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Verzugszinsen wegen verspäteter Kaufpreiszahlung

| 05.11.2016 20:14 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


12:35
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir wohnen in einem Reihenhaus bereits seit zehn Jahren.
Wir hatten das erstkaufrecht und entschieden uns auch dafür.
Der Kaufpreis war 322000€ .
Laut Notarvertrag zum 1.10.2016 fällig.
Davon haben wir 85000€ sofort zum 1.10.16 überwiesen und weitere 17000€ kamen am 24.10.16 nach.
Die Bank zahlte die restlichen 220000€ am 28.10.16.
Somit war die Summe vollständig.
Bis September haben wir noch unsere Miete an die Verkäufer gezahlt.
Nun meine Frage , was steht der Verkäuferin zu ?
Welche Rechte hat sie?
Im Notarvertrag sind Verzugszinsen angegeben , und wie sieht es aus mit anteilmäßiger Miete ?
Sie verlangt von uns 1500€ unsere Kaltmiete war 900€
Wir haben ihr nur eine komplette Kaltmiete als Entschädigung angeboten.Sie will die Verzugszinsen noch dazu?






05.11.2016 | 20:52

Antwort

von


(91)
Bleichstraße 6
60313 Frankfurt am Main
Tel: + 49 (0) 69 – 90 55 91 86
Web: http://www.businesslawfrankfurt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Bezüglich der Miete wäre es hilfreich zu wissen, was Sie mit der Voreigentümerin diesbezüglich vereinbart haben. Sollte das Mietverhältnis in jedem Falle zum 30.09.2016 enden? Oder wurde lediglich darauf hingewiesen, dass das Mietverhältnis mit dem Eigentumsübergang auf Sie automatisch endet?

Der Eigentumsübergang bei Immobilien erfordert neben der Eintragung ins Grundbuch die vollständige Kaufpreiszahlung, dies wird im Kaufvertrag auch so vereinbart worden sein. D.h. Eigentum an dem Reihenhaus hatten Sie keinesfalls vor der vollständigen Kaufpreiszahlung erlangt. Wenn es also an einer Regelung fehlt, schuldeten Sie noch die Miete.

Eine zeitanteilige Miete (28 Tage) oder eine volle Monatsmiete (warm) scheint mir hier eine sinnvolle Lösung zur Streitvermeidung.

2. Bezüglich der Verzugszinsen kommt es ebenfalls auf die Regelung im Kaufvertrag an. Zunächst ist es in Immobilienkaufverträgen üblich, Verzugszinsen zu vereinbaren. Schaue Sie in Ihrem Kaufvertrag nach, ob dies dort auch der Fall ist (wovon allerdings auszugehen ist).

Sie schreiben, dass die Kaufpreiszahlung zum 01.10.2016 fällig war. Damit ist ein Fälligkeitszeitpunkt nach dem Kalender bestimmt. Es bedurfte also für die Auslösung des Verzugs keiner Mahnung durch die Verkäuferin / Vermieterin. Der Verzug trat automatisch ein. Diese kann dem Grunde nach Zinsen verlangen.

Für die genaue Berechnung der Verzugszinsen der Höhe nach ist wiederum der Kaufvertrag maßgeblich. Ist die Höhe dort nicht bestimmt, betragen die gesetzlichen Verzugszinsen 5 Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz.

Bei der Berechnung der Zinsen ist taggenau zu verfahren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die zu verzinsende Summe mit jeder Teilzahlung vermindert hat. Eine entsprechende Berechnung der Summe können Sie mit einem Zinsrechner vornehmen.

3. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die Verkäuferin Verzugszinsen verlangen kann. Die genaue Höhe müsste jedoch exakt berechnet werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Christian Schilling

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2016 | 09:59

Guten Morgen,

Von ihrer Antwort verstehe ich , das wir eine anteilsmäßige Miete sowie die anteilsmäßige Verzugszinsen Tages genau ausrechnen und uns mit ihr einigen bzw bezahlen müssen.
Es stimmt das wir vom Mietverhältnis direkt zum Eigentümer gewechselt haben.
Wäre somit die Rechtslage geklärt.

Danke für die schnelle Rückantwort.

Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2016 | 12:35

Genau, bei der großen Summe können recht schnell nicht unerhebliche Zinsen auflaufen. 5 Prozent über Basiszins bedeutet derzeit allerdings einen Zins von knapp über 4 %.


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Bewertung des Fragestellers 13.11.2016 | 21:46

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