Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
495.923
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Verzug bei Reparatur eines Wasserschadens in einer Eigentumswohnung

27.11.2012 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Zum Zeitpunkt des Schadens (Juni 2010) war ich Eigentümer einer Eigentumswohnung im Erdgeschoss eines 6-Familienhauses.

Die Wohnung war zu dem Zeitpunkt leerstehend, also nicht vermietet. Das gesamte Objekt (3 x 6-Familienhäuser) stellt eine Eigentümergemeinschaft dar, diese wird durch einen bestellten Verwalter vertreten, der auch das gesamte Objekt instanthält, jährlich abrechnet, etc.

Im Juni 2010 trat ein Schaden an einer Wasserleitung (Steigleitung) auf, Küche und Bad meiner Wohnung, das Bad der darüber liegenden Wohnung im 1. OG sowie der Keller wurden durch austretendes Wasser in Mitleidenschaft gezogen.

Ich wurde von der Hausverwaltung per Brief (30.06.) davon unterrichtet: Der (externe) Hausmeister habe sich (ohne Schlüssel) „Zugang zu meiner Wohnung verschafft", um dem im Keller sichtbaren Schaden nachzugehen.

Ich stellte unverzüglich einen Wohnungsschlüssel bereit, repariert wurde zu dem Zeitpunkt jedoch nur der Schaden in der oberen Wohnung. Die notwendige Reparatur in meiner Wohnung wurde angefangen, aber nicht durchgeführt. Daher traten in Küche und Bad erhebliche Schimmelbildungen auf. (Fotos dazu wurden im September 2010 angefertigt). Mit Datum vom 20.09.2010 habe ich die Reparatur schriftlich bei der Hausverwaltung angemahnt, die dann auch teilweise ausgeführt wurde.

Teilweise bedeutet:
- Die Eigentümergemeinschaft fasste im Jahre 2008 den Beschluss, bei Leitungsbrüchen/Wasserschäden ganze Leitungen austauschen zu lassen, da bereits ein Vielzahl von Reparaturen an den Leitungen notwendig gewesen seien. Die Versicherung hatte die Abdeckung dieser Art von Schäden bereits ausgeschlossen. Das ist in diesem Fall (vermutlich) nicht geschehen bzw. beauftragt worden.
- Die Malerarbeiten wurde sehr unprofessionell und nur lokal an der Stelle ausgeführt
- Der Küchenfußboden wurde nicht instandgesetzt.

Chronologie (zusammenfassend):
30.06.2010 – Mitteilung erhalten: Schaden ist aufgetreten
20.09.2010 – Schreiben an die Hausverwaltung (Aufforderung zur Reparatur, Fotos Schimmelbildung)
23.05.2011 – Schreiben an die Hausverwaltung (Erneute Aufforderung zum Abschluss der Reparatur)
23.10.2011 - Fotos angefertigt (Wand immer noch feucht)
29.11.2011 - Fotos angefertigt (Wand immer noch feucht)
Zwischen Januar und März 2012 – Nochmalige Aufforderung, Eigenen Maler beauftragt, Verkauf der Wohnung.


Welcher Schaden kann geltend gemacht werden ?
a. Durch den Schaden war die Wohnung nicht vermietbar oder verkaufbar
- Mietausfall / bezahltes Hausgeld während der Reparaturdauer
b. Zusätzliche Fahrtkosten zum Objekt
- Ich wohne seit einigen Jahren ca. 500 km (einfacher Weg) entfernt.
c. Nicht gemäß Beschluss durchgeführte Reparatur der Steigleitung
- Was ist mein Schaden ?
d. Küchenfußboden ?

Nichteinladung zur Eigentümerversammlung:
Ich hatte dem Verwalter angekündigt, dass ich die letzten 4 Monate Hausgeldzahlung (760 Euro) zurückhalte und aufgrund der dargestellten Situation eine gütliche Einigung (evtl. Vergleich) wünsche. Er teilte mir mit, das er keinen Schaden sehe. Ich bat ihn, das Thema mit auf die Agenda der jährlichen Eigentümerversammlung zu setzen. Ich erfuhr schriftlich, dass diese bereits stattgefunden hat. Ich wurde jedoch nicht eingeladen, erhielt auch keine Protokoll, obwohl ich zum Abrechnungszeitraum 2011 noch Eigentümer und Mitglied der Gemeinschaft war.

Schlüssel und Hausmeister:
Während der Reparatur wurde von mir ein weiterer Wohnungsschlüssel in der Wohnung deponiert. Diesen nahm der Hausmeister irgendwann an sich, ohne mich irgendwie zu informieren. Nach intensiver Suche dieses Schlüsselbundes, befragte ich den Verwalter, der mir Auskunft gab, das der Hausmeister den Schlüssel an sich nahm.

Ich habe konkrete Fragen:
Was ist mein Schaden, der objektiv geltend gemacht werden kann ?
Was wären sinnvolle nächste Schritte ?
27.11.2012 | 22:59

Antwort

von


(47)
Strasse des Friedens 23
99094 Erfurt
Tel: 03613477240
Web: http://www.rechtsanwalt-erfurt.info
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eine vollständige Beantwortung auf Grund des umfangreichen Sachverhaltes und der Vielzahl der offenen Fragen ist im Rahmen einer Erstberatung sowie bei Nutzung dieser Beratungsmöglichkeit nicht möglich. Sie sollten unverzüglich einen Fachanwalt für Miete- und Wohnungseigentumsrecht oder Bau- und Architektenrecht vor Ort aufsuchen und die Angelegenheit umfassen besprechen.

Zur Geltendmachung eines Mietausfallschadenes ist der Nachweis der Möglichkeit der Vermietung erforderlich. Hierzu sind entsprechende Nachweise, Anfragen von Mietinteressenten, die Beauftragung eines Maklers und dessen Nachweistätigkeit etc. zur Geltendmachung dem Grunde nach und zur Bezifferung des Anspruches erforderlich. Sollten Sie bisher nicht im Besitz derartiger Nachweise sein, kann Ihnen ein Kollege vor Ort bei der Beschaffung behilflich sein, insbesondere die bereits vorliegenden Unterlagen auf Verwertbarkeit überprüfen.

Zur Geltendmachung von Fahrtkosten im Zusammenhang mit der Mangelbeseitigung ist der Nachweis erforderlich, dass diese notwendig waren. Dies erscheint mir auf Grund des bisher von Ihnen Mitgeteilten als fraglich.

Darüber hinaus ist die Darstellung des Ihnen durch die bislang nicht bzw. nicht ordnungsgemäß erfolgte Reparatur entstandenen Schadens, auf Grund des zwischenzeitlich erfolgten Weiterverkaufes mit erheblichen Problemen belastet. Sie müssten zur wirksamen Bezifferung eines Schadensersatzanspruches nachweisen um welchen Betrag der erzielte Kaufpreis geringer ausgefallen ist, als dies ohne Vorliegen der Mängel der Fall gewesen wäre. Hierzu wäre im Verlaufe eines gerichtlichen Verfahrens unter entsprechenden Beweisantritten umfangreich vorzutragen.

Die Geltendmachung des während des Vorliegens des Schadens von Ihnen gezahlten Hausgeldes kommt ohnehin nur teilweise in Betracht, da sich die verbrauchsabhängigen Anteile der Hausgeldzahlungen während der Zeit des Leerstandes bereits durch die Jahresabrechnung reduzieren.

Darüber hinaus ist zu prüfen, gegen wen die jeweiligen Ansprüche geltend zu machen sind. In Frage kommen hierbei Ansprüche gegen den Verwalter aber auch Ansprüche gegen die WEG, wegen am Sondereigentum eingetretener Schäden, verursacht durch Mängel des Gemeinschaftseigentumes. Hierzu wäre weiterhin die von der WEG zur Frage der Beseitigung der Schäden gefassten Beschlüsse zu überprüfen. Ebenso deren Umsetzung bzw. Nichtumsetzung durch den Verwalter.

Ggf wäre noch die Frage der Nichtigkeit bzw. der Anfechtbarkeit der von der WEG gefassten Beschlüsse im Rahmen der Eigentümerversammlung zu prüfen, zu welcher sie nicht ordnungsgemäß geladen wurden. Hierbei ist die Anfechtungsfrist für WEG-Beschlüsse binnen eines Monats nach Beschlussfassung zu beachten.

All dies ist, wie bereit oben dargestellt nur im Rahmen einer umfassenden zeitaufwendigen Sachverhaltserfassung und Bewertung möglich, nicht im Rahmen einer Erstberatung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt Bau- u. Architektenrecht, Miete- u. WEG Torsten Vogel, Rechtsanwalt



Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
ANTWORT VON

(47)

Strasse des Friedens 23
99094 Erfurt
Tel: 03613477240
Web: http://www.rechtsanwalt-erfurt.info
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Bau- und Architektenrecht, Zivilrecht, Fachanwalt Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 63304 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Hervorragende sehr hilfreiche Antwort! Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wunderbar, prompte Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre ausgesprochen kompetente und umfassende Bewertung des Sachverhalts. Sie haben mir für mein weiteres Vorgehen in der unerfreulichen Angelegenheit sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER