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Verzugsschadensersatz

| 16.05.2018 15:24 |
Preis: 25,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Bianca Vetter


Zusammenfassung: Zahlung nach in Mahnschreiben gesetzter Frist, Verzug, Verzugskosten

Guten Tag,

hatte übersehen eine Arztrechnung zu bezahlen.
Die Rechnung war vom 27.02.2018, die Mahnung ist mit Datum 11.04.2018 gechickt worden Der Rechnungsbetrag ist 489,29 Euro. das Geld habe ich einen Tag nach Ablauf der Frist überwiesen.
Jetzt kam ein Brief in dem von mir Verzugszinsen von 1,44 Euro , Inkassokosten von 45,00 Euro, eine Auslagenpauschale von 6,75 Euo und die Mehrwertsteuer von 9,83 Euro verlangt werden.

Ist dies zulässig?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke Ihnen für die Nutzung dieses Forums.
Vor der Beantwortung Ihrer Frage möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum nur eine rechtliche Einschätzung und Beantwortung Ihrer Frage(n) gestattet und insbesondere bei Hinzutreten weiterer, auch noch unbekannter, Umstände die Beantwortung der Frage(n) anders ausfallen könnte.

Ich möchte nun Ihre Fragen wie folgt beantworten.

Durch die Ihnen zugesandte Mahnung vom 11.04.2018 und die hierauf nicht fristgerechte Zahlung, auch wenn es sich nur um einen Tag handelt, befanden Sie sich gemäß § 286 Absatz 1 BGB in Verzug.
Es ist hier zu beachten, dass Sie möglicherweise auch bereits aufgrund der Rechnung und einer darin enthaltenen Frist zur Zahlung der Rechnung in Verzug geraten sind, wenn Sie die Rechnung nicht bis zum Zeitpunkt der in der Rechnung benannten Frist bezahlt haben. Dies ist in § 286 Abs. 2 BGB geregelt. Denn es kann auch Verzug ohne die Notwendigkeit einer Mahnung eintreten, wenn eine Zahlung einer Rechnung zu einem bestimmten Zeitpunkt erwartet wird.

Die Beantwortung der Frage, ob Sie die Kosten für den Verzug, daher die Verzugszinsen und die Kosten des Schreibens an Sie bezahlen müssen, kann ich Ihnen wie folgt beantworten.
Nachdem Sie nachweislich in Verzug geraten sind, daher die Begleichung der Rechnung erst nach der Mahnung und der darin enthaltenen Frist vorgenommen haben, haben Sie auch die Verzugszinsen zu sowie die weiteren genannten Kosten, sofern es sich um Kosten eines Inkassobüros oder eines Rechtsanwaltes handelt, zu bezahlen. Denn diese sind als Verzugsschaden im Sinne des § 280 BGB in Verbindung mit § 286 BGB rechtlich gesehen ebenfalls dem Gläubiger zu ersetzen.

Ich bedauere, dass ich Ihnen keine positivere Antwort geben kann.
Eventuell könnten Sie im Rahmen eines Gespräches mit der Gegenseite die Kosten senken.


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Bewertung des Fragestellers 18.05.2018 | 09:03

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