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Verwendung von öffentlich zugänglichen Daten zum zwecke der Email Werbung

20.01.2020 23:17 |
Preis: 25,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von


Auf einem öffentlich zugänglichen Portal einer Berufsgruppe können Mitglieder sich selbst vorstellen und Kontaktdaten hinterlegen. Darunter die email Adresse.
Ist es nach der DSGVO möglich diesen Personen ein für ihre Tätigkeit relevantes Produkt via eMail anzubieten?
Ist es legal die Mail personalisiert zu halten ("Sehr geehrter Herr Max Müller").
In der eMail würde ich auf die Quelle eingehen ("Auf der Suche nach [Berufgruppe] habe ich ihre Kontaktdaten auf [dem Portal der Berufsgruppe] gefunden.")

Muss bezogen auf öffentlich zugängliche Kontaktinformationen trotzdem ein Recht auf "abbestellen" zukünftiger Informationen eingeräumt werden? (Der "Hier abbestellen" Link)

Vielen Dank für ihr Bemühen.
21.01.2020 | 05:52

Antwort

von


(74)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Die Verwendung von E-Mail-Adressen aus öffentlich zugänglichen Quellen zum Zwecke der Werbung ist unzulässig. Das gilt nicht nur bei Werbung für Verbraucher, sondern auch für den B2B-Bereich. Das ist nicht so sehr eine Frage des Datenschutzrechts, sondern des Wettbewerbsrechts.

Nach § 7 Abs. 1 Nr. 3 UWG ist für Werbung per E-Mail stets eine Einwilligung erforderlich. Anderenfalls liegt eine unzumutbare Belästigung vor.

Vgl. dazu § 7 Abs. 1 Nr. 3 UWG :
"(2) Eine unzumutbare Belästigung ist stets anzunehmen

(...)
3. bei Werbung unter Verwendung einer automatischen Anrufmaschine, eines Faxgerätes oder elektronischer Post, ohne dass eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt"

Von dieser Vorschrift ist lediglich in § 7 Abs. 3 UWG eine Ausnahme vorgesehen, diese Ausnahme kommt jedoch nur für Werbung in Betracht, wenn die angesprochene Person bereits Kunde ist. Auch dann gelten enge Regeln für Werbung per E-Mail.

Bei Verstoß gegen diese Vorschriften ist mit kostspieligen Abmahnungen und Aufforderungen zur Abgabe von strafbewehrten Unterlassungserklärungen zu rechnen.

Werbung per E-Mail sollten Sie deshalb nur machen, wenn Ihnen dafür Einwilligungen der Empfänger vorliegen.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine günstigere Antwort geben kann.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2020 | 23:24

Eine Kontaktaufnahme via Post und Telefon scheint hier ja generell kein Problem zu sein. Selbst Persönliche Anschreiben/Ansprache. Wäre es erlaubt anzurufen und um Erlaubnis zu bitten weitere Informationen elektronisch zu schicken?

Ist die Kontaktierung der Arbeitgeber/Organisationen denen die Trainer angehören via Email möglich (also anstatt Bernd.Mueller@Organisation.de schreibe ich Kontakt@Organisation.de an) oder ist dies ebenfalls nicht zulässig.

Vielen Dank für die kompetente, wenn auch negative Auskunft.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.01.2020 | 06:54

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte beachten Sie, dass Ihre Nachfrage mehrere neue Fragen enthält.

Deshalb in aller Kürze:

Werbung per Telefon, auch gegenüber einer Firma, würde nach § 7 Abs. 1 Nr. 2 UWG die mutmaßliche Einwilligung des Angerufenen erfordern, auch wenn es sich um eine Firma handelt. Da die Rechtsprechung diesbezüglich sehr streng ist müssten Sie gewissermaßen nachweisen, dass man bereits auf Ihren Anruf wartet, damit von einer mutmaßlichen Einwilligung ausgegangen wird.

Der oben bereits erwähnte § 7 Abs 1 Nr. 3 würde auch eine E-Mail-Werbung gegenüber einer reinen Firmenadresse untersagen, wenn dazu keine Einwilligung vorliegt.

Deshalb sollten Sie entweder mit Daten arbeiten für die Ihnen eine Einwilligung vorliegt oder auf andere Werbekanäle zurückgreifen.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(74)

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