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Vier Versuche für eine Blutabnahme - Schmerzensgeld?

16.10.2019 09:14 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich war am 09.10.2019 in einer nuklear-medizinischen Praxis auf Grund einer Scintigraphie für meine Schilddrüse. Dort sollte mir vor der Untersuchung Blut abgenommen werden. Es kam eine Arzthelferin, sah sich meine rechte Armbeuge an und stach in eine Vene. Sie wirkte sehr unsicher. Ich wies sie darauf hin, eine dünne Nadel zu verwenden, denn mir wurde 1 Woche vorher ohne Probleme von der Arzthelferin meines Internisten Blut abgenommen. Diese sagte mir, dass meistens zu dicke Nadeln genommen würden; versicherte mir aber gleichzeitig, dass es mit einer dünnen Nadel in der Regel keine Probleme gibt, auch was den Schmerz angeht.

Die betreffende Arzthelferin in der Nuklearpraxis scheiterte an diesem Versuch. Ein zweiter Versuch folgte unweit von der ersten Einstichstelle. Auch dieser Versuch scheiterte. Ich sagte daraufhin zu ihr, dass es mir unangenehm sei und ich das Gefühl hätte, dass sie zu unsicher sei. Ich verwies darauf, dass sie doch den Arzt holen solle. Daraufhin sagte sie, dass sie ihre Kollegin holen würde. Diese erschien ein paar Minuten später in einem ziemlich unpersönlichen Tonfall und den Worten „Jetzt legen Sie sich mal auf die Liege, und dann schaue ich mir mal den linken Arm an". Und weiter: "Wir könnten es nochmal in der linken Armbeuge versuchen". Auch dieser Versuch scheiterte kläglich. Jetzt sagte ich: „Holen Sie jetzt bitte den Arzt!". Sie meinte energisch, dass ich besser 4 Glas Wasser trinken sollte. Ich empfand das als eine Dreistigkeit; so etwas ist mir noch in keiner Arztpraxis passiert!

Jetzt verwies sie energisch darauf, dass sie am Unterarm noch einmal einen Versuch machen wollte. Ehe ich mich versah, hatte ich die Nadel in einer Vene unmittelbar in der Nähe der Pulsader. Ich verspürte einen starken Schmerz, da sie die Nadel noch weiter in die Vene nachschob, was besonders wehtat. Darauf reagierte ich ungehalten und herrschte sie an, alles Weitere zu unterlassen. Ich habe noch nie solche Arzthelferinnen erlebt, die so eine mangelnde Sachkenntnis haben!

Daraufhin erschien der Arzt, ziemlich arrogant, mit den Worten: „ Einen schlechten Tag kann ja jeder mal haben. Sind Sie also noch bereit, von mir Blut abgenommen zu bekommen?" Da ich diesen für mich wichtigen Termin nicht verstreichen lassen wollte, willigte ich schließlich ein. Ihm gelang es auf Anhieb, mir in der Armbeuge Blut abzunehmen bzw. das Einspritzen eines Kontrastmittels. Es bedurfte also 4 Versuche für eine einfache Blutabnahme! Auf eine Entschuldigung wartete ich vergebens; zumindest diese hätte ich erwartet.

Auf dem Weg nach Hause bekam ich dann eine starke Schwellung, Schmerzen, und konnte das Handgelenk nicht richtig bewegen. Besonders unglücklich war für mich dieser Umstand, da ich am nächsten Tag eine Präsentation wahrnehmen musste und sich ein hässliches Hämatom bildete, das bis heute (16.10.2019) sichtbar ist.

Muss ich diese Fehlleistungen so hinnehmen? Ich habe einen körperlichen Schaden erlitten. Habe ich somit einen Anspruch auf Schmerzensgeld?
Geben Sie mir bitte eine Empfehlung, ob ich diesen Fall weiterverfolgen soll oder nicht.
16.10.2019 | 10:13

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Entscheidend dafür, ob Ihnen ein Anspruch auf Schmerzensgeld zusteht, ist der Umstand, ob hier ein Behandlungs- und/oder Aufklärungsfehler vorliegt. Hierfür sind Sie grundsätzlich darlegungs- und beweispflichtig.

Zumindest die Versuche 2 und 3 könnten hier nicht von der nötigen Einwilligung umfasst sein, weshalb hier Anhaltspunkte für entsprechende Behandlungsfehler vorliegen. Inwiefern die Folgen der Blutentnahme als Komplikation anzusehen sind, ist als medizinische Frage letztlich von einem Sachverständigen zu klären.

Um abschließend beurteilen zu können, ob die Angelegenheit weiterverfolgt werden sollte, müssen alle Details, auch die Behandlungsunterlagen des Arztes, bekannt sein.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


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