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Video- und Tonaufnahmen im eigenen WG-Zimmer

25.05.2018 08:22 |
Preis: 27,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Video- und Tonaufnahmen im eigenen WG-Zimmer

Ich bin der Eigentümer und Vermieter von einer 3 Zimmer Wohnung.
Jedes der 3 Zimmer war an eine andere Person vermietet.
Küche, Dusche und WC wurden von allen 3 Personen gemeinsam genutzt.
Eine 3 Personen Wohngemeinschaft!
Nachdem ein Mieter gekündigt hat, und das Zimmer an mich zurück gegeben hat,
habe ich mich entschlossen, dieses Zimmer selbst zu nutzen und Teil der 3 Personen Wohngemeinschaft zu werden.
Ich wohne zur Zeit noch an einem anderen Ort.
Nun fand eine Durchsuchung der ganzen Wohnung durch die Polizei statt, alle 3 Zimmer.
Dabei habe ich und die Polizei festgestellt:
Ein Mieter hat sein Zimmer ohne meine Zustimmung untervermietet. (an einen Mann und eine Frau)
Die Miete, für meinen Mieter, überweist das Jobcenter.
Ich glaube nicht, das er die Untervermietung dem Jobcenter gemeldet hat.
Der andere Mieter sitzt vermutlich zur Zeit im Gefängnis. (Sein Betreuer hat das Zimmer gekündigt)

Außerdem habe ich festgestellt das jemand in MEIN ZIMMER eingebrochen ist.
Ich beabsichtige nun eine versteckte Kamera in meinem Zimmer anzubringen,
um zukünftige Einbrecher auf frischer Tat zu schnappen.

Meine Frage:
Darf ich Video- und Tonaufnahmen in MEINEM ZIMMER machen?
(Nur mein Zimmer, nur wenn ich nicht vor Ort bin)
Darf ich diese Aufnahmen live ins Internet streamen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

auch wenn es Ihre Privaträume betrifft, setzt die Rechtsprechung sehr enge Grenzen:

Erlaubt ist die Aufnahme ausschließlich im Privatbereich.

Aber Sie müssen darauf hinweisen, so dass Sie einen sichtbaren Hinweis auf die Überwachung an Ihre Tür anbringen sollten.

Die Aufnahmen dürften dann nur Ihnen zugänglich sein. Das ist beim Streamen nicht mehr gesichert. Ein Streamen ins Internet ist daher nicht zulässig.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 26.05.2018 | 11:54

Sehr geehrte Frau Sylvia True-Bohle,

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sie schreiben:

> auch wenn es Ihre Privaträume betrifft,
> setzt die Rechtsprechung sehr enge Grenzen:
> Erlaubt ist die Aufnahme ausschließlich im Privatbereich.

Es ist ja mein WG-Zimmer, also mein Privatbereich.
Nur ich und Einbrecher haben Zugang.

> Aber Sie müssen darauf hinweisen, so dass Sie einen
> sichtbaren Hinweis auf die Überwachung an Ihre Tür anbringen sollten.

Ich habe lange im Internet gesucht, ich habe kein Urteil gefunden,
wo man Einbrecher mit "sichtbaren Hinweis auf die Überwachung" warnen muss.
Wenn Sie ein solches Urteil finden, dann gebe ich ihnen eine sehr gute Bewertung.


> Die Aufnahmen dürften dann nur Ihnen zugänglich sein.
> Das ist beim Streamen nicht mehr gesichert.
> Ein Streamen ins Internet ist daher nicht zulässig.

Ich habe lange im Internet gesucht, ich habe auch dazu kein Urteil gefunden.
Nach meinen Informationen wurde noch niemand verurteilt,
weil er den Inhalt seines Zimmers live ins Internet gestreamt hat,
und dabei Einbrecher auf frischer Tat ertappt wurden.
Wenn Sie ein solches Urteil finden, dann gebe ich ihnen eine sehr gute Bewertung.

Aber das "Live Streamen" gibt es ja noch nicht so lange!
Wenn Sie recht haben, dann bin ich vielleicht der Erste der verurteilt wird.
Mit welcher Strafe muss ich rechnen? (Ich bin nicht vorbestraft)


Es gibt viele Personen die ihre Wohnung live ins Internet streamen,
um ihre Haustiere zu beobachten.
Mit welcher Strafe müssen diese Personen rechnen,
falls Einbrecher ohne Vorwarnung bei der Tat gefilmt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.05.2018 | 13:40

Sehr geehrter Ratsuchender,


Ihre Hinweise "..wenn, dann" in Hinblick auf die Bewertung muten schon merkwürdig an.


Vielleicht bedenken Sie zunächst einmal Ihren Einsatzbetrag und die damit von Ihnen ausdrücklich gewünschte Detailarmut.


Nun aber Urteile zu verlangen und ansonsten die Bewertung entsprechend negativ abzufassen, ist nicht Sinn einer nutzungsbedingten Nachfrage.


Sicherlich gibt es Leute, die Streamen. Es gibt auch Leute, die bei Rot über die Ampel fahren oder Ladendiebstähle begehen.


Zudem wollen Sie eben keine Sachen filmen, sondern ausdrücklich Personen (Einbrechter). Und das ist eben nicht zulässig, ohne entsprechenden vorherigen Hinweis auf die Überwachung ab der Tür.


Und wenn der Hinweis dann vielleicht noch den Effekt der Abschreckung zusätzlich haben sollte, also keine Einbrüche mehr geschehen, ist der Zweckt doch auch erreicht, oder?


Wenn Sie aber der Auffassung sind, dass Sie ohne Hinweis filmen und es streamen dürfen, obwohl ich Ihnen Gegegenteiliges mitgeteilt habe, werden Sie auch im Falle der Verurteilung einer dann vorsätzlichen Tat mit einer deutlich höheren Geldstrafe (bis zu sechs Monantseinkünften) zu rechnen haben.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Sylvia True-Bohle

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