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Videothek/Inkasso


06.03.2006 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag !
Zu meiner grossen Überraschung bekam ich heute die Forderung eines Inkasso-Büros zugestellt. Deren Mandantin ist eine Videothek bei mir um die Ecke und es geht um zwei Filme, die ich angeblich im Januar 2000 ausgeliehen und nicht zuückgegeben haben soll. Für mich selber kann ich das zwar ausschliessen, aber da wir damals eine WG waren, ist es theoretisch nicht völlig unmöglich, dass ich für irgend jemanden diese Filme ausgeliehen und der sie dann nicht zurückgegeben hat. Dass das im Zweifelsfall mein Pech ist, ist mir natürlich klar, aber was ich nicht verstehe ist, dass es nie eine Aufforderung zur Rückgabe gab, geschweige denn eine Mahnung. 2001 bin ich zwar umgezogen, aber habe mich natürlich auch entsprechend umgemeldet.
Und gibt es nicht seitens der Videothek die Pflicht zur Schadensminderung ? Die aktuelle Forderung liegt bei über 300 € und das übersteigt den Wert des vermeintlichen Schadens doch bei weitem, oder ? Und wem obliegt eigentlich die Beweislast für die erfolgte Rückgabe?
Vielen Dank schonmal !
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

unabhängig von der Frage, ob die geltend gemachte Forderung berechtigt ist, dürfte hier die Einrede der Verjährung geltend gemacht werden.

Der Videoverleih stellt rechtlich einen Mietvertrag dar. Alle denkbaren Ansprüche aus dem Mietverhältnis sind, wenn es um eine Miete aus Januar 2006 geht, verjährt. Die Regelverjährung beträgt hier 3 Jahre.

Hinsichtlich der Beweislast sieht es so aus, dass der Videoverleih zunächst darlegen und beweisen, dass Sie im Januar 2000 einen bestimmten Artikel gemietet haben.
Ist dieser Beweis erbracht, obliegt Ihnen der Beweis dafür, dass Sie den gemieteten Artikel zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgegeben haben.

Da Sie auch keine Mahnung erhalten haben, wurden Sie auch zu keinem Zeitpunkt in Verzug gesetzt.

Darüber hinaus sollten Sie genau ansehen, wie und woraus sich der Gesamtbetrag zusammensetzt.

Angesichts des Mietzeitraums Januar 2006 sind jedoch Ansprüche verjährt, so dass überhaupt nicht zahlen müssen

Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung eine erste Orientierung in der Sache geben konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
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