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Verwendung eines Fotos bei einer Ebay-Auktion

13.08.2009 02:16 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Hallo,

ich verwendete bei einer Ebay Auktion (bin Powerseller) ein Foto einer Website aus den USA.

Vorher habe ich mir die Genehmigung zur Verwendung der Fotos vom Betreiber der Website geholt.
Dieser teilte mir mit, es sei kein Problem, wenn ich seine Fotos in meinen Auktionen verwende.

Mein Problem besteht nun allerdings darin, dass ich eine E-Mail vom angeblichen Urheber des Fotos bekommen habe (aus Deutschland), der nun Schadenseratzansprüche geltend machen will und sogar mit einer Strafanzeige droht, falls ich seine Rechnungen nicht binnen 14 Tagen bezahle. Ebenfalls wirft dieser mir vor, seine Fotos vorsätzlich von ihm kopiert zu haben und interessiert sich nicht für meine Quelle der Fotos.

Das Foto ist derzeit noch auf der Seite in den USA zu finden, dies wurde auch durch einen Screenshot festgehalten. Für diese Seite habe ich ja die Genehmigung zur Verwendung der Fotos.

Desweiteren sind unter den Dateiinformationen keine Autorinformationen oder Copyrightinformationen beigefügt, müsste der "Kläger" dann nicht zuerst einmal beweisen, dass die Fotos wirklich von ihm stammen?

Wie soll ich mich nun weiter verhalten?
Kann mir dabei etwas passieren?

Meiner Meinung nach habe ich mich nicht falsch verhalten, da ich davon ausging, den angeblichen Urheber um Erlaubnis gefragt zu haben.
Wenn sich nun jemand falsch verhalten hat, dann doch der Betreiber der amerikanischen Website (er kann mir ja nicht die Erlaubnis geben, wenn das Foto nicht ihm gehört).

Sämtlichen Schriftverkehr habe ich gesammelt zur Beweisführung. (Die E-Mail in der mir gestattet wurde, die Fotos zu verwenden, besitze ich ebenfalls noch)

Sehr geehrte Fragestellerin,

der scheinbare Urheber aus Deutschland muss nachweisen können, dass er der wirkliche Urheber des Fotos ist. Falls er dies kann, wären Sie allerdings seinen Schadensersatzansprüchen ausgeliefert, weil es im Urheberrecht keinen Schutz des Gutgläubigen o.ä. gibt. Sie müssten sich in diesem Fall an den Betreiber der Webseite in den USA wenden und dort Regress nehmen, was allerdings aus vielerlei Gründen eher wenig erfolgversprechend erscheint.

Mein Rat:

1. Fordern Sie den scheinbaren Urheber auf, seine Urheberschaft an dem Foto nachzuweisen, zahlen Sie also nicht einfach ohne eine gewisse Bestätigung, dass es sich um den wirklichen Urheber handelt. Machen Sie keine weiteren Angaben zur Sache, z.B. dass Sie das Foto tatsächlich auf Ihrer Webseite hochgeladen haben.

Für den Nachweis der Urheberschaft an dem Foto sollte entweder eine höher auflösende Aufnahme des Fotos (die im Internet i.d.R. auflösungstechnisch reduziert wird und daher als Indiz für die Urheberschaft gilt) vorgelegt werden können oder der Hinweis auf evtl. Metadaten in der Fotodatei erfolgen. Generell gilt: Wenn Ihnen der Nachweis nicht "koscher" ist oder Sie nicht über die entsprechende Sachkunde verfügen, sollten Sie sich professionellen Rat einholen (z.B. auch bei Fotografievereinen, Handelskammern...)

2. Nehmen Sie das Foto vorsorglich von Ihrer Webseite bis die Frage aus 1. geklärt ist und fragen Sie beim Betreiber der amerikanischen Webseite unter Angabe des Problems an, inwiefern dieser der Urheber oder zumindest Nutzungsberechtigter des Fotos ist. (Ich fürchte allerdings, dass auch dieser keinerlei Rechte für das Foto hat.)

3. Strafrechtlich wird Ihnen eher weniger drohen, weil Ihr Verhalten nur geringen Unrechtswert hat, wie Sie ja schon selbst erkannt haben.

4. Wenn der Urhebernachweis Sie überzeugt und der geforderte Geldbetrag nicht allzu hoch angesetzt ist, sollten Sie zahlen, um evtl. größeren Aufwand zu vermeiden. Wenn es sich allerdings um größere Geldbeträge handelt oder Sie sich sonst unsicher sind, sollten Sie einen Anwalt zu Rate ziehen. Denn insbesondere bei der "Rechnungshöhe" wird bei Urheberschadensersatzansprüchen am Anfang (oft) maßlos übertrieben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt

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