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Verzögerte OP - Schadensansprüche möglich?

04.04.2019 19:04 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Zu meiner Vorgeschichte: bei einem Unfall habe ich mir den linken Unterschenkel dreifach gebrochen. Die Brüche wurden mit einem Marknagel versorgt, sind jedoch innerhalb von 1,5 Jahren nicht verwachsen - Diagnose: Pseudarthrose. Kleine Notiz am Rande: ich bin Privatpatient.

Ich hatte eine ärtzliche Vorstellung Ende 2018 bei einer darauf spezialisierten Klinik. Für die vollständige Wiederherstellung des Knochens wurde mir ein Verfahren in drei Operationen empfohlen:
1.) Entfernung des alten Marknagels und einsetzen eines Antibiotika-Spacers
2.) Entfernung des Anitbiotika-Spacers und einsetzen eines neuen Marknagels
3.) Entfernung des Marknagels.

Der erste OP Termin wurde für die KW 2 in 2019 festegelegt. Zu meiner Verärgerung wurde dieser 12 Stunden Prä-Op um eine Woche verlegt. Man benötige hierfür noch OP Besteck, welches zu spät bestellt wurde und nun nicht geliefert wird - so die Begründung der Klinik. Somit fand die erste OP in der KW 3 statt. Der nächste OP Termin für die zweite OP wurde für 8 Wochen Post-OP vereinbart, sprich in der KW 11. Seither bin ich auf Gehstützen, häusliche Pflege, Physio. und Fahrdienste angewiesen.

Der zweite OP Termin wurde erneut telefonisch in der KW 11 um eine Woche nach hinten verlegt, mit der selben Begründung, wie bei der ersten OP. In der KW 12 wurden ein Tag Prä-OP alle Aufnahmegespräche geführt. Bei meinem letzten abschließenden Arztgespräche wurde mir die OP erneut abgesagt (12 Stunden Prä-OP), mit der selben Begründung, jedoch wurde sie nun auf unbestimme Zeit verlegt. Man habe Probleme mit der Beschaffung des neuen Marknagels. Inzwischen wurde mir telefonisch mitgeteilt, dass frühestens Mitte der KW 16 operiert werden kann. Seit der KW 11 bekomme ich nun keine Physiotherapie mehr für mein Bein, welche dringend benötigt wird. Ebenso sind alle Physio.-Termine, welche ich bis dato für nach der zweiten OP organisiert habe, abgesagt worden durch die Ungewissheit des unbekannten OP Termines.

Kurz gefasst: mein Heilungsprozess hat sich bis dato um 6 Wochen verschoben, durch die Inkopetenz auf Seiten der Klinik. Durch die Ungewissheit über den Zeitpunkt des beruflichen Wiedereinstieges leide ich nun nachts unter Schlafstöhrungen und enormen Stress.

Besteht die Möglichkeit Ansprüche geltend zu machen im Hinblick auf entgangene Gehälter? Besteht die Möglichkeit Ansprüche auf Schmerzensgeld durch psychischen Stress?

07.04.2019 | 01:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist sowohl der Verdienstausfall als auch die gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund von psychischem Stress ersatzfähige Schadenspositionen. In Betracht kommt hier neben dem materiellen Schaden such ein Schmerzensgeld nach § 253 Abs. 2 BGB . Der Nachweis psychischer Schäden ist allerdings nicht einfach. Hier braucht man entsprechende Gutachten.

Es wird hier aber entscheidend darauf ankommen, dass das Verschulden der Klinik hier nachgewiesen werden kann. Wenn das für die OP notwendige Material nicht vorher beschafft werden konnte, scheiden Schadensersatzansprüche aus. Anders ist es, wenn hier ein Organisationsverschulden vorliegen würde, sprich die Klinik tatsächlich es versäumt hat rechtzeitig zu bestellen bzw. für die Klinik absehbar war, dasd es nicht rechtzeitig ankommen würde. Die Beweislage kann hier mitunter schwierig werden. Es handelt sich hier nicht um den klassischen Behandlungsfehler.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


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