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Video Aufnahmen Unterricht

27.04.2013 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz


Zusammenfassung: Zur Frage der Zulässigkeit von Videoaufnahmen im Schulunterricht

Angenommen ein Lehrer erstellt im normalen Unterricht Video Aufnahmen mit verdeckter Mini Kamera - nur für den eigenen Gebrauch, um die Qualiät seines Auftretens und seiner Wirksamkeit zu verbessern.

Angenommen dies würde doch auffallen und zu Beschwerden führen.

Welches Risiko ging der Lehrer ein, wenn es sich nicht um anstössige oder auf bestimmte Schüler gerichtete Aufnahmen handelt sondern nur um einen ausschliesslich von ihm selbst verwendeten Mitschnitt seines eigenen Unterrichts, auf dem aber natürlich deutlich die Schüler zu sehen sind?

Es geht hier nicht um einen Fall, der sich ereignet hat oder um Aufnahmen mit sexuellem etc. Hintergrund sondern um eine vorsorgliche Klärung eines möglichen juristischen Risikos.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Der Lehrer würde sich dem Risiko aussetzen, dass die Schüler bei Bekanntwerden der Aufnahmen einen Unterlassungsanspruch gegen ihn geltend machen könnten. Die Aufnahmen stellen einen Eingriff in das sogenannte Allgemeine Persönlichkeitsrecht der Schüler dar. Das verfassungsrechtlich geschützte Allgemeine Persönlichkeitsrecht (Artikel 1 in Verbindung mit Artikel 2 Grundgesetz) schützt unter anderem auch davor, ungewollt zum Objekt von Foto oder Filmaufnahmen zu werden. Eine konkrete gesetzliche Ausprägung dieses verfassungsrechtlich geschützten Rechtsguts findet sich im sog. Kunsturheberrechtsgesetz.

Eine Abwägung zwischen dem Interesse des Lehrers an einer Verbesserung seiner Lehrtätigkeit und dem Interesse der Schüler nicht gefilmt zu werden, dürfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Gunsten der Schüler ausfallen.

Der Lehrer sollte sich daher ggf. darauf beschränken, nur seine Person zu filmen, sofern das für eine Verbesserung seiner Lehrtätigkeit ausreichend ist oder vorher die Einwilligung eines jeden Schülers einzuholen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

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