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Verwendung des internationalen Führerscheins in Deutschland?

| 20.05.2011 11:38 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Ich musste 1998 meinen deutschen Führerschein wegen einer Alkoholfahrt für 8 Monate abgeben. Ich hatte 1,8 Promille Alkohol. Auch musste ich die MPU machen, die ich 2 mal ohne Erfolg absolvierte (zuletzt 2001). Ich lebe seit 20 Jahren in Japan, bin dort auch gemeldet und besitze einen japanischen internationalen Führerschein.
Wenn ich in Deutschland 2 Monate Urlaub mache, darf ich dann mit meinem internationalen Führerschein fahren, das Fahrverbot ist ja inzwischen abgelaufen.
Bitte nur beantworten wenn Rechtsicherheit herrscht.
Grüsse

Sehr geehrte(r) Rechtssuchende(r),

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsdarstellung wie folgt beantworten und vorab darauf hinweisen, dass dieses Forum nur geeignet ist, einen groben Abriss über die rechtliche Lage zu erteilen und kein tiefgründiges Mandantengespräch ersetzen kann, insbesondere das Weglassen wesentlicher Angaben kann das Ergebnis der Beantwortung beeinflussen.


Grundsätzlich würde der japanische Führerschein dazu berechtigen, während des befristeten Aufenthalts in Deutschland, ohne einen Wohnsitz zu begründen, ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu führen. Würde ein Wohnsitz begründet werden, so würde ein solcher Führerschein sogar berechtigen, sechs Monate am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

Problematisch in Ihrem Fall ist jedoch, dass Ihnen entweder durch das Strafgericht oder aber durch die Verwaltungsbehörde selbst der ursprünglich bestehende Führerschein infolge einer Trunkenheitsfahrt rechtskräftig aberkannt wurde. Diese strafrechtliche oder aber verwaltungsbehördliche Aberkennung würde zwar nicht dazu führen, dass Ihr ausländischer Führerschein erlöschen würde, jedoch führt dies zu einer nicht befristeten Aberkennung der Fahrtberechtigung in Deutschland. Dies folgt unmittelbar aus § 29 Abs. 2 Nr. 3 FeV. Unerheblich ist hierbei, dass der Führerschein bereits im Jahre 1998 entzogen wurde. Entscheidend ist allein, dass eine rechtskräftige Entscheidung über die Entziehung vorliegt.

Sie wären daher auch für den Zeitraum von lediglich zwei Monate nur berechtigt, in Deutschland ein Kraftfahrzeug zu führen, wenn die gemäß § 29 Abs. 4 FeV einen entsprechenden Antrag auf Wiedererteilung der Fahrtberechtigung ausdrücklich bei der Führerscheinbehörde stellen, dem Antrag auf Erteilung der Wieder-Zuerkennung der Fahrtberechtigung durch die Führerscheinbehörde statt gegeben wird. Ein solcher Antrag hätte jedoch nur Aussicht auf Erfolg, wenn die Gründe, welche zu einem Führerscheinentzug in Deutschland geführt haben, nicht mehr bestehen. Hierbei ist wiederum zu erwarten, dass die Führerscheinbehörde anlässlich eines solchen Antrages die Einholung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens von Ihnen verlangt.

Ohne die ausdrückliche Wieder-Zuerkennung der Fahrtberechtigung in Deutschland sind Sie damit zweifelsfrei nicht berechtigt, mit dem japanischen Führerschein ein Fahrzeug in Deutschland, wenn auch nur für die Dauer von zwei Monaten, zu führen.

Ich bedaure, Ihnen keine andere Nachricht geben zu können, hoffe trotz allem, Ihnen behilflich gewesen zu sein und verbleibe

Bewertung des Fragestellers 20.05.2011 | 13:09

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Also besser geht es kaum. Danke für die zügige und sehr kompetente Antwort.
Vielen Dank

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