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Visum Heirat

| 01.02.2020 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


15:28

Ich bin Deutsche Staatsbürgerin. Mein Freund kommt aus einem visumsbefreiten Land und kann sich im Schengenraum 3 Monate aufhalten. Sein Besuch nach Deutschland war eigentlich nur geplannt um meine Familie kennenzulernen,da er aus einem anderen Kulturkreis kommt ( türkische Abstammung/christ) meine Familie gab seinen Segen und wir haben schon einen Termin zur Eheschliessung. Nun habe ich mich mit dem Thema befasst- in seinem Land gibt es keine Deutsche Botschaft und auch nicht die Möglichkeit Deutsch zu lernen. Ich wollte ihn anmelden und den richtigen Weg gehen. Wie sollten wir die Sachlage präsentieren damit er hier seinen Deutschkurs machen kann. Ja wir waren selber erstaunt wie schnell das ok kam

01.02.2020 | 11:51

Antwort

von


(343)
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07743 Jena
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Web: http://www.ra-stadnik.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst können Angehörige der in § 41 AufenthV aufgelisteten Staaten den Aufenthaltstitel nachträglich im Bundesgebiet beantragen. Dies gilt auch für einen zum Zwecke des Besuchs eines Sprachkurses.
Es gilt zunächst unmittelbar nach der Heirat einen Antrag bei der Ausländerbehörde für die Erteilung eines Aufenthaltstitels zum Ehegattennachzug gem. § 28 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG . Dieser muss auch innerhalb der ersten 90 Tage des Aufenthaltes gestellt werden. Zwar fordert die Ausländerbehörde regelmäßig zur Ausreise auf und eine erneute Einreise mit einem nationalen Visum, das dann in einen Aufenthaltstitel umgewandelt werden kann. Allerdings besteht ebenfalls ein Ermessen gem. § 5 Abs. 2 AufenthG . Insbesondere, wenn das Erlangen der einfachen Deutschkenntnisse im Herkunftsland nicht möglich ist.

Bitte teilen Sie mir die Staatsangehörigkeit Ihres Verlobten mit, damit ich die Beratung präzisieren kann und Ihnen die nächsten Schritte erklären kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Evgen Stadnik

Rückfrage vom Fragesteller 01.02.2020 | 12:09

Er kommt aus St.Lucia einem kleinem Inselstaat aus der Karibik. Laut ihrer Antwort haben wir ganz gute Chancen. Die Eheschliessung wird innerhalb der 90 Tage erfolgen wir haben dann knapp 2 Wochen zeit vor dem Ablauf der 90 Tage beim Ausländeramt vorzusprechen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.02.2020 | 15:28

Sehr geehrte Fragestellerin,

St. Lucia ist nicht dem § 41 AufenthV zu entnehmen. Insofern ist daher unmittelbar nach der Eheschließung ein schriftlicher Antrag bei der für Ihren Wohnort zuständigen Auslnderbehörde zu stellen. Im § 39 S. 1 Nr. 3 AufenthV kann einem Ausländer der Aufenthaltstitel im Bundesgebiet erteilt werden, wenn er Staatsangehöriger eines in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 aufgeführten Staates ist und sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhält oder ein gültiges Schengen-Visum für kurzfristige Aufenthalte (§ 6 Absatz 1 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes) besitzt, sofern die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach der Einreise entstanden sind.
St. Lucia ist zwar nicht im Anhang II aufgeführt, allerdings ist die Verordnung etwas veraltet. Tatsächlich sind Staatsangehörige von St. Luca vom Visumpflicht befreit. Als Ehegatte einer deutschen Staatsangehöriger hat Ihr Verlobten sodann ein Anspruch darauf, dass ihm ein Aufenthaltstitel erteilt wird. Der Anspruch (die Eheschließung) ist ebenfalls erst nach der Einreise entstanden. Lediglich der Nachweis der einfachen Deutschkenntnisse könnte seitens der Ausländerbehörde problematisiert werden. Da Ihr Verlobte aber wohl ohnehin zum Besuch eines Integrationskurses verpflichtet wird, dürfte das Problem vom Tisch sein.

Sollten etwaige Schwierigkeiten bei der Ausländerbehörde auftreten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe Ihre Frage abschließend beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
RA Stadnik

Bewertung des Fragestellers 01.02.2020 | 16:16

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