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Visum - Einreise mit minderjährigem Kind

| 05.06.2021 15:57 |
Preis: 60,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Der Kindernachzug nach Deutschland erfolgt auf Grundlage des § 32 AufenthG und ist vom Aufenthaltsrecht des bzw. der sorgeberechtigten Elternteils/Elternteile abhängig.

Meine Verlobte ist Vietnamesin, mit einer 10-jährigen Tochter. Es ist eine Eheschließung in Deutschland geplant innerhalb der nächsten 6 Monate.

In der Geburtsurkunde der Tochter ist nur die Mutter selbst eingetragen. Allerdings hat die Tochter aktuell noch Kontakt zum leiblichen Erzeuger.
Dieser ist in der Vergangenheit gewaltätig und nicht kooperativ gegenüber der Mutter gewesen.

Für die Beantragung des nötigen Visa's werden die Kontaktinformationen des Vaters abgefragt.
Da offiziell kein Vater eingetragen ist würden wir diese auch gern nicht angeben (schon schwierig da es ein Pflichtfeld im Visumsantrag ist).

Wird Sie dann, natürlich wenn alle anderen Informationen korrekt sind, so einfach das Kind mit nach Deutschland nehmen können ?
Oder erfolgt doch eine Befragung im Hintergrund mit dem Erzeuger des Kindes ?

Vielen Dank im Vorraus.

05.06.2021 | 19:07

Antwort

von


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Bertha-von-Suttner-Straße 9
37085 Göttingen
Tel: 0551 707280
Web: http://rkm-goettingen.de/gero-geisslreiter-verwaltungsrecht
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sowohl Ihre Verlobte als auch deren Kind benötigen für einen Aufenthalt in Deutschland einen Aufenthaltstitel; Ihre Verlobte kann ihr Kind deshalb nicht einfach nach Deutschland "mitnehmen".

Ihre Verlobte wird ein Visum zur Eheschließung oder zum Ehegattennachzug erhalten. Ein Aufenthaltsrecht des Kindes kann sich nur von der Mutter ableiten. Dazu gibt es § 32 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG), den "Kindernachzug". Dieser setzt aber voraus, dass Ihre Verlobte alleinsorgeberechtigt ist oder dass bei gemeinsamem Sorgerecht der Eltern der Vater sein Einverständnis mit dem Aufenthalt seines Kindes im Bundesgebiet erklärt hat oder eine entsprechende rechtsverbindliche Entscheidung einer zuständigen Stelle vorliegt. Das hat die Botschaft aufzuklären, wozu Ihre Verlobte durch entsprechende Angaben aktiv mitwirken muss, andernfalls der Antrag abgelehnt wird (Mitwirkungspflicht gemäß § 82 AufenthG).

Der Vater des Kindes muss nur befragt werden (und zustimmen), wenn ein gemeinsames Sorgerecht besteht, was hier ja nicht der Fall zu sein scheint. Das alleinige Sorgerecht ist aber urkundlich nachzuweisen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 07.06.2021 | 05:23

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Ist denn die Geburtsurkunde ausreichend für den urkundlichen Nachweis ? Oder wird hier ein besonderes Dokument benötigt ?

Danke im voraus.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.06.2021 | 07:13

Sehr geehrter Fragesteller,

das richtet sich nach dem Recht des Heimatlandes. Geburtsurkunden sagen jedoch nichts über das Sorgerecht aus, zumal dieses später immer wieder wechseln kann. Es muss hierzu also eine andere Urkunde geben.

Beste Grüße von Gero Geißlreiter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.06.2021 | 06:22

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