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Verwendung von Zeitschriftenartikel


01.12.2005 23:59 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



hallo,
ich habe vor, ein Buch zu schreiben über bestimmte "Personen des öffentlichen Lebens". In dem Buch sollen komplette Artikel und eventuell Fotos aus (zum Teil sehr alten)Zeitschriften verwendet werden. Meine Fragen:

1.Wie muss ich mich bei dem Zeitschriftenverlag rückversichern, um das Urheberrecht nicht zu verletzen?

2. Was ist, wenn es die Zeitschrift/ Verlag mittlerweile nicht mehr gibt.

3. Muss ich diejenige Person informieren, die in dem Buch vorkommt und was ist dabei zu beachten? Was ist, wenn eine solche Person bereits verstorben ist?

4. Was ist sonst noch zu beachten, um kein Urheberrecht zu verletzen.

mfG.
Nachricht: Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zu 1. Grundsätzlich hat derjenige das Urheberrecht, der das Photo angefertigt hat. Es sind aber bestimmte Schutzfristen für die Photos zu beachten. Diese Schutzfristen sind abhängig von der Anfertigung des Photos, der Veröffentlichung des Photos und dem Zeitpunkt des Todes des Autors.

Das Urheberrechtsgesetz bestimmt, daß die Schutzfrist für Lichtbilder in Deutschland 50 Jahre nach dem Erscheinen des Bildes. (§ 72 Abs. 3 UrhG) erlischt. Dabei muß aber das Bild innerhalb von 50 Jahren veröffentlicht werden. Sonst erlischt die Schutzfrist. Für sog. "Lichtbildwerke" - das sind Lichtbilder, aber mit eigener "geistiger Schöpfung" - gilt eine Schutzfrist bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers.

Einen genauen Überblick über die einzelnen Schutzfristen und deren Veränderung im Lauf der Zeit gibt es im Internet z.B. unter www.fotorecht.de/publikationen/schutzfrist.html Auf dieser Homepage finden Sie im übrigen weitere wertvolle Hinweise gerade für Ihre Fragestellung. Wie schwierig die Berechnung der Schutzfristen ist, können Sie z.B: in der Entscheidung des OLG Hamburg vom 05.11.1998 (Az.: 3 U 175/98) nachlesen.

Wichtig: Erst mit Ablauf der Schutzfrist wird das Photo gemeinfrei, daß es kann von jedem verwendet werden.

Wenn Sie Photos aus Zeitschriften verwenden wollen, dann müssen Sie herausbekommen, ob die Zeitschrift selbst das Urheberrecht an dem Photo hat oder ein Dritter. Im ersteren Fall müssen Sie sich schriftlich die Erlaubnis zur Verwandung des Photos durch den Verlag sonst durch den Urheber - d.h. den Photographen - einholen.

Zu 2

Zum Teil kann ich auf die o.g. Antwort verweisen. Hier müßten Sie dann u.U. in Erfahrung bringen, wer nun Inhaber der einzelnen Reche ist.

Zu 3

Wenn Sie eine Person in einem Buch erwähnen, müssen Sie diese nicht informieren.

Zu 4

Sie sollten alle Photos darauf untersuchen, wer Inhaber der Rechte ist. Außerdem sollten Sie die erteiliten Zustimmungen sich schriftlich geben lassen. Beachten Sie auch, daß u.U. auch Ausschnitte aus einem Photo dem Urheberrecht unterliegen. Es gibt dazu schon Urteile.

Mit freundlichen Grüßen Klaus Wille

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2005 | 17:05

vielen Dank für die Informationen.

Zu Punkt 1 haben Sie nur von Bildern gesprochen. Wie ist es mit Zeitungsartikel?

Zu Punkt 3: gilt dies auch, wenn es sich um eine Art Biographie handelt?

mfG.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2005 | 16:13

Sehr geehrte Damen und Herren,


Ziffer 1 gilt nur für Photos. Zeitungsartikel dürfen Sie zwar zitieren aber nicht vollständig ohne Einwilligung übernehmen.



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