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Verzicht auf Erbe sinnvoll?

| 08.10.2009 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mir, meinem Bruder und meiner Mutter wurden von meiner verstorbenen Tante 70000€ hinterlassen. Mein Bruder und ich haben von dieser Tante 2006 jeder bereits 40000 als Schenkung erhalten, das nach dem alten Erb- und Schenkungssteuererecht versteuert wurde.

Wenn ich nun 1/3 der 70000 nach dem neuen Erbschaftssteuerrecht versteuern muss, ergibt sich für mich folgende Brechnung:
23300 + 40000 = 63300 - 20000 (Freibetrag)= 43300 - 3300 (1/3 der Pauschale für Begräbniskosten)= 40000 * 30% Erbschaftssteuer = 12000 - (der Schenkungssteuer von 2006) 3500 =
8500 Erbschaftssteuer
Der gleiche Betrag gilt für meinen Bruder. Unsere Mutter muss keine Erbschaftssteuer bezahlen, da sie bisher keine Geldschenkun´gen erhalten hatte, also 23300 - 20000 Freibetrag - 3300 (1/3 der Pauschale für Begräbniskosten)= 0
Insgesamt müssen mein Bruder und ich 17000€ Steuern zahlen.
Wenn mein Bruder und ich auf das Erbe verzichten, muss unsere Mutter folgende Steuer zahlen: 70000-10300 Freibetrag Begräbniskosten - 20000 Freibetrag = 39700*30% Steuer = 11910€
Dies ergibt eine "Einspaarung" 5000€.. Unsere Mutter kann dann uns dann per Schenkung die 23300 zukommen lassen. Bei einem Freibetrag von 400000 pro Kind ergibt sich dann keine Steuer mehr.
Ist mein Denkansatz so richtig ?

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihr Denkansatz ist richtig.
Ich gehe davon aus, dass Sie, Ihr Bruder und Ihre Mutter die einzigen in Betracht kommenden Erben sind. Schlagen nun Sie und Ihr Bruder das Erbe aus, so wächst Ihr Erbteil dem Erbteil Ihrer Mutter an.
Ihre Mutter fällt in Steuerklasse 2, die bei einer Erbschaft bis zu 5 Millionen € mit 30 % besteuert wird. Daraus ergibt sich nach Ihren Angaben eine Steuerlast von 11910 €, was einer Einsparung von 5090 € entspricht.

Als von Ihrer Mutter Beschenkte fallen Sie und Ihr Bruder in die Steuerklasse I und haben einen Freibetrag von jeweils 400000 €, so dass kein zu versteuernder Betrag nach Abzug des Freibetrages übrig bleibt. Somit ist die von Ihnen erdachte Lösung die günstigere.

Zu beachten ist jedoch, dass ein Vorgehen in dieser Art und Weise nur möglich ist, wenn die Frist zur Ausschlagung der Erbschaft (sechs Wochen seit Kenntnis der Erbschaft) noch nicht abgelaufen ist und die Erbschaft noch nicht ausdrücklich angenommen wurde. Weiter ist zu beachten, dass mit der Schenkung durch die Mutter die Zehn-Jahres-Frist nach § 14 ErbStG zu laufen beginnt.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 09.10.2009 | 10:24

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