
05.03.2014 | 14:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Ein Schengenvisum kann zwar grundsätzlich auch zum Zweck der Eheschließung in Gebrauch genommen werden, wenn die Heirat während des Kurzaufenthalts stattfinden wird und der verheiratete Ausländer bis zum Ablauf der Geltungsdauer des Visums ausreisen wird, also nicht von vornherein einen Daueraufenthalt zum Zweck des Ehegattennachzugs beabsichtigt.

Aber ein nationales Visum kann meines Erachtens auch verlangt werden - klären Sie dieses mit der Ausländerbehörde ab - ich nehme an, dass dieses allein richtig wäre:
Ein Visum zur Eheschließung bedarf nämlich immer der Zustimmung der Ausländerbehörde des künftigen Wohnorts in Deutschland, anders als beim Schengen-Visum.

Nationale Visa werden in der Regel für 90 Tage erteilt.

2.
Wartezeiten gelten hier dann nicht; nur bei Schengen- und nochmaligen Schengen-Visum.

3. und 4.
Ausländer, die zu ihrem Ehepartner nach Deutschland ziehen möchten, müssen in der Tat grundsätzlich vor der Einreise einfache Deutschkenntnisse nachweisen.

Wenn Sie das Visum für den Ehegattennachzug in einer deutschen Botschaft bzw. in einem Generalkonsulat beantragen, kann bereits bei Ihrer Vorsprache gezeigt werden, dass Sie die geforderten Deutschkenntnisse haben.

Ein Zeugnis allein wird wohl nicht weiterhelfen, aber Sie haben meines Erachtens Recht, was den erkennbar geringen Integrationsbedarf betrifft.

Dies ist in der Regel anzunehmen, wenn der nachzugswillige Ehegatte einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss oder eine entsprechende Qualifikation besitzt und die Annahme gerechtfertigt ist, dass sich der Ausländer ohne staatliche Hilfe
in das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben der Bundesrepublik Deutschland integrieren wird.

Aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, Neuseeland und der Vereinigten Staaten von Amerika, Andorra, Honduras, Monaco und San Marino
stammende Ausländer sind sowieso privilegiert - ohne die obigen Voraussetzungen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 06.03.2014 | 02:35

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

Verstehe ich Sie richtig, daß auch für die Abfolge 1.) Schengen-Visum (Eheschließung) 2.) Visum zur Familienzusammenführung (Übersiedlung) keine Wartezeiten gelten?

Zum Nachweis einfacher Deutschkenntnisse liegt wie gesagt ein Zertifikat über die erfolgreichen Teilnahme an einer Sprachprüfung der Kompetenzstufe A1 des "Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen" (GeR) vor. Diese Prüfung wurde an einer Universität in Deutschland abgelegt und nicht an den vom BAMF vorgegebenen Instituten. Prüfungsgrundlage (GeR) und zertifizierte Kompetenzstufe (A1) entsprechen ansonsten den Anfroderungen des BAMF.
Meine Frage war, ob ein solches Zertifikat auch anerkannt wird, oder nur solche, die von Goehte-Instituten, telc oder TestDaF ausgestellt worden sind.


Vielen Dank und freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.03.2014 | 10:05

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Ja, richtig, denn dass wäre nur bei Schengen-Visum und einem nochmaligen Schengen-Visum der Fall.

In Ordnung, ich habe jetzt die Klarheit hinsichtlich der universitären Prüfung:

Dieses sollte anerkennungsfähig sein, wenn es die gleichen Prüfungsanforderungen hat.
Denn auch diesbezüglich hat die Behörde die Sprachkenntnisse zu prüfen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.03.2014 | 23:40

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